h/c - "Bitte, tu mir das nicht an"
Sep. 16th, 2017 02:38 pmTeam: Schneewittchen
Challenge: h/c - “Bitte, tu mir das nicht an…”
Fandom: Final Fantasy XV
Charaktere: Noctis, Prompto
Wörter: ~ 1000
Irgendwie war alles furchtbar schiefgelaufen. Noctis war sich nicht ganz sicher, ob er es noch richtig auf die Reihe bekam. Da waren imperiale Soldaten gewesen. Wieder einmal. Manchmal hatte er das Gefühl, die hatten nichts besseres zu tun als in der Gegend herumzufliegen und sie dann wie aus dem Nichts anzugreifen. Nur hatten sie normalerweise keine Verstärkung dabei. Jedenfalls war er noch dabeigewesen, Prompto wieder zusammenzuflicken. Mit dem letzten Trank, wohlgemerkt. Wenn der am Abend wieder Fotos von dem Kampf präsentierte, würde er ihn höchstpersönlich umbringen, das stand fest. Sobald er wieder aufstehen konnte. Und wusste, wo sie eigentlich waren.
Irgendwie war ihm der Wald vor den Angriffen weniger dicht vorgekommen. Vielleicht hatte Prompto sich auch einfach nur verlaufen, als er ihn durch das Unterholz aus der Gefahrenzone geschleift hatte. So wirklich erinnerte Noctis sich nicht mehr daran, nur dass das ganze Gladios Idee gewesen war. Glaubte er. Konnte auch sein, dass er sich das zusammenfantasiert hatte, nachdem der Scharfschütze ihn erwischt hatte.
“Sie finden uns hier bestimmt nicht”, murmelte Prompto und Noctis war sich nicht ganz sicher, wen er damit beruhigen wollte. Sich selbst oder ihn? Beide? Es klappte jedenfalls nicht.
Und was war mit Gladio und Ignis? Waren sie okay? Würden sie sie finden, wenn sie okay waren? Noctis war sich zwar ziemlich sicher, dass Gladio irgendwann eine Ortungsapp installiert hatte, aber sie waren mitten in der Wildnis, hatten sie da überhaupt Empfang? Und helfen würde es auch nicht, wenn sie tot oder gefangen waren.
Mühsam setzte Noctis sich etwas weiter auf und fluchte. Dass seine Verletzung schwer war, war klar. Aber musste sie auch noch so verdammt wehtun? Und er hatte keine Möglichkeit mehr, sie irgendwie mit seiner Magie zu versorgen. Oder überhaupt. Prompto hatte mit einem Ersatz-T-Shirt einen Verband improvisiert aber Noctis musste nicht einmal hinsehen um zu wissen, dass der die Blutung nur abgeschwächt hatte.
“Bleib liegen!”, herrschte sein bester Freund ihn untypisch heftig an, aber in Promptos Gesicht lag nackte Angst. Und darunter… “Es tut mir so Leid… wäre ich nicht so unaufmerksam gewesen…” Er beendete den Satz nicht. Musste er auch nicht, Noctis wusste genau, was Prompto sagen wollte. Dann hätten sie noch einen Trank gehabt und auch wenn das nicht reichte, so eine Verletzung ganz zu heilen, es bestünde wenigstens keine Lebensgefahr mehr.
“Hätte wohl kaum nen Unterschied gemacht…”, murmelte Noctis trotzdem. Sie wären trotzdem noch mitten in diesem Dschungel auf der Suche nach dem Grab mit diesem verdammten Königsschwert und es wären irgendwelche Siecher, die ihnen den Rest gegeben hätten. Fakt war, sie hatten sich überschätzt und dafür konnte Prompto absolut nichts, der hatte es von Anfang an für eine miese Idee gehalten, hier reinzugehen. Und Gladio hatte sich noch über ihn lustig gemacht. “Ausnahmsweise hätten wir einfach auf dich hören sollen.”
