(no subject)
Nov. 15th, 2007 09:02 pmAutor: Wieldy22
Challenges: Meer und Magie
Wörter: 614
Serie: Original
A/N: Ziemlich dämlicher Schnipsel zu einer Geschichte, die ich mir gerade ausdenke. Ist keine abgeschlossene Geschichte. Spielt in einer Art mittelalterlichen Fantasywelt, das Mädchen ist da gerade so ein etwa 5 bis 7-jähriges Kind, wird im Laufe derGeschichte aber älter. (Obwohl die Geschichte an sichexistiert eigentlich noch gar nicht und irgendwie scheint dieser Schnipsel auch nicht rein zu passen)
Damals.
Das war das Meer.
Weit.
Frei.
Unendlich.
Meer.
Der Tag an dem die alte Hutzelhexe starb, hätte alles zum besseren wenden können. Wenn da bloß nicht die Botschaft gewesen wäre! So lange hatte Figia darauf gewartet, dass sie sich schon überlegte, selbst ein klein wenig nachzuhelfen. Aber dann hatte sie sich doch nicht getraut. Die Hutzelhexe nämlich, die konnte zaubern. Richtig zaubern. Nicht so wie die Gaukler auf dem Markt, die mit allerlei Taschenspielertricks unschuldigen Bürgern das Geld aus der Tasche zogen. Nein, die Hutzelhexe konnte den Frauen die Kinder im Leibe töten, den Männern die Manneskraft rauben und den Äckern die Fruchtbarkeit nehmen. Sie konnte den Regen herbeirufen, die Gestalt der Dinge ändern und die schlauesten Professoren Dinge glauben lassen, wie sie wollte.
Das hatte Figia auswendig gelernt. Die großen Kinder hatten das gemunkelt. Und den großen Kindern, denen glaubte Figia immer. Auch wenn sie nicht wusste, wie die Kinder in die Frauen rein kamen und wozu Manneskraft gut sein sollte. Aber schauderig klang es trotzdem. So schauderig, dass sie die Hutzelhexe vor lauter Schauder nicht töten konnte.
Die war nämlich lästig. Immer tauchte sie auf. Man konnte gar nicht sagen wo und wann, denn sie suchte sich immer neue Stellen aus. Mal lauerte sie am Rande der Stadtmauer, mal versteckte sie sich hinter einem Marktstand, mal schlief sie auf einem Fischkutter und manchmal verfolgte sie Figia sogar in ihre Träume. Dann wachte sie auf und sah die Hutzelhexe im Zimmer stehen. Dunkel und schattig, wie ein Schemen. Aber dieser Schemen hatte die strubbeligen Haare der Hutzelhexe, den sehnigen, dünnen Körper der Hutzelhexe, den grotesk riesigen Buckel, den sie immer mit sich herum schleppte und diese riesige, Geschwülstartige Nase. Ganz und gar die Hutzelhexe. Wenn sie also so in der dunkelsten Ecke ihres Zimmer stand, dann schrie Figia, schrie, dass ihre Seele aus dem Leib hüpfte und die Mutter aus dem Schlaf kitzelte. Die Mutter jedoch, die sah das verschmitzte Grinsen der Hutzelhexe nicht, sah nicht die Spinnenfinger und die Lumpenfetzen, die die Hexe trug. Die Mutter sah die ganze Hexe nicht.
Nun also war die Hutzelhexe gestorben. Aus eiternden triefenden Wunden hatte sie geblutet, aus tiefer Kehle geröchelt und gestöhnt. Die tiefen Falten, die ihren ganzen Körper überzogen hatten schienen noch tiefer geworden zu sein, so dass die kleine Frau nur noch aus Falten zu bestehen schien: Runde falten, lange Falten, spitze Falten, kurze Falten. Sich überlappende Falten. Blau angelaufene Falten, Falten mit Leberflecken und Falten in Falten. Selbst ihre Augen waren zur Hälfte von Falten bedeckt.
Der Tod an sich hatte dann erstaunlich lange gedauert. Nach Figias Meinung und Figia hatte in ihrem kurzen Leben noch nicht viele Menschen sterben sehen. Sie war da unerfahren. Gerade deshalb wollte sie es sich angucken. Sie wollte die alte Frau verrecken sehen. Aber dann, dann war doch alles anders gekommen. Die Hutzelhexe war nicht einfach so gestorben, wie man es von einer gesitteten Hutzelhexe vielleicht erwarten sollte. Nein, sie hatte unbedingt noch ihre Botschaft loswerden müssen.
Das Meer ist Magie.
Mehr war da nicht. Nur das. Aber irgendetwas musste daran wichtig sein. Wichtig für Figia, sonst hätte die Hexe das nicht zu ihr gesagt. Aber wie sollte etwas das nur im Mindesten mit Magie zu tun hatte auch nur annähernd für eine brave Kaufmannstochter interessant sein? Figia würde sich nie für Magie interessieren. Das stand fest. So fest wie das alte Rathaus auf dem Marktplatz.
In Anbetracht dieser Gewissheit mummelte Figia sich am Abend in ihre Bettdecke ein, träumte schön und schlief durch, bis zum nächsten Tag. Um genau zu sein, war es der Tag, an dem das Rathaus einstürzte, Figia die zweite These über das Meer hörte und eine denkwürdige Begegnung machte.
