[identity profile] leiyahime.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Schneewittchen
Challenge: Angst Tabelle: Dunkelheit
Fandom: Fesseln des Verrats
Charaktere: Renjou Hotsuma, Usui Shuusei, Ein Duras
Wörter: 871
Anmerkung: War interessant, mal so etwas zu schreiben. Aber ich musste es mit einem Happy End versehen xD Aber die Angst überwiegt denk ich.

Dunkelheit

Das Kreischen des Duras verfolgte sie. Und es schien immer näher zu kommen. Hotsuma strauchelte und auch sein Partner, der vor ihm lief, seine Fähigkeit nutzend, um Fallen auszuweichen, schien bald nicht mehr rennen zu können. Aber hier in diesem engen Labyrinth hatten sie keine Chance zu kämpfen! Das Biest würde sie auseinandernehmen! Aber er schien frustriert, das war doch ein gutes Zeichen. Shuuseis Auge der Götter schien sie wirklich aus diesem Labyrinth herauszuholen und sie in eine bessere Kampfposition zu bringen. Hoffentlich. Sie wussten nicht wo sich dieses Labyrinth befand, wahrscheinlich in irgendeiner anderen Dimension. Und sie wussten auch nicht wo Yuki und die anderen Zweilts steckten. Hotsuma hasste solche Taschenspielertricks!

„Hotsuma! Da vorne! Wir haben es geschafft!“, kam endlich die erlösende Nachricht von seinem Partner. „Da vorne wird es weiter, da können wir kämpfen!“

„Na Gott sei Dank!“ Hotsuma war es leid, wegzurennen. Ihm lag Kämpfen viel mehr, als vor dem Gegner wegrennen. Er machte sich schon einmal bereit, seine Waffe zu beschwören!
 Doch plötzlich kam das Kreischen des Duras von direkt über ihm. „Nicht so schnell!“

Dann ertönte eine Explosion und der Boden unter Hotsumas Füßen brach weg.
Er fiel.
Und er schrie.
Und hörte die entsetzte Stimme seines Partners seinen Namen rufen.
Er konnte nur noch die Arme vors Gesicht halten um sich vor Steintrümmern zu schützen, die wohl einmal der Boden des Labyrinths gewesen waren.
Und dann prallte er auf den Boden und verlor das Bewusstsein.

Als er aufwachte, war alles um ihn dunkel. Kein Licht irgendwo. Sein Kopf schmerzte aber die Erinnerung war noch da. Er tastete um sich herum. Er lag war auf einer gummiartigen Oberfläche. Nicht hart und nicht weich. Von den Steintrümmern war nichts mehr zu spüren. Es war nicht kalt und auch nicht warm. Mühsam setzte er sich auf. Aber auch das brachte nichts. Es war stockdunkel. Und totenstill. Es war, als hätte man ihn aller Sinne beraubt.

„Shuusei?“ Selbst seine Stimme klang gedämpft. Er wusste nicht wo er war, er sah nichts, er hörte nichts, fühlte nur die Oberfläche des Bodens auf dem er saß.
Er rappelte sich auf und begann in eine Richtung zu laufen, langsam, vorsichtig. Wer wusste, ob es hier nicht Fallen oder Abgründe gab. Er wollte eine Wand, etwas woran man sich entlang tasten konnte. Aber das schien es hier auch nicht zu geben. Nicht in die Richtung in die er lief und auch nicht in eine andere.
„Verdammt! Wo bin ich?“, fragte er in den Raum, aber seine Stimme klang immer noch seltsam stumpf. Das Gefühl, das sich in ihm ausbreitete war alles andere als angenehm. Er hasste die Dunkelheit. Er hatte sie schon immer gehasst, Nicht nur in diesem Leben. Und jetzt… wahrscheinlich war das alles ein weitere Spiel des Duras.

„VERDAMMTE SCHEIßE!“, fluchte er. Und dann versuchte er, mit seiner Stimme irgendetwas in Brand zu setzen, irgendwie für Licht zu sorgen, diese elende Dunkelheit zu vertreiben, doch es klappte nicht. Egal, in welche Richtung er schrie und seiner Umwelt befahl zu brennen, nichts tat sich. Nicht der kleinste Funke sprang über. Es gab noch nicht mal einen Funken. Langsam kroch Panik in ihm hoch. „SHUUSEI!?“ Wo war sein Partner? „Shuusei!!“  Immer wieder rief er ihn, lief mal in die eine Richtung dann in die nächste, fiel hin, rappelte sich auf, stolperte weiter über den seltsamen Untergrund, fiel wieder und kroch weiter. Er musste seinen Partner finden! Diese absolute Finsternis machte ihn fertig.  Er kroch weiter bis ihn die Kräfte verließen und zu der Panik auch noch Atemnot kam. Die Luft schien nur stickiger zu werden, je länger er hier war. Er schloss die Augen. Vielleicht half das  ja. Nachts, wenn er die Augen schloss hatte er ja auch keine Angst.
Aber auch das brachte nichts. Es gab keinen Unterschied, ob er die Augen auf oder zu hatte, diese Dunkelheit durchdrang einfach alles! Er riss die Augen wieder auf. Mit geschlossenen Augen konnte er eine eventuelle Gefahr noch weniger wahrnehmen. Auch wenn er gar nicht mehr die Kraft hatte, zu kämpfen. Nicht hier. Dieser Ort raubte ihm seine ganze Kraft. „Shuusei!“ Seine Stimme war nicht mehr als ein klägliches Wimmern.

Doch… irgendwann, er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, da in seinem Hirn einfach neben der Panik kein Platz mehr war, da bemerkte er aus den Augenwinkeln ein vertrautes blaues Leuchten. Ganz schwach nur aber…

„Hotsuma!“

Noch nie in seinem Leben war er glücklicher gewesen, die Stimme seines Partners zu hören.

„Shuusei!“ Er setzte sich wieder auf und da sah er auch eine blaue Sphäre auf sich zu kommen. Sein Partner!

„Ich bin da, Hab keine Angst mehr!“

„Ich… Ich hab keine…“

„Wenn du jetzt sagst, dass du keine Angst hast, werde ich dich den Rest deines Lebens damit aufziehen, dass ich dich hier heulend in totaler Finsternis vorfinde.“ Shuusei war nun bei ihm und kniete sich auf den Boden, die Kugel das einzige Licht in dieser totalen Finsternis. Sein Partner streckte die Hände aus, und wischte ihm die Tränen von den Wangen, von denen er nicht wusste, wann sie angefangen hatten zu fließen.

Hotsuma schwieg.

„Komm. Ich bring uns hier raus. Dahin, wo es heller ist.“

Hotsuma konnte nur nicken und die Hand seines Partners nehmen. Er wollte nur noch weg hier.

Date: 2017-09-10 08:05 pm (UTC)
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From: [personal profile] luinaldawen
Wie kannst du Hotsuma so etwas antun? ;_; Alleine in der Dunkelheit und das auch noch ohne Shuusei! Kein Wunder, dass ihn das fertig macht!
Zum Glück ist auf Shuusei Verlass, der findet Hotsuma immer, egal wo! >_

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