Team: Schneewittchen
Challenge: Lebensmittel/Getränke - Das letzte Gummibärchen
Fandom: the Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Eiji, Oishi, Yûta, Yumiko, (Shinji, Kamio)
Wörter: 1090
Direkte Fortsetzung hiervon
Sie kamen nicht sehr weit. Gerade hatten sie das erste Mal die Seiten gewechselt, als Oishi etwas außer Atem eintraf. Fuji war sich zwar ziemlich sicher, dass er ihn zuerst bemerkt hatte, aber Eiji hatte einen sechsten Sinn für seinen Doppelpartner und lief zu ihm, zweifellos um sie bitter bei ihm darüber zu beklagen, dass er zu spät war. Wohl wissend, dass das Match erstmal vorbei war, folgte Fuji ihm wesentlich langsamer und kam gerade noch rechtzeitig um den letzten Teil von Oishis Entschuldgung zu hören. Anscheinend war da noch ein wichtiger Anruf gewesen, weswegen er die Bahn verpasst hatte.
“Nya? Von wem?”, stellte Eiji die Frage, die auch Fuji brennend interessierte.
“Ähm…”
Eine Frage, die anscheinend nicht so einfach zu beantworten war. Etwas ratlos sah Oishi zwischen ihnen hin und her, bevor er mit den Schultern zuckte. “Es ging um das Tennisteam...?”
“Du bist ein furchtbarer Lügner…”, schnurrte Fuji und legte ein wenig den Kopf schief. Es hatte ja was für sich, wie Oishi sich fast vor Verlegenheit wand. “Gibt es da etwa jemanden, den du uns vorenthältst?” Oder eher: den er Eiji vorenthielt. Die beiden waren zwar kein Paar per se, aber eigentlich war das nur eine Frage der Zeit. Außer natürlich, da war doch jemand anderes. Was Fuji aber sehr überraschen würde. Was die Sache gleich viel interessanter machte.
“Fujiko-chan!”“Nein! Auf keinen Fall!”
Es würde ihn wirklich überraschen. Mit einem unschuldigen Lächeln meinte er: “Es war nur eine Vermutung. Aber ich bin froh, dass ich falsch liege.”
Das nervöse Geplapper von beiden ließ Fujis Lächeln für einen Moment etwas breiter werden. “Ich schätze, ich lasse euch mal alleine…” So alleine es ging, während Shinji hinter einem Vorhang aus blauschwarzen Haaren vor sich hinmurmelte. Aber vermutlich würde der bald von Kamio eingesammelt werden.
“Aber…””Du musst nicht…”
“Viel Spaß noch.” Fuji lächelte noch mal in die Runde und packte seinen Tennisschläger wieder ein. Natürlich könnte er bleiben, aber ihm stand momentan nicht der Sinn danach, weiter der Harmonie zwischen dem Golden Pair zuzuschauen. Hinter ihm stammelte Eiji noch etwas vor sich hin, aber Fuji drehte sich nicht nochmal zu ihm um, als er ging. So gerade eben hörte er noch “Etwas stimmt nicht mit Fuji-kun… ich frage-” Der Rest wurde unverständlich, als Fuji zu weit weg war. Er hoffte nur, dass Eiji und Oishi zu sehr miteinander beschäftigt waren und dem Gemurmel kein Gehör schenkten. War wohl wahrscheinlich war, schließlich hörte kaum jemand Shinji wirklich zu.
Auf der Straße kam ihm ein sehr ablenkter Kamio entgegen, vollkommen verloren in der Musik, die er hörte. Fuji konnte nicht behaupten, dass es ihn störte, übersehen zu werden. Dieser Tag konnte ruhig aus dem Kalender gestrichen werden.
Eine Stunde später war er zu Hause, eher als eigentlich geplant. Bevor er aber reinging, warf er einen prüfenden Blick in die Garage, aber seine vage Hoffnung, dass sein Vater dieses Wochenende doch nicht zurückkam, aber leider stand das Auto da. Und Yûta stand ebenfalls dort, die Arme verschränkt, seine ganze Haltung eine einzige Abweisung.
Anscheinend gab es für heute doch einen Lichtblick. Auch wenn da anscheinend etwas im Argen lag. Entsprechend vorsichtig sprach er ihn an. “Yûta…”
Sein Bruder zuckte zusammen und drehte sich zu ihm um. “Aniki.” Seine Stimme klang abweisend und Fuji blieb stehen. Abweisung war er ja inzwischen gewöhnt, auch wenn es merklich besser geworden war, aber so angespannt hatte er Yûta schon lange nicht mehr erlebt. Viele Gründe konnte es dafür nicht geben. Und so wie Yûta wieder das unwillkommene Auto anstarrte, kam von denen nur einer in Frage.