Challenges: Meer und Magie
Wörter: 614
Serie: Original
A/N: Ziemlich dämlicher Schnipsel zu einer Geschichte, die ich mir gerade ausdenke. Ist keine abgeschlossene Geschichte. Spielt in einer Art mittelalterlichen Fantasywelt, das Mädchen ist da gerade so ein etwa 5 bis 7-jähriges Kind, wird im Laufe derGeschichte aber älter. (Obwohl die Geschichte an sichexistiert eigentlich noch gar nicht und irgendwie scheint dieser Schnipsel auch nicht rein zu passen)
Damals.
Das war das Meer.
Weit.
Frei.
Unendlich.
Meer.
Der Tag an dem die alte Hutzelhexe starb, hätte alles zum besseren wenden können. Wenn da bloß nicht die Botschaft gewesen wäre! So lange hatte Figia darauf gewartet, dass sie sich schon überlegte, selbst ein klein wenig nachzuhelfen. Aber dann hatte sie sich doch nicht getraut. Die Hutzelhexe nämlich, die konnte zaubern. Richtig zaubern. Nicht so wie die Gaukler auf dem Markt, die mit allerlei Taschenspielertricks unschuldigen Bürgern das Geld aus der Tasche zogen. Nein, die Hutzelhexe konnte den Frauen die Kinder im Leibe töten, den Männern die Manneskraft rauben und den Äckern die Fruchtbarkeit nehmen. Sie konnte den Regen herbeirufen, die Gestalt der Dinge ändern und die schlauesten Professoren Dinge glauben lassen, wie sie wollte.
Das hatte Figia auswendig gelernt. Die großen Kinder hatten das gemunkelt. Und den großen Kindern, denen glaubte Figia immer. Auch wenn sie nicht wusste, wie die Kinder in die Frauen rein kamen und wozu Manneskraft gut sein sollte. Aber schauderig klang es trotzdem. So schauderig, dass sie die Hutzelhexe vor lauter Schauder nicht töten konnte.
Die war nämlich lästig. Immer tauchte sie auf. Man konnte gar nicht sagen wo und wann, denn sie suchte sich immer neue Stellen aus. Mal lauerte sie am Rande der Stadtmauer, mal versteckte sie sich hinter einem Marktstand, mal schlief sie auf einem Fischkutter und manchmal verfolgte sie Figia sogar in ihre Träume. Dann wachte sie auf und sah die Hutzelhexe im Zimmer stehen. Dunkel und schattig, wie ein Schemen. Aber dieser Schemen hatte die strubbeligen Haare der Hutzelhexe, den sehnigen, dünnen Körper der Hutzelhexe, den grotesk riesigen Buckel, den sie immer mit sich herum schleppte und diese riesige, Geschwülstartige Nase. Ganz und gar die Hutzelhexe. Wenn sie also so in der dunkelsten Ecke ihres Zimmer stand, dann schrie Figia, schrie, dass ihre Seele aus dem Leib hüpfte und die Mutter aus dem Schlaf kitzelte. Die Mutter jedoch, die sah das verschmitzte Grinsen der Hutzelhexe nicht, sah nicht die Spinnenfinger und die Lumpenfetzen, die die Hexe trug. Die Mutter sah die ganze Hexe nicht.
Nun also war die Hutzelhexe gestorben. Aus eiternden triefenden Wunden hatte sie geblutet, aus tiefer Kehle geröchelt und gestöhnt. Die tiefen Falten, die ihren ganzen Körper überzogen hatten schienen noch tiefer geworden zu sein, so dass die kleine Frau nur noch aus Falten zu bestehen schien: Runde falten, lange Falten, spitze Falten, kurze Falten. Sich überlappende Falten. Blau angelaufene Falten, Falten mit Leberflecken und Falten in Falten. Selbst ihre Augen waren zur Hälfte von Falten bedeckt.
Der Tod an sich hatte dann erstaunlich lange gedauert. Nach Figias Meinung und Figia hatte in ihrem kurzen Leben noch nicht viele Menschen sterben sehen. Sie war da unerfahren. Gerade deshalb wollte sie es sich angucken. Sie wollte die alte Frau verrecken sehen. Aber dann, dann war doch alles anders gekommen. Die Hutzelhexe war nicht einfach so gestorben, wie man es von einer gesitteten Hutzelhexe vielleicht erwarten sollte. Nein, sie hatte unbedingt noch ihre Botschaft loswerden müssen.
Das Meer ist Magie.
Mehr war da nicht. Nur das. Aber irgendetwas musste daran wichtig sein. Wichtig für Figia, sonst hätte die Hexe das nicht zu ihr gesagt. Aber wie sollte etwas das nur im Mindesten mit Magie zu tun hatte auch nur annähernd für eine brave Kaufmannstochter interessant sein? Figia würde sich nie für Magie interessieren. Das stand fest. So fest wie das alte Rathaus auf dem Marktplatz.
In Anbetracht dieser Gewissheit mummelte Figia sich am Abend in ihre Bettdecke ein, träumte schön und schlief durch, bis zum nächsten Tag. Um genau zu sein, war es der Tag, an dem das Rathaus einstürzte, Figia die zweite These über das Meer hörte und eine denkwürdige Begegnung machte.