Team: Aschenputtel
Challenge: Schreibaufgabe - Schreibe eine Geschichte... die genau 500 Wörter lang ist (für mich)
Titel: Kriege
Fandom: Black Sails
Anmerkungen: "Schreib 500 Wörter - einen Satz!" - "Einen Satz mit 500 Wörtern?!" (naja, fast)
Vielleicht würde es helfen, wenn er den Moment bestimmen könnte, in dem sich seine Wahrnehmung von Silver plötzlich geändert hat, diesen Moment, den es doch mit Sicherheit gegeben haben muss, denn andernfalls wäre Silver für ihn immer noch der vorlaute Verunsicherte, der Hilflose, der sich zu helfen weiß, der junge Mann, der stolz darauf ist, nicht das Zeug zu einem richtigen Piraten zu haben und der im entscheidenden Moment mehr Geschick, mehr Können, mehr Anpassungsfähigkeit zur Schau stellt als jeder andere Mensch, den Flint jemals kennen gelernt hat, den Flint unterschätzt bis zu dem Zeitpunkt, an dem er sich nicht mehr unterschätzen lassen möchte, dieser Mensch, dieser unglaubwürdige, unfassbare Mensch, von dem Flint nicht in diesem und nicht im nächsten Leben geglaubt hätte, dass er jemals zu der wichtigsten, ausschlaggebendsten Person in seinem Leben werden würde—
(nach Thomas; immer nach Thomas, für den Flint in einen Krieg mit sich selbst und der ganzen Welt gezogen ist – ohne Thomas wäre er nicht hier, ohne Thomas gäbe es diesen Krieg nicht, ohne Thomas gäbe es nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnte.)
—und nicht ein Mann, den Flint längst nicht mehr an seiner Seite missen möchte, denn dieser Unmögliche gibt ihm alles, was er braucht, für einen Preis, den Flint noch nicht erfragen will, nicht erfragen kann, vielleicht, weil er im Geheimen hofft, dass diese Zuwendung ein Geschenk ist, oder vielleicht, weil er Angst davor hat, den Preis nicht bezahlen zu können, oder vielleicht, weil er Silver ansehen kann, dass er selbst nicht weiß, was er verlangen soll für all die Macht, die er Flint über die Crew gibt, über die Maroons, über die ganze Welt, wenn sie nur zusammen bleiben, zusammen kämpfen, zusammen für alles stehen, zusammen gegen alle stehen;—
(Nein, er würde nicht für John Silver in den Krieg ziehen, wie er für Thomas Hamilton in den Krieg gezogen ist, in jeden Krieg ziehen würde, früher, jetzt, für immer, denn Thomas Hamilton ist ein Ideal, in dessen Namen man einen Krieg beginnt, und John Silver ist das Schwert, mit dem man dafür kämpft.)
—wenn Flint nur den Moment bestimmen könnte, in dem Silver zu der Kraft geworden ist, die seine Welt antreibt, vielleicht würde er dann verstehen können, akzeptieren können, dass es nicht mehr um einen Sieg geht, nicht gegen einen König, nicht gegen England, nicht gegen den Rest der Welt, dass es nicht mehr um Gold geht und Ruhm, nicht um Freiheit und Gerechtigkeit, ganz egal, was sie den Männern erzählen, was sie planen, was sie durchsetzen mit einer Gewalt, die längst nicht mehr in einfacher Furcht vor bloßen Männern begründet ist, sondern in Legenden, Mythen und Aberglauben.
(Für Silver ist dieser Krieg ein Mittel zu einem Zweck, den sie beide nicht kennen. Für Flint ist er alles. Dieser Krieg hat ihm Silver gegeben, dieser Krieg wird ihm Silver nehmen.)
Es geht nicht mehr um einen Sieg, es geht vielleicht nicht einmal mehr um den Krieg selbst; es geht einzig und allein darum, nebeneinander, miteinander, füreinander gekämpft zu haben.
Challenge: Schreibaufgabe - Schreibe eine Geschichte... die genau 500 Wörter lang ist (für mich)
Titel: Kriege
Fandom: Black Sails
Anmerkungen: "Schreib 500 Wörter - einen Satz!" - "Einen Satz mit 500 Wörtern?!" (naja, fast)
Vielleicht würde es helfen, wenn er den Moment bestimmen könnte, in dem sich seine Wahrnehmung von Silver plötzlich geändert hat, diesen Moment, den es doch mit Sicherheit gegeben haben muss, denn andernfalls wäre Silver für ihn immer noch der vorlaute Verunsicherte, der Hilflose, der sich zu helfen weiß, der junge Mann, der stolz darauf ist, nicht das Zeug zu einem richtigen Piraten zu haben und der im entscheidenden Moment mehr Geschick, mehr Können, mehr Anpassungsfähigkeit zur Schau stellt als jeder andere Mensch, den Flint jemals kennen gelernt hat, den Flint unterschätzt bis zu dem Zeitpunkt, an dem er sich nicht mehr unterschätzen lassen möchte, dieser Mensch, dieser unglaubwürdige, unfassbare Mensch, von dem Flint nicht in diesem und nicht im nächsten Leben geglaubt hätte, dass er jemals zu der wichtigsten, ausschlaggebendsten Person in seinem Leben werden würde—
(nach Thomas; immer nach Thomas, für den Flint in einen Krieg mit sich selbst und der ganzen Welt gezogen ist – ohne Thomas wäre er nicht hier, ohne Thomas gäbe es diesen Krieg nicht, ohne Thomas gäbe es nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnte.)