“Er will, dass ich aufhöre!”, platzte es dann aus ihm heraus.
Wovon die Rede war, war klar. Bevor Fuji nachhaken konnte, redete sein Bruder schon weiter, als wäre ein Damm gebrochen und der Frust musste jetzt einfach heraus. “Dieses verdammte Arschloch! Erst war er so stolz, dass ich Teamcaptain geworden bin und jetzt das! Nur weil ich seiner Meinung nach den letzten Test in den Sand gesetzt habe!”
Daher wehte also der Wind. Insgeheim hatte Fuji gehofft, dass der Ehrgeiz seines Vaters sich auf ihn beschränkte, aber anscheinend war das vergeblich gewesen. Vielleicht, weil er selbst es kaum schaffte, den viel zu hohen Erwartungen gerecht zu werden. Weil er sich weigerte, alles aufzugeben, was er liebte. Er konnte es einfach nicht.
“Ich hasse ihn!”
Normalerweise hatte Fuji wenig Probleme damit, die richtigen Worte zu finden, aber jetzt wusste er selbst nicht mehr weiter. “Vielleicht kann ich nochmal mit ihm reden…” Es war ein eher hilfloser Vorschlag und Yûta sprach genau das aus, was er selbst dachte: “Weil Reden ja bisher so gut geholfen hat.” Nicht einmal Yumiko hatte es in der letzten Zeit geschafft, ihren Vater um den Finger zu wickeln und das wollte etwas heißen.
Leiser, fast verzagt murmelte Yûta: “Ich versuche ja schon, mehr zu lernen… aber ich bin eben… nicht so wie ihr.”
Wie seine älteren Geschwister, die einfach Überflieger waren. Etwas, was fast die Beziehung zwischen Fuji und Yûta zerstört hätte.
“Das ist auch vollkommen in Ordnung.” Irgendwie hatte Yumiko sich angeschlichen, aber so abgelenkt wie sie gewesen waren, war das vermutlich keine Kunst gewesen. Sie hielt ihre Stimme zwar locker, aber Fuji kannte seine Schwester gut genug. Sie war wütend. In der Hand hielt sie eine leere Gummibärchentüte, ein weiteres Zeichen dafür, wie aufgebracht sie war. Sie liebte Gummibärchen, aber gönnte sie sich nur sehr selten. Als ob sie Diäten nötig hätte…
“Erklärst du das Vater?”, knurrte Yûta. “Reicht es ihm nicht, was er Aniki angetan hat?”
Überrascht sah Fuji ihn an. Klar, Yûta hatte sich beim Streit um die Oberschule solidarisch mit ihm gezeigt, aber dass es ihn immer noch beschäftigte, hätte er nicht erwartet. Keiner seiner Geschwister bemerkte seine Überraschung, Yumiko senkte eher den Blick. Die Worte hatten getroffen und Schuldbewusstsein schlich sich in Yûtas Gesicht. “Sorry…”
Schnell schüttelte Yumiko den Kopf. “Du hast ja Recht. Ich rede mit ihm. Versprochen.”
“Hoffentlich hilft es”, meinte Fuji und seine Schwester nickte. “Ja… das hoffe ich auch.” Dann lächelte sie und hielt ihnen die Gummibärchentüte entgegen. “Zwei sind noch drin.”
“Du gibst uns die letzten Gummibärchen?”, fragte Yûta ungläubig. Keine unberechtigte Frage, schließlich verteidigte Yumiko sie normalerweise vehement. Allerdings war Yûta normalerweise sehr diszipliniert bei seiner Ernährung. Normalerweise gehörten Süßigkeiten nicht dazu.
“Nehmt schon, bevor ich es mir anders überlege.”
Nochmal ließ Yûta sich nicht bitten und er griff in die Tüte. Dann hielt er die Hand auffordernd Fuji entgegen. “Aniki…”
Mit dem ersten ehrlich empfundenen Lächeln des Tages streckte Fuji die Hand aus, in die Yûta ein weißes Gummibärchen fallen ließ.
