(no subject)
Feb. 15th, 2007 09:00 pmFandom: Ouran High School Host Club
Challenge: Blond bevorzugt
Warnung: hochgradige Sinnlosigkeit
Ootori Kyouya war niemand, den man leicht aus der Bahn werfen konnte. Er war stoisch, erwartete das Schlimmste von der Welt (im Bereich der schlimmen Dinge, die einem mit einem monatlichen Einkommen im fünfstelligen Bereich in einer der einflussreichsten und möglicherweise meist gefürchteten Familien Japans passieren konnten) und er hielt sich an Fakten.
Und genau die schockierten ihn jetzt ganz erheblich, denn Tamaki hatte schwarze Haare. Das war einfach falsch. Tamaki hatte keine schwarzen Haare zu haben. Warum hatte Tamaki schwarze Haare?
„Tamaki, warum hast du schwarze Haare?“, fragte Hani, der als erster die Sprache wiederfand.
Tamaki fiel in eine tragisch-melodramatische Pose, was in gewisser Weise sehr beruhigend war. „Ich werde ab heute ein anderer Mensch sein!“, verkündete er, ohne auf die Frage einzugehen. „Ernsthaft, scharfsichtig, informiert.“
„Okay“ sagte Haruhi desinteressiert und ging weg, um einigen der Mädchen, die tuschelnd und auf Tamakis Haare deutend an den Tischen saßen, Tee einzuschenken.
„Glaubst du wirklich, dass du mit schwarzen Haaren schlauer wirst?“, fragte Hikaru feixend.
„Wer weiß, nachher fällt er nicht mehr auf jeden dummen Streich rein.“, gab Kaoru ängstlich zu bedenken. Die Zwillinge sahen sich erschrocken an – und brachen in Gelächter aus.
Tamaki räusperte sich. „Ich werde also ein neuer Mensch.“ Von irgendwoher holte er eine Brille hervor und setzte sie auf.
„Aber deine Augen sind doch fabelhaft.“, sagte Kaoru etwas ratlos. Im Gegensatz zu Hikaru wirkte er inzwischen leicht besorgt.
Ein paar der lauschenden Mädchen quietschten. ‚Support Tamaki/Kaoru’, notierte sich Kyouya.
„Irgendwo muss man anfangen.“, erklärte Tamaki und rückte die Brille zurecht.
Kyouya sah mit einer Mischung aus Entsetzen und Neugierde von seinen Notizen auf. „Und wo soll das enden?“
„Ich werde ein neuer Mensch!“ Tamaki warf sich wieder in Pose.
Kyouya wurde nicht ungeduldig. „Warum?“
Eine handvoll beschriebener Blätter wurden Kyouya unter die Nase gehalten. „Er schreibt, meine Argumentationen wären unlogisch, unzusammenhängend, weltfremd und bar jeder Grundlage.“
„Das ist sicher sehr hart formuliert.“, sagte Kyouya vorsichtig.
Tamakis Augen wirkten hinter den Brillengläsern noch größer und trauriger als sonst. „Was soll das heißen? Hältst du mich etwa auch für weltfremd?“
Haruhi, die gerade mit einem Tablett vorbeiging, warf ihnen einen genervten Seitenblick zu. Kyouya könnte schwören, dass sie gerade „Sind das hier nicht alle?“ gemurmelt hatte.
„Und dumm.“, warf Hikaru hilfreich ein.
Tamaki jaulte auf und fing einen seiner längeren Leidensmonologe an, während Kyouya überlegte, ob das vielleicht der Wahrheit entsprach. Er hielt Tamaki nicht für dumm, es war nur so, dass Intelligenz eben nicht seine hervorstechendste Eigenschaft war.
Tamaki hatte Charisma und eine arglose Freundlichkeit, die zwar einerseits furchtbar nervte, aber andererseits irgendwie liebenswert war. Tamaki war übersprudelnd kreativ, optimistisch und voller Energie. Er konnte andere spielend für den größten Blödsinn begeistern – gerade weil logische Argumentation von vornherein nicht zu seinem Repertoire gehörte.