—und nicht ein Mann, den Flint längst nicht mehr an seiner Seite missen möchte, denn dieser Unmögliche gibt ihm alles, was er braucht, für einen Preis, den Flint noch nicht erfragen will, nicht erfragen kann, vielleicht, weil er im Geheimen hofft, dass diese Zuwendung ein Geschenk ist, oder vielleicht, weil er Angst davor hat, den Preis nicht bezahlen zu können, oder vielleicht, weil er Silver ansehen kann, dass er selbst nicht weiß, was er verlangen soll für all die Macht, die er Flint über die Crew gibt, über die Maroons, über die ganze Welt, wenn sie nur zusammen bleiben, zusammen kämpfen, zusammen für alles stehen, zusammen gegen alle stehen;—
(Nein, er würde nicht für John Silver in den Krieg ziehen, wie er für Thomas Hamilton in den Krieg gezogen ist, in jeden Krieg ziehen würde, früher, jetzt, für immer, denn Thomas Hamilton ist ein Ideal, in dessen Namen man einen Krieg beginnt, und John Silver ist das Schwert, mit dem man dafür kämpft.)
—wenn Flint nur den Moment bestimmen könnte, in dem Silver zu der Kraft geworden ist, die seine Welt antreibt, vielleicht würde er dann verstehen können, akzeptieren können, dass es nicht mehr um einen Sieg geht, nicht gegen einen König, nicht gegen England, nicht gegen den Rest der Welt, dass es nicht mehr um Gold geht und Ruhm, nicht um Freiheit und Gerechtigkeit, ganz egal, was sie den Männern erzählen, was sie planen, was sie durchsetzen mit einer Gewalt, die längst nicht mehr in einfacher Furcht vor bloßen Männern begründet ist, sondern in Legenden, Mythen und Aberglauben.
(Für Silver ist dieser Krieg ein Mittel zu einem Zweck, den sie beide nicht kennen. Für Flint ist er alles. Dieser Krieg hat ihm Silver gegeben, dieser Krieg wird ihm Silver nehmen.)
Es geht nicht mehr um einen Sieg, es geht vielleicht nicht einmal mehr um den Krieg selbst; es geht einzig und allein darum, nebeneinander, miteinander, füreinander gekämpft zu haben.
no subject
Date: 2017-07-26 04:27 pm (UTC)no subject
Date: 2017-07-29 09:24 am (UTC)Weil ich die Geschichte jetzt schon zweimal gelesen hab und wieder begeistert bin, aber gerade auch nichts eigenes sinnvolles als Kommentar schaffe.
Und irgendwann muß ich mal die Zeit finden, Black Sails zu schauen ...
no subject
Date: 2017-08-05 11:47 am (UTC)Ich kann immer noch nicht fassen, dass du den doppelten Schwierigkeitsgrad mit extra scharfer Soße auch noch auf dich genommen hast AHH und du hast ihn mit Bravour bestanden!!! <3333
In altbewährter Sommerchallenge-Tradition werde ich jetzt alles zitieren, was mir besonders gut gefällt.
ohne Thomas gäbe es diesen Krieg nicht,
Also... ne... wenn ich Thomas wäre, wär ich bodenlos geschmeichelt. "Hier, ich hab die ganze Welt für dich angezündet, kinda...ó.ò"-"OMG NIMM MICH HIER UND JETZT"
weil er im Geheimen hofft, dass diese Zuwendung ein Geschenk ist, oder vielleicht, weil er Angst davor hat, den Preis nicht bezahlen zu können, oder vielleicht, weil er Silver ansehen kann, dass er selbst nicht weiß, was er verlangen soll für all die Macht,
OMGHGHGGHGH DIESER GANZE ABSATZ FASST SIE SO GUT ZUSAMMEN AHHHHHH besonders in der vierten Staffel (von der ich immer noch viel zu wenig gesehen habe, verdammt AHH) aber OH GOTT ICH BEKOMME HIER VIBES ALS WOLLE FLINT VIEL VIEL MEHR VON SILVER ALS SILVER VON IHM und das ist einerseits schön aber andererseits WEISS ICH WIE DAS ENDEt. WÄÄÄÄH.
Der nächste Teil mit Thomas als das Ideal und Silver als das Schwert ist kjafdgjadfajkfd DER. BESTE. VERGLEICH. JEMALS. AHHHHHHHHHHHHH.
Für Flint ist er alles.
Charles Vane laughing in the distance "Told you you would suck at domesticity, Flint!" But since dead men tell no tales everybody tells him to SHUT IT, VANE.
HARGH ICH LIEBE ES, WIRKLICH. THANKS FOR SHOWING ME THE PAINFUL PIRATE BOYFRIENDS. <333333