Challenge: Lebensmittel/Getränke - Das letzte Gummibärchen
Fandom: the Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Eiji, Oishi, Yûta, Yumiko, (Shinji, Kamio)
Wörter: 1090
Direkte Fortsetzung hiervon
Sie kamen nicht sehr weit. Gerade hatten sie das erste Mal die Seiten gewechselt, als Oishi etwas außer Atem eintraf. Fuji war sich zwar ziemlich sicher, dass er ihn zuerst bemerkt hatte, aber Eiji hatte einen sechsten Sinn für seinen Doppelpartner und lief zu ihm, zweifellos um sie bitter bei ihm darüber zu beklagen, dass er zu spät war. Wohl wissend, dass das Match erstmal vorbei war, folgte Fuji ihm wesentlich langsamer und kam gerade noch rechtzeitig um den letzten Teil von Oishis Entschuldgung zu hören. Anscheinend war da noch ein wichtiger Anruf gewesen, weswegen er die Bahn verpasst hatte.
“Nya? Von wem?”, stellte Eiji die Frage, die auch Fuji brennend interessierte.
“Ähm…”
Eine Frage, die anscheinend nicht so einfach zu beantworten war. Etwas ratlos sah Oishi zwischen ihnen hin und her, bevor er mit den Schultern zuckte. “Es ging um das Tennisteam...?”
“Du bist ein furchtbarer Lügner…”, schnurrte Fuji und legte ein wenig den Kopf schief. Es hatte ja was für sich, wie Oishi sich fast vor Verlegenheit wand. “Gibt es da etwa jemanden, den du uns vorenthältst?” Oder eher: den er Eiji vorenthielt. Die beiden waren zwar kein Paar per se, aber eigentlich war das nur eine Frage der Zeit. Außer natürlich, da war doch jemand anderes. Was Fuji aber sehr überraschen würde. Was die Sache gleich viel interessanter machte.
“Fujiko-chan!”“Nein! Auf keinen Fall!”
Es würde ihn wirklich überraschen. Mit einem unschuldigen Lächeln meinte er: “Es war nur eine Vermutung. Aber ich bin froh, dass ich falsch liege.”
Das nervöse Geplapper von beiden ließ Fujis Lächeln für einen Moment etwas breiter werden. “Ich schätze, ich lasse euch mal alleine…” So alleine es ging, während Shinji hinter einem Vorhang aus blauschwarzen Haaren vor sich hinmurmelte. Aber vermutlich würde der bald von Kamio eingesammelt werden.
“Aber…””Du musst nicht…”
“Viel Spaß noch.” Fuji lächelte noch mal in die Runde und packte seinen Tennisschläger wieder ein. Natürlich könnte er bleiben, aber ihm stand momentan nicht der Sinn danach, weiter der Harmonie zwischen dem Golden Pair zuzuschauen. Hinter ihm stammelte Eiji noch etwas vor sich hin, aber Fuji drehte sich nicht nochmal zu ihm um, als er ging. So gerade eben hörte er noch “Etwas stimmt nicht mit Fuji-kun… ich frage-” Der Rest wurde unverständlich, als Fuji zu weit weg war. Er hoffte nur, dass Eiji und Oishi zu sehr miteinander beschäftigt waren und dem Gemurmel kein Gehör schenkten. War wohl wahrscheinlich war, schließlich hörte kaum jemand Shinji wirklich zu.
Auf der Straße kam ihm ein sehr ablenkter Kamio entgegen, vollkommen verloren in der Musik, die er hörte. Fuji konnte nicht behaupten, dass es ihn störte, übersehen zu werden. Dieser Tag konnte ruhig aus dem Kalender gestrichen werden.
Eine Stunde später war er zu Hause, eher als eigentlich geplant. Bevor er aber reinging, warf er einen prüfenden Blick in die Garage, aber seine vage Hoffnung, dass sein Vater dieses Wochenende doch nicht zurückkam, aber leider stand das Auto da. Und Yûta stand ebenfalls dort, die Arme verschränkt, seine ganze Haltung eine einzige Abweisung.
Anscheinend gab es für heute doch einen Lichtblick. Auch wenn da anscheinend etwas im Argen lag. Entsprechend vorsichtig sprach er ihn an. “Yûta…”
Sein Bruder zuckte zusammen und drehte sich zu ihm um. “Aniki.” Seine Stimme klang abweisend und Fuji blieb stehen. Abweisung war er ja inzwischen gewöhnt, auch wenn es merklich besser geworden war, aber so angespannt hatte er Yûta schon lange nicht mehr erlebt. Viele Gründe konnte es dafür nicht geben. Und so wie Yûta wieder das unwillkommene Auto anstarrte, kam von denen nur einer in Frage.