Und Tamaki durfte einfach keine schwarzen Haare haben. Nicht, dass es schlecht aussah, aber Kyouya konnte auch vor sich selbst zugeben, dass er durchaus oberflächlich genug war, dass es ihn störte. Ach ja, und Renge würde Tamaki umbringen, wenn sie ihn so sah. Ganz sicher. Immerhin brachte Tamaki mit dieser Aktion das gesamte Charakterkonzept des Host Clubs durcheinander.
Vielleicht hätte er besser zuhören sollen, als Tamaki ihm vor einigen Wochen am Telefon begeistert von der Arbeit über die Regierung Ludwigs XIV. erzählt hatte. Vielleicht hätte er ihn auf das schlechte Ergebnis des Aufsatzes vorbereiten können. Aber um Himmels Willen, es war um zwei Uhr Nachts gewesen.
Es blieb also nur zu hoffen, dass diese Phase, wie so viele ihrer Art vor ihr, schnell und spurlos vorübergehen würde.
Challenge: Blond bevorzugt
Warnung: hochgradige Sinnlosigkeit
Ootori Kyouya war niemand, den man leicht aus der Bahn werfen konnte. Er war stoisch, erwartete das Schlimmste von der Welt (im Bereich der schlimmen Dinge, die einem mit einem monatlichen Einkommen im fünfstelligen Bereich in einer der einflussreichsten und möglicherweise meist gefürchteten Familien Japans passieren konnten) und er hielt sich an Fakten.
Und genau die schockierten ihn jetzt ganz erheblich, denn Tamaki hatte schwarze Haare. Das war einfach falsch. Tamaki hatte keine schwarzen Haare zu haben. Warum hatte Tamaki schwarze Haare?
„Tamaki, warum hast du schwarze Haare?“, fragte Hani, der als erster die Sprache wiederfand.
Tamaki fiel in eine tragisch-melodramatische Pose, was in gewisser Weise sehr beruhigend war. „Ich werde ab heute ein anderer Mensch sein!“, verkündete er, ohne auf die Frage einzugehen. „Ernsthaft, scharfsichtig, informiert.“
„Okay“ sagte Haruhi desinteressiert und ging weg, um einigen der Mädchen, die tuschelnd und auf Tamakis Haare deutend an den Tischen saßen, Tee einzuschenken.
„Glaubst du wirklich, dass du mit schwarzen Haaren schlauer wirst?“, fragte Hikaru feixend.
„Wer weiß, nachher fällt er nicht mehr auf jeden dummen Streich rein.“, gab Kaoru ängstlich zu bedenken. Die Zwillinge sahen sich erschrocken an – und brachen in Gelächter aus.
Tamaki räusperte sich. „Ich werde also ein neuer Mensch.“ Von irgendwoher holte er eine Brille hervor und setzte sie auf.
„Aber deine Augen sind doch fabelhaft.“, sagte Kaoru etwas ratlos. Im Gegensatz zu Hikaru wirkte er inzwischen leicht besorgt.
Ein paar der lauschenden Mädchen quietschten. ‚Support Tamaki/Kaoru’, notierte sich Kyouya.
„Irgendwo muss man anfangen.“, erklärte Tamaki und rückte die Brille zurecht.
Kyouya sah mit einer Mischung aus Entsetzen und Neugierde von seinen Notizen auf. „Und wo soll das enden?“
„Ich werde ein neuer Mensch!“ Tamaki warf sich wieder in Pose.
Kyouya wurde nicht ungeduldig. „Warum?“
Eine handvoll beschriebener Blätter wurden Kyouya unter die Nase gehalten. „Er schreibt, meine Argumentationen wären unlogisch, unzusammenhängend, weltfremd und bar jeder Grundlage.“
„Das ist sicher sehr hart formuliert.“, sagte Kyouya vorsichtig.