“Nur ausnahmsweise?”, empörte Prompto sich und klang dabei sogar fast überzeugend, sah sich aber etwas zu nervös um. Was Noctis ihm nicht verdenken konnte. Wenn sie jetzt angegriffen wurden, waren sie erledigt. Er war sich nicht einmal sicher, ob er nochmal auf die Füße kommen würde. Und ihm war furchtbar kalt. Vielleicht hätte er doch seine Jacke mitnehmen sollen… an einem heißen Spätsommertag.
“Klar. Heb hier bloß nicht ab.” Er lächelte, aber selbst das war inzwischen viel zu anstrengend um es lange aufrechtzuerhalten. Schlafen wäre eine gute Idee. Das fand Prompto anscheinend nicht, denn plötzlich schüttelte er ihn. Was wehtat. Weh genug, um ihn wieder klar zu bekommen. “Wenn du stirbst, bringt Gladio mich um!” Ein sehr schlechter Versuch, die Situation irgendwie aufzulockern, aber es funktionierte. Halbwegs. “Nee, erst bin ich dran.”
“Das ist nicht lustig!” Jetzt war die Panik in Promptos Stimme nicht mehr zu ignorieren.
“Es wäre eher peinlich… wegen eigener Blödheit irgendwo im Wald verbluten…” Sein Galgenhumor verfehlte vollkommen seine Wirkung, was in Anbetracht der Lage wohl zu erwarten gewesen war.
“Du wirst nicht sterben, ist das klar?” Promptos Stimme brach. “Bitte… tu mir das nicht an…”
“Hab ich nicht vor. Muss immer noch den Nifs in den Arsch treten.” Krampfhaft versuchte Noctis sich zu konzentrieren. Ob irgendetwas aus seinen Trainingsstunden mit Gladio ihn auf eine Situation wie diese vorbereitet hatte. Das einzige was ihm einfiel war aber, dass ihm eingebläut worden war, sich einen sicheren Ort zu suchen und zu warten, wenn alles den Bach runterging. Und das hatten sie getan. “Versuch mal, Gladio oder Ignis anzurufen…” Vielleicht waren sie ja schon auf der Suche nach ihnen. Aber hätte sich einer der beiden nicht ann schon längst bei ihnen gemeldet? Oder hielt Gladio es für sicherer, die Aufmerksamkeit nicht durch das Klingeln eines Handys auf sie zu lenken, falls sie sich irgendwo versteckten. Sollten sie dann das Risiko eingehen? Eigentlich hatten sie gar keine andere Wahl. Sie brauchten dringend Hilfe.
“Ich hab keinen Empfang…” Promptos Stimme zitterte nun deutlich. Irgendwie hatte Noctis verpasst, dass sein bester Freund sein Handy hervorgeholt hatte. Langsam war es ihm auch egal. Was auf seine ganz eigene Art besorgniserregend war.
“Tut mir Leid”, murmelte Noctis und wusste selbst nicht so recht, wofür er sich entschuldigte. Für diese Situation im Speziellen? Oder allgemein? Beides?
“Was?”, fragte Prompto natürlich direkt nach.
“Alles… meinetwegen bist du in diese ganze Scheiße reingezogen worden.”
Das trockene Lauf auf dem Boden raschelte, als Prompto sich nun neben ihn setzte. So nah, dass sie einander berührten und Noctis war viel zu dankbar für die Wärme, die Prompto abstrahlte. Dem schien aufzufallen, wie kalt ihm war, denn er legte einen Arm um ihn. Eine Geste, die irgendwie untypisch war, normalerweise kannte Noctis nur die überschwänglichen Zuneigungsbekundungen, die ganz schnell wieder vorbei waren, weil Prompto insgeheim vor seinem eigenen Mut erschrak. Das hier war anders.
“Muss es nicht. Ich jammer zwar echt viel herum aber… ich bin dankbar für jede Sekunde, die ich mit dir verbringen darf. Mit euch allen. Und damit eins klar ist, wenn du jetzt einfach draufgehst, bin ich wirklich sauer.”
“Okay.” Dann hatte er wohl kaum eine andere Wahl, als noch etwas durchzuhalten.