“Er will, dass ich aufhöre!”, platzte es dann aus ihm heraus.
Wovon die Rede war, war klar. Bevor Fuji nachhaken konnte, redete sein Bruder schon weiter, als wäre ein Damm gebrochen und der Frust musste jetzt einfach heraus. “Dieses verdammte Arschloch! Erst war er so stolz, dass ich Teamcaptain geworden bin und jetzt das! Nur weil ich seiner Meinung nach den letzten Test in den Sand gesetzt habe!”
Daher wehte also der Wind. Insgeheim hatte Fuji gehofft, dass der Ehrgeiz seines Vaters sich auf ihn beschränkte, aber anscheinend war das vergeblich gewesen. Vielleicht, weil er selbst es kaum schaffte, den viel zu hohen Erwartungen gerecht zu werden. Weil er sich weigerte, alles aufzugeben, was er liebte. Er konnte es einfach nicht.
“Ich hasse ihn!”
Normalerweise hatte Fuji wenig Probleme damit, die richtigen Worte zu finden, aber jetzt wusste er selbst nicht mehr weiter. “Vielleicht kann ich nochmal mit ihm reden…” Es war ein eher hilfloser Vorschlag und Yûta sprach genau das aus, was er selbst dachte: “Weil Reden ja bisher so gut geholfen hat.” Nicht einmal Yumiko hatte es in der letzten Zeit geschafft, ihren Vater um den Finger zu wickeln und das wollte etwas heißen.
Leiser, fast verzagt murmelte Yûta: “Ich versuche ja schon, mehr zu lernen… aber ich bin eben… nicht so wie ihr.”
Wie seine älteren Geschwister, die einfach Überflieger waren. Etwas, was fast die Beziehung zwischen Fuji und Yûta zerstört hätte.
“Das ist auch vollkommen in Ordnung.” Irgendwie hatte Yumiko sich angeschlichen, aber so abgelenkt wie sie gewesen waren, war das vermutlich keine Kunst gewesen. Sie hielt ihre Stimme zwar locker, aber Fuji kannte seine Schwester gut genug. Sie war wütend. In der Hand hielt sie eine leere Gummibärchentüte, ein weiteres Zeichen dafür, wie aufgebracht sie war. Sie liebte Gummibärchen, aber gönnte sie sich nur sehr selten. Als ob sie Diäten nötig hätte…
“Erklärst du das Vater?”, knurrte Yûta. “Reicht es ihm nicht, was er Aniki angetan hat?”
Überrascht sah Fuji ihn an. Klar, Yûta hatte sich beim Streit um die Oberschule solidarisch mit ihm gezeigt, aber dass es ihn immer noch beschäftigte, hätte er nicht erwartet. Keiner seiner Geschwister bemerkte seine Überraschung, Yumiko senkte eher den Blick. Die Worte hatten getroffen und Schuldbewusstsein schlich sich in Yûtas Gesicht. “Sorry…”
Schnell schüttelte Yumiko den Kopf. “Du hast ja Recht. Ich rede mit ihm. Versprochen.”
“Hoffentlich hilft es”, meinte Fuji und seine Schwester nickte. “Ja… das hoffe ich auch.” Dann lächelte sie und hielt ihnen die Gummibärchentüte entgegen. “Zwei sind noch drin.”
“Du gibst uns die letzten Gummibärchen?”, fragte Yûta ungläubig. Keine unberechtigte Frage, schließlich verteidigte Yumiko sie normalerweise vehement. Allerdings war Yûta normalerweise sehr diszipliniert bei seiner Ernährung. Normalerweise gehörten Süßigkeiten nicht dazu.
“Nehmt schon, bevor ich es mir anders überlege.”
Nochmal ließ Yûta sich nicht bitten und er griff in die Tüte. Dann hielt er die Hand auffordernd Fuji entgegen. “Aniki…”
Mit dem ersten ehrlich empfundenen Lächeln des Tages streckte Fuji die Hand aus, in die Yûta ein weißes Gummibärchen fallen ließ.
no subject
Date: 2017-08-26 07:16 pm (UTC)Ich hatte ja fast befürchtet, sie regt sich auf, dass ihr Vater alle Bären weggefuttert hat! Aber haach... Die armen... es ist mies den Erwartungen nicht gerecht zu werden... Gegen die Eltern ist man einfach gerade in dem Alter noch relativ machtlos...