Crack - etwas Dummes getan - fürs Team
Jul. 6th, 2017 01:51 pmTeam: Aschenputtel
Challenge: Crack – etwas Dummes getan - fürs Team
Fandom: Black Sails ... ich bräuchte ein tag! :D
Titel: Sonnen und Finsternis
Inhalt: Silver und Flint kommen auf die denkbar blödeste Idee, um eine Villa zu infiltrieren.
Anmerkung: Spoiler für die gesamte zweite Staffel!!! Wirklich!!! Ich habe auch nur diese gesehen, von Schiffen immer keine Ahnung und ich versuche noch, sie auf Deutsch einzufangen. Hmpfh!
Sonnen und Finsternis
"Bist du im Scheißhaus festgefroren, oder was? Los, rein mit dir!"
Billy Bones war noch nie für seine sonderlich angenehmen Umgangsformen bekannt gewesen, aber in letzter Zeit kam kein Wort aus seinem Mund, das nicht vor lauter Gift und Unbill triefte. Als er jetzt die Tür zur Kapitänskajute aufriss und Silver in den Raum zerrte, reihte sich das bildschön in die lange Reihe seiner schlechten Laune ein.
Vielleicht lag es daran, dass sie eine Woche lang von einem Sturm übers Meer gepeitscht worden waren, nur um sich dann in den streng bewachten und viel befahrenen Rinnen der Spanier wiederzufinden, wo ihnen eine fette Beute nach der anderen entkam, weil das Schiff auf dem letzten Loch pfiff und sie die zähen Reparaturen abwarten mussten.
Vielleicht knabberte Billy aber auch noch am absoluten Lichtverbot, das der Mannschaft in der zweiten Nacht trotz aller Zeterei verordnet worden war und bei Billy Bones dazu führte, dass er sich ständig den Schädel an diesem oder jenem vorstehenden Holz anschlug.
Oder aber seine Abneigung gegen Silver persönlich hatte nun endlich ihren Höhepunkt gefunden, jetzt wo Silver als klumpfüßiger Krüppel über das Deck stakste.
Völlig unerheblich, dachte Silver. Er würde sich die Schubserei und den Knuff in die Seite merken, ganz gleich aus welcher Animosität sie erwachsen waren.
(Silver hatte nämlich beschlossen, sich ab jetzt alles zu merken. Man konnte ja nie wissen.)
Er brauchte einen Moment, eh er sich an das Licht in der Kapitänskabine gewöhnt hatte und aus den unförmigen Schemen Captain Flint, DeGroot, Dooley und Joji erwuchsen.
"Guten Abend, Quartiermeister", sagte Flint als erster - und lächelte dabei, wie jedes Mal wenn er Silver mit seinem Titel ansprach.
Und wie jedes Mal stellten sich bei Silver die Nackenhaare auf, weil er keine Ahnung hatte, was so lustig war. Das war die einzige Sache, die er nicht aus Flint herauslesen konnte (hoffte Silver zumindest).
" 'n Abend, die Herren", murmelte Silver und streckte die Hände nach den Balken aus, um sich Schritt für Schritt dem Schreibtisch zu nähern, der komischen Lichtverhältnisse wegen und wegen nichts sonst.
"Jedenfalls, Captain, von unten kommen wir nich da rein, niemals nich, die Mauern sind höher als alle Leitern, die wir zimmern könnten", sagte De Groot und zeigte auf die Karte der Insel, die den ganzen Tisch einnahm. "Ich müsst sonst Holz vom Bauch abzwacken und…"
"Auf keinen Fall."
"Dacht ich mir."
„Was ist mit den Tunneln?“
Diese Frage richtete sich offensichtlich an Dooley und Joji, denn letzterer schüttelte nur den Kopf und deutete an, sich mit der Faust gegen die Schläfe zu schlagen, und dann davon ins Taumeln zu geraten.
Alle blinzelten, bis Dooley sich räusperte. „Granit. Kein Durchkommen ohne Schwarzpulver.“
Flint starrte auf die Karte und im kläglichen Schein der Kerze wechselte sein Gesicht zwischen Verbissenheit und Resignation und der Rest der Männer seufzte vor Enttäuschung.
Seit sie in dieser geschützten Bucht gelandet waren – vor den Augen der Welt und der Spanier durch den Sturm, seine Nebelbänke und ihre eigenen spanischen Farben verborgen – hatte Flint immer wieder zu den Hügeln hinauf geschaut, hinter denen sich die prachtvolle, pompöse Villa eines Plantagenbesitzers befand – hineingegraben in den Fuß des Berges und so verführerisch wie die Höhle Ali Babas und der vierzig Räuber.