Challenge: h/c - “Bitte, tu mir das nicht an…”
Fandom: Final Fantasy XV
Charaktere: Noctis, Prompto
Wörter: ~ 1000
Irgendwie war alles furchtbar schiefgelaufen. Noctis war sich nicht ganz sicher, ob er es noch richtig auf die Reihe bekam. Da waren imperiale Soldaten gewesen. Wieder einmal. Manchmal hatte er das Gefühl, die hatten nichts besseres zu tun als in der Gegend herumzufliegen und sie dann wie aus dem Nichts anzugreifen. Nur hatten sie normalerweise keine Verstärkung dabei. Jedenfalls war er noch dabeigewesen, Prompto wieder zusammenzuflicken. Mit dem letzten Trank, wohlgemerkt. Wenn der am Abend wieder Fotos von dem Kampf präsentierte, würde er ihn höchstpersönlich umbringen, das stand fest. Sobald er wieder aufstehen konnte. Und wusste, wo sie eigentlich waren.
Irgendwie war ihm der Wald vor den Angriffen weniger dicht vorgekommen. Vielleicht hatte Prompto sich auch einfach nur verlaufen, als er ihn durch das Unterholz aus der Gefahrenzone geschleift hatte. So wirklich erinnerte Noctis sich nicht mehr daran, nur dass das ganze Gladios Idee gewesen war. Glaubte er. Konnte auch sein, dass er sich das zusammenfantasiert hatte, nachdem der Scharfschütze ihn erwischt hatte.
“Sie finden uns hier bestimmt nicht”, murmelte Prompto und Noctis war sich nicht ganz sicher, wen er damit beruhigen wollte. Sich selbst oder ihn? Beide? Es klappte jedenfalls nicht.
Und was war mit Gladio und Ignis? Waren sie okay? Würden sie sie finden, wenn sie okay waren? Noctis war sich zwar ziemlich sicher, dass Gladio irgendwann eine Ortungsapp installiert hatte, aber sie waren mitten in der Wildnis, hatten sie da überhaupt Empfang? Und helfen würde es auch nicht, wenn sie tot oder gefangen waren.
Mühsam setzte Noctis sich etwas weiter auf und fluchte. Dass seine Verletzung schwer war, war klar. Aber musste sie auch noch so verdammt wehtun? Und er hatte keine Möglichkeit mehr, sie irgendwie mit seiner Magie zu versorgen. Oder überhaupt. Prompto hatte mit einem Ersatz-T-Shirt einen Verband improvisiert aber Noctis musste nicht einmal hinsehen um zu wissen, dass der die Blutung nur abgeschwächt hatte.
“Bleib liegen!”, herrschte sein bester Freund ihn untypisch heftig an, aber in Promptos Gesicht lag nackte Angst. Und darunter… “Es tut mir so Leid… wäre ich nicht so unaufmerksam gewesen…” Er beendete den Satz nicht. Musste er auch nicht, Noctis wusste genau, was Prompto sagen wollte. Dann hätten sie noch einen Trank gehabt und auch wenn das nicht reichte, so eine Verletzung ganz zu heilen, es bestünde wenigstens keine Lebensgefahr mehr.
“Hätte wohl kaum nen Unterschied gemacht…”, murmelte Noctis trotzdem. Sie wären trotzdem noch mitten in diesem Dschungel auf der Suche nach dem Grab mit diesem verdammten Königsschwert und es wären irgendwelche Siecher, die ihnen den Rest gegeben hätten. Fakt war, sie hatten sich überschätzt und dafür konnte Prompto absolut nichts, der hatte es von Anfang an für eine miese Idee gehalten, hier reinzugehen. Und Gladio hatte sich noch über ihn lustig gemacht. “Ausnahmsweise hätten wir einfach auf dich hören sollen.”
“Nur ausnahmsweise?”, empörte Prompto sich und klang dabei sogar fast überzeugend, sah sich aber etwas zu nervös um. Was Noctis ihm nicht verdenken konnte. Wenn sie jetzt angegriffen wurden, waren sie erledigt. Er war sich nicht einmal sicher, ob er nochmal auf die Füße kommen würde. Und ihm war furchtbar kalt. Vielleicht hätte er doch seine Jacke mitnehmen sollen… an einem heißen Spätsommertag.