Tamakis Augen wirkten hinter den Brillengläsern noch größer und trauriger als sonst. „Was soll das heißen? Hältst du mich etwa auch für weltfremd?“
Haruhi, die gerade mit einem Tablett vorbeiging, warf ihnen einen genervten Seitenblick zu. Kyouya könnte schwören, dass sie gerade „Sind das hier nicht alle?“ gemurmelt hatte.
„Und dumm.“, warf Hikaru hilfreich ein.
Tamaki jaulte auf und fing einen seiner längeren Leidensmonologe an, während Kyouya überlegte, ob das vielleicht der Wahrheit entsprach. Er hielt Tamaki nicht für dumm, es war nur so, dass Intelligenz eben nicht seine hervorstechendste Eigenschaft war.
Tamaki hatte Charisma und eine arglose Freundlichkeit, die zwar einerseits furchtbar nervte, aber andererseits irgendwie liebenswert war. Tamaki war übersprudelnd kreativ, optimistisch und voller Energie. Er konnte andere spielend für den größten Blödsinn begeistern – gerade weil logische Argumentation von vornherein nicht zu seinem Repertoire gehörte.
Und Tamaki durfte einfach keine schwarzen Haare haben. Nicht, dass es schlecht aussah, aber Kyouya konnte auch vor sich selbst zugeben, dass er durchaus oberflächlich genug war, dass es ihn störte. Ach ja, und Renge würde Tamaki umbringen, wenn sie ihn so sah. Ganz sicher. Immerhin brachte Tamaki mit dieser Aktion das gesamte Charakterkonzept des Host Clubs durcheinander.
Vielleicht hätte er besser zuhören sollen, als Tamaki ihm vor einigen Wochen am Telefon begeistert von der Arbeit über die Regierung Ludwigs XIV. erzählt hatte. Vielleicht hätte er ihn auf das schlechte Ergebnis des Aufsatzes vorbereiten können. Aber um Himmels Willen, es war um zwei Uhr Nachts gewesen.
Es blieb also nur zu hoffen, dass diese Phase, wie so viele ihrer Art vor ihr, schnell und spurlos vorübergehen würde.
no subject
Date: 2007-02-15 08:44 pm (UTC)Kyouya hat Tamaki lieber in blond. *_*
Kann ich verstehen - ich kann mir einen ernsthaften, schwarzhaarigen Tamaki auch nicht vorstellen. (Mit Brille - von wem hat er denn da beim Stil geklaut ...? Ja ja ... ^_~)
Übrigens absolut typisch und total hinreißend, dass Tamaki seinen oberflächlichen Charakter ändern möchte, indem er etwas dermaßen oberflächliches wie sein Aussehen ändert. *grins*
Nein, er ist ja eigentlich wirklich ein total lieber, schnuffeliger Puschel. *ihn knuddel* Und er soll bloß so bleiben wie er ist. ^_^
~Rei ~
no subject
Date: 2007-02-16 10:58 am (UTC)Das sagt alles, ich füge dem nichts mehr hinzu. *sich nie nie wieder nach Rei kommentieren notier*
Ich liebe die kleinen Dialogfetzen und wie unglaublich IC die einzelnen Aussagen sind.
Dass Kyouya Tamaki lieber blond hat und Tamaki sein Aussehen ändert um seine Argumentation zu verbessern... Ersteres ist unglaublich süß und zweiteres wahnsinnig typisch. XD
Wundervoll.
Und ich habe mich spontan in diese Sätze verliebt:
..., denn Tamaki hatte schwarze Haare. Das war einfach falsch. Tamaki hatte keine schwarzen Haare zu haben. Warum hatte Tamaki schwarze Haare?
Aww... *__*
no subject
Date: 2008-03-21 03:32 pm (UTC)tamaki mit schwarzen haaren...meine güte wie bist du den DARAUF gekommen meinen liebsten blondschopf zu färben *lach*?
ernsthaft, ich hab versucht es mir vorzustellen, aber das ging einfach so GAR nicht...erst photoshop und der paint bucket machten das unmögliche möglich *schauder*