Sie wussten, dass etwas darin war und sie wussten auch, dass sie es dringend an sich bringen sollten, um die Frustration der Crew ein wenig zu mildern. Die Männer waren nämlich dazu übergegangen, mit offenen Mündern die Schiffe am Horizont anzustarren, so als wären sie gezwungen, dabei zuzusehen, wie man fetttriefende, braungoldene Brathühner einen Wasserfall hinunter schwimmen ließ.
Silver hatte keine Augen für die Schiffe. Er bemerkte bereits am ersten Tag, wie Flint die Berge anstarrte, weil er immer alles sah, was der Captain tat. Also hatte er sich an die Reling geklammert, sich ins Krähennest hochgekämpft und das Kommen und Gehen im Haus beobachtet und jetzt endlich war seine Stunde gekommen.
Wieder einmal, auch wenn darüber niemand außer ihm Buch zu führen schien.
Er räusperte sich und klammerte sich ein bisschen fester an die Tischkante, obwohl er genau spürte, dass er gut und sicher stand.
„Mich würde interessieren, die Herren“, sagte er und warf jedem in der Runde einen genau berechneten Blick zu (Flint sah er im Dunkeln nicht. Seine Augen huschten über ihn hinweg.), „warum wir mit der Brechstange auf das Schmuckkästchen eindreschen sollen, wenn der Schlüssel doch direkt in der Schublade liegt.“
Schweigen. Nicht betreten diesmal, sondern völlig verdutzt und Silver sonnte sich ein paar Momente lang in ihrer offensichtlichen Ahnungslosigkeit.
„Quartiermeister… sei so gut und erleuchte uns.“
Die Stimme des Captains hatte den gleichen Effekt, als hätte sich eine Wolke oder gleich ein ganzer Mond vor die Sonne geschoben. Silver lief ein völlig unangebrachter Schauer über den Rücken und er war dankbar für das kaum wahrnehmbare Licht der Funzel auf dem Tisch.
Es gab überhaupt keinen Grund für Schauer, verkrampfte Finger, rasenden Herzschlag und das Gefühl, einen Seeigel im Nacken sitzen zu haben und dennoch traten diese Symptome seit ein paar Wochen ständig auf, wenn Silver Flint ansah, mit ihm sprach oder sich auch nur in einem Raum mit ihm befand. Er hatte sich bisher strikt geweigert, herauszufinden, warum es ihm so erging und er würde jetzt nicht damit anfangen.
Er riss sich zusammen und deutete auf die Karte.
"Seit wir hier sind plätschert ein nicht abreißender Strom an Wagen den Hügel hinauf - Milchkrüge, Gänse, Käselaiber groß wie Steuerräde, Brote gestapelt, als wollten sie ein zweites Haus draus bauen und Bier und Wein in mehr Fässern als die ganze spanische Flotte bräuchte."
Er starrte immer noch in völlig blanke Fratzen.
"Eine Festlichkeit?", erbarmte sich schließlich der Captain.
"Oder der Hausherr ist noch verfressener als dieser gesamte Kahn hier."
Das entlockte allen anderen ein Schmunzeln und Silvers Griff um die Tischkante entspannte sich ein wenig.
"Was schlägst du also vor?", fragte Billy Bones.
"Wir schleichen uns ein, sehen nach, ob irgendetwas dort unsere Aufmerksamkeit überhaupt verdient und wenn nicht, stopfen wir uns nur die Taschen voll und sind verschwunden, ohne einen offenen Kampf zu riskieren, den wir momentan sowieso nicht gewinnen würden."
Ein brillanter, einfacher, wundervoller Plan und wie immer wenn Silver solch einen ausgearbeitet hatte, wurde er vom stupiden Schweigen der gottverdammten Kleingeister unsanft aus seinem Rausch geholt.
Diesmal schwiegen sie allerdings nicht, sondern brüllten alle durcheinander.
"Saudämliche Idee…"
"…verdammter Selbstmord…"
"…einschleichen, wir sind Piraten…"
"…ungeheuerlich…"
Silver fletschte die Zähne und bemühte sich, seine Mine in ein resigniertes Grinsen zu verwandeln. Es zählte sowieso nur eine Meinung und als Silver endlich den Blick hob, um Flint über den Tisch hinweg anzusehen, schien er tief in Gedanken versunken, so als nähme er sie alle gar nicht wahr.
Das geschah in letzter Zeit immer häufiger und Silver machte sich Sorgen. Nicht um Flint, weiß Gott nicht, doch um ihrer aller Zukunft, wenn der Captain endlich aus seiner gläsernen, übermäßig guten Laune herausbrechen - ob gezerrt oder freiwillig - und sie alle mit ins Dunkel reißen würde, das nicht sonderlich gut versteckt in seinen Augen lauerte.