“Klar. Heb hier bloß nicht ab.” Er lächelte, aber selbst das war inzwischen viel zu anstrengend um es lange aufrechtzuerhalten. Schlafen wäre eine gute Idee. Das fand Prompto anscheinend nicht, denn plötzlich schüttelte er ihn. Was wehtat. Weh genug, um ihn wieder klar zu bekommen. “Wenn du stirbst, bringt Gladio mich um!” Ein sehr schlechter Versuch, die Situation irgendwie aufzulockern, aber es funktionierte. Halbwegs. “Nee, erst bin ich dran.”
“Das ist nicht lustig!” Jetzt war die Panik in Promptos Stimme nicht mehr zu ignorieren.
“Es wäre eher peinlich… wegen eigener Blödheit irgendwo im Wald verbluten…” Sein Galgenhumor verfehlte vollkommen seine Wirkung, was in Anbetracht der Lage wohl zu erwarten gewesen war.
“Du wirst nicht sterben, ist das klar?” Promptos Stimme brach. “Bitte… tu mir das nicht an…”
“Hab ich nicht vor. Muss immer noch den Nifs in den Arsch treten.” Krampfhaft versuchte Noctis sich zu konzentrieren. Ob irgendetwas aus seinen Trainingsstunden mit Gladio ihn auf eine Situation wie diese vorbereitet hatte. Das einzige was ihm einfiel war aber, dass ihm eingebläut worden war, sich einen sicheren Ort zu suchen und zu warten, wenn alles den Bach runterging. Und das hatten sie getan. “Versuch mal, Gladio oder Ignis anzurufen…” Vielleicht waren sie ja schon auf der Suche nach ihnen. Aber hätte sich einer der beiden nicht ann schon längst bei ihnen gemeldet? Oder hielt Gladio es für sicherer, die Aufmerksamkeit nicht durch das Klingeln eines Handys auf sie zu lenken, falls sie sich irgendwo versteckten. Sollten sie dann das Risiko eingehen? Eigentlich hatten sie gar keine andere Wahl. Sie brauchten dringend Hilfe.
“Ich hab keinen Empfang…” Promptos Stimme zitterte nun deutlich. Irgendwie hatte Noctis verpasst, dass sein bester Freund sein Handy hervorgeholt hatte. Langsam war es ihm auch egal. Was auf seine ganz eigene Art besorgniserregend war.
“Tut mir Leid”, murmelte Noctis und wusste selbst nicht so recht, wofür er sich entschuldigte. Für diese Situation im Speziellen? Oder allgemein? Beides?
“Was?”, fragte Prompto natürlich direkt nach.
“Alles… meinetwegen bist du in diese ganze Scheiße reingezogen worden.”
Das trockene Lauf auf dem Boden raschelte, als Prompto sich nun neben ihn setzte. So nah, dass sie einander berührten und Noctis war viel zu dankbar für die Wärme, die Prompto abstrahlte. Dem schien aufzufallen, wie kalt ihm war, denn er legte einen Arm um ihn. Eine Geste, die irgendwie untypisch war, normalerweise kannte Noctis nur die überschwänglichen Zuneigungsbekundungen, die ganz schnell wieder vorbei waren, weil Prompto insgeheim vor seinem eigenen Mut erschrak. Das hier war anders.
“Muss es nicht. Ich jammer zwar echt viel herum aber… ich bin dankbar für jede Sekunde, die ich mit dir verbringen darf. Mit euch allen. Und damit eins klar ist, wenn du jetzt einfach draufgehst, bin ich wirklich sauer.”
“Okay.” Dann hatte er wohl kaum eine andere Wahl, als noch etwas durchzuhalten.
no subject
Date: 2017-09-17 11:03 am (UTC)Haach aber es war herzzerreißend und sehr schön, die Freundschaft der beiden!!!! *-* Sie haben sich halt lieb!
no subject
Date: 2017-09-17 05:06 pm (UTC)Stimmt, das wäre auch super gewesen. XD Aber das mit dem Geld kann ich ja hinterher immer noch einbauen. Noch sind sie ja nicht aus dem Schneider...