Angst - Einsamkeit
Jul. 29th, 2017 06:46 pmTeam: Schneewittchen
Challenge: Angst - Einsamkeit
Fandom: Final Fantasy XV
Charakter: Lunafreya Nox Fleuret
Anmerkung: Spoiler für das neunte Kapitel des Spiels. You’ve been warned. Und ich werde Luna bei weitem nicht gerecht, bitte verzeiht mir. ._.
Wörter: ~400
Der Blick aus dem Fenster war atemberaubend. Langsam senkte die Sonne sich über die Wasserfälle von Altissia und färbte den Himmel rot. Lunafreya konnte nicht anders, als an den Anblick von Blut zu denken. Das Blut ihrer Mutter, als sie bei dem Angriff auf Tenebrae gestorben war. Das Blut von König Regis, als er von seinen eigenen Vertrauten hintergangen worden war. Das Blut so vieler Menschen, die Niflheim auf dem Gewissen hatte.
Es wurde Zeit, dass es aufhörte, aber sie wusste, dass es noch lange nicht vorbei war. Noch mehr würden sterben, bevor die Götter Noctis akzeptiert hatten. Alles war ihr blieb, war zu hoffen, dass am Ende noch überhaupt jemand übrig blieb.
Feiner Schmerz in ihren Fingern ließ sie nach unten sehen. Sie hatte den Fensterrahmen so fest umfasst, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Die Kanten gruben sich in ihre Haut, aber es kostete sie alle Mühe, den Griff zu lockern. Sie hatte nicht mehr viel Zeit. Noctis war auf dem Weg hierher und dann würde sie sich Leviathan stellen. Eine Göttin, die nicht so einfach zu überzeugen sein würde, wie die anderen. Die jede Schwäche gegen sie verwenden würde.
Manchmal fragte sie sich, wie sie darauf kam, sich anzumaßen, den Göttern so gegenüberzutreten. Nicht als Bittstellerin, sondern als jemand, der forderte. Sie war nur eine Frau. Eine Frau, die alles verloren hatte. Ihre Familie, ihr Land, ihre Zukunft. Nichts würde ihr das zurückgeben. Sie war allein. Und doch hing alles von ihr ab. Wenn sie nicht stolz ihrem Schicksal entgegentrat, würde es niemand tun. Alles würde zusammenbrechen.
Sie wandte sich von dem Sonnenuntergang ab. Die Tage wurden immer kürzer. Die Sonne verlor immer mehr an Kraft. Ihnen lief die Zeit davon. Ihr. Noctis. Allen Menschen. Keine Zeit für Zweifel, keine Zeit um zu zögern. Aber das Warten zermürbte sie. Sie war nie frei gewesen, nicht seit das Imperium in ihre Heimat eingefallen war. Aber jetzt hatte sie das Gefühl, ersticken zu müssen.
Pryna schlich auf sie zu und winselte. Mit einem entschuldigenden Lächeln ging Lunafreya in die Hocke und streichelte die Hündin. “Tut mir Leid… ich bin einfach angespannt”, flüsterte sie und glaubte, so etwas wie Verstehen in den Augen des Tieres zu sehen. Umbra war bei Gentiana, die hoffentlich Noctis empfing. So Recht konnte man nie wissen, was die Emissärin gerade tat. Aber sie hatte ihr immer beigestanden. Und doch… wieder sah Lunafreya zum Fenster. Und doch war es nicht dasselbe. Nicht das, wonach sie sich sehnte. Es musste reichen. Schließlich war es alles, was sie bekommen würde, bevor sie erhobenem Hauptes ihrem Tod gegenübertrat.
Challenge: Angst - Einsamkeit
Fandom: Final Fantasy XV
Charakter: Lunafreya Nox Fleuret
Anmerkung: Spoiler für das neunte Kapitel des Spiels. You’ve been warned. Und ich werde Luna bei weitem nicht gerecht, bitte verzeiht mir. ._.
Wörter: ~400
Der Blick aus dem Fenster war atemberaubend. Langsam senkte die Sonne sich über die Wasserfälle von Altissia und färbte den Himmel rot. Lunafreya konnte nicht anders, als an den Anblick von Blut zu denken. Das Blut ihrer Mutter, als sie bei dem Angriff auf Tenebrae gestorben war. Das Blut von König Regis, als er von seinen eigenen Vertrauten hintergangen worden war. Das Blut so vieler Menschen, die Niflheim auf dem Gewissen hatte.
Es wurde Zeit, dass es aufhörte, aber sie wusste, dass es noch lange nicht vorbei war. Noch mehr würden sterben, bevor die Götter Noctis akzeptiert hatten. Alles war ihr blieb, war zu hoffen, dass am Ende noch überhaupt jemand übrig blieb.
Feiner Schmerz in ihren Fingern ließ sie nach unten sehen. Sie hatte den Fensterrahmen so fest umfasst, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Die Kanten gruben sich in ihre Haut, aber es kostete sie alle Mühe, den Griff zu lockern. Sie hatte nicht mehr viel Zeit. Noctis war auf dem Weg hierher und dann würde sie sich Leviathan stellen. Eine Göttin, die nicht so einfach zu überzeugen sein würde, wie die anderen. Die jede Schwäche gegen sie verwenden würde.
Manchmal fragte sie sich, wie sie darauf kam, sich anzumaßen, den Göttern so gegenüberzutreten. Nicht als Bittstellerin, sondern als jemand, der forderte. Sie war nur eine Frau. Eine Frau, die alles verloren hatte. Ihre Familie, ihr Land, ihre Zukunft. Nichts würde ihr das zurückgeben. Sie war allein. Und doch hing alles von ihr ab. Wenn sie nicht stolz ihrem Schicksal entgegentrat, würde es niemand tun. Alles würde zusammenbrechen.
Sie wandte sich von dem Sonnenuntergang ab. Die Tage wurden immer kürzer. Die Sonne verlor immer mehr an Kraft. Ihnen lief die Zeit davon. Ihr. Noctis. Allen Menschen. Keine Zeit für Zweifel, keine Zeit um zu zögern. Aber das Warten zermürbte sie. Sie war nie frei gewesen, nicht seit das Imperium in ihre Heimat eingefallen war. Aber jetzt hatte sie das Gefühl, ersticken zu müssen.
Pryna schlich auf sie zu und winselte. Mit einem entschuldigenden Lächeln ging Lunafreya in die Hocke und streichelte die Hündin. “Tut mir Leid… ich bin einfach angespannt”, flüsterte sie und glaubte, so etwas wie Verstehen in den Augen des Tieres zu sehen. Umbra war bei Gentiana, die hoffentlich Noctis empfing. So Recht konnte man nie wissen, was die Emissärin gerade tat. Aber sie hatte ihr immer beigestanden. Und doch… wieder sah Lunafreya zum Fenster. Und doch war es nicht dasselbe. Nicht das, wonach sie sich sehnte. Es musste reichen. Schließlich war es alles, was sie bekommen würde, bevor sie erhobenem Hauptes ihrem Tod gegenübertrat.
no subject
Date: 2017-07-29 04:51 pm (UTC)Ich finde das hast du super hingekriegT!!!
no subject
Date: 2017-07-30 11:02 am (UTC)Manchmal fragte sie sich, wie sie darauf kam, sich anzumaßen, den Göttern so gegenüberzutreten. Nicht als Bittstellerin, sondern als jemand, der forderte. Sie war nur eine Frau. Eine Frau, die alles verloren hatte. Ihre Familie, ihr Land, ihre Zukunft.
Dieser ganze Absatz ist so wunderschön! Luna ist so stark und tapfer, haaah ich verteile mal Fähnchen für den Luna-Fanclub!!
no subject
Date: 2017-07-30 06:45 pm (UTC)Ich LIEBE Luna! Sie ist so awesome und badass und... Gnah, sie hatte das nicht verdient. Keiner von ihnen hatte es verdient... ab Altissia tat das Spiel einfach nur noch weh. Auf eine tolle Art und Weise, aber mein Herz... GOTT! Nach dem Ende saß ich erstmal da und habe geheult wie ein Schlosshund.
btw ist es dem hier zu verdanken, dass ich die OS geschrieben: http://cloud-and-tifa.tumblr.com/post/163463728892/moonlight-crystal-she-made-broken-look Nach der Szene war ich Luna hoffnungslos verfallen. Und nachdem ich über diesen Post gestolpert bin... well...
Okay, bevor das hier ausartet... vielen, vielen, vielen Dank! *-*