Momentan machte er jedoch noch keine Anstalten, das jüngste Gericht einzuläuten, sondern legte nur den Kopf schief und brachte mit einem Faustschlag auf den Tisch alle zum Schweigen.
"Ein reichlich wahnwitziges Unterfangen", sagte er und ließ Silver dabei nicht aus den Augen. "Wir könnten einen höchstens zwei Leute einschleusen."
"Völlig ausreichend, um uns einen Überblick zu verschaffen", erklärte Silver.
"Wir haben keine geeigneten Kleider."
"Wir stehlen welche, sobald die Gäste eintreffen."
"Was, wenn der Hausherr jeden Gast persönlich kennt?"
"Bei den Mengen an Wein sind mit Sicherheit zweihundert Leute geladen. Niemand hat zweihundert Freunde."
"Weißt gerade du ganz genau, hm", murmelte Dooley, doch bevor Silver irgendetwas darauf erwidern konnte, hatte Flint bereits einen mörderischen Blick in seine Richtung geworfen, vor dem Dooley in sich zusammensank.
Auch wieder etwas zum Merken für Silver. Ein durchweg spannender Abend im Halbdunkel. Flint schaute erneut auf die Karte, dann auf die zugezogenen Vorhänge und schließlich auf die Kerze, die verzweifelt um ihr Leben kämpfte.
"Wir tun es."
"Was? Aber Captain…"
"Ich habe mich entschieden, Billy Bones."
Niemand sagte etwas, obwohl Silver sehen konnte, wie es in allen Kiefern malmte. Gerade Billy sah aus als wolle er erst Flint zur Vernunft schütteln und dann Silver im Meer versenken, aber Flint schenkte ihnen keinerlei Beachtung und schaute stattdessen auf die Karte.
"Wer… wer soll denn mitgehen, Captain?"
Jetzt lächelte Flint und zum ersten Mal seit Wochen schien es Silver so, als meine er es tatsächlich ehrlich. Sein Griff um die Tischplatte versteifte sich unwillkürlich wieder.
"Ich habe da schon eine Idee…", sagte Flint und dann hob er die Hand und zeigte völlig unmissverständlich quer über den Tisch auf John Silver, Quartiermeister der Revenge, der zum ersten Mal in seinem Leben feststellen musste, dass er gerade etwas sehr sehr Dummes getan hatte.
Challenge: Crack – etwas Dummes getan - fürs Team
Fandom: Black Sails ... ich bräuchte ein tag! :D
Titel: Sonnen und Finsternis
Inhalt: Silver und Flint kommen auf die denkbar blödeste Idee, um eine Villa zu infiltrieren.
Anmerkung: Spoiler für die gesamte zweite Staffel!!! Wirklich!!! Ich habe auch nur diese gesehen, von Schiffen immer keine Ahnung und ich versuche noch, sie auf Deutsch einzufangen. Hmpfh!
Sonnen und Finsternis
"Bist du im Scheißhaus festgefroren, oder was? Los, rein mit dir!"
Billy Bones war noch nie für seine sonderlich angenehmen Umgangsformen bekannt gewesen, aber in letzter Zeit kam kein Wort aus seinem Mund, das nicht vor lauter Gift und Unbill triefte. Als er jetzt die Tür zur Kapitänskajute aufriss und Silver in den Raum zerrte, reihte sich das bildschön in die lange Reihe seiner schlechten Laune ein.
Vielleicht lag es daran, dass sie eine Woche lang von einem Sturm übers Meer gepeitscht worden waren, nur um sich dann in den streng bewachten und viel befahrenen Rinnen der Spanier wiederzufinden, wo ihnen eine fette Beute nach der anderen entkam, weil das Schiff auf dem letzten Loch pfiff und sie die zähen Reparaturen abwarten mussten.
Vielleicht knabberte Billy aber auch noch am absoluten Lichtverbot, das der Mannschaft in der zweiten Nacht trotz aller Zeterei verordnet worden war und bei Billy Bones dazu führte, dass er sich ständig den Schädel an diesem oder jenem vorstehenden Holz anschlug.
Oder aber seine Abneigung gegen Silver persönlich hatte nun endlich ihren Höhepunkt gefunden, jetzt wo Silver als klumpfüßiger Krüppel über das Deck stakste.
Völlig unerheblich, dachte Silver. Er würde sich die Schubserei und den Knuff in die Seite merken, ganz gleich aus welcher Animosität sie erwachsen waren.
(Silver hatte nämlich beschlossen, sich ab jetzt alles zu merken. Man konnte ja nie wissen.)
Er brauchte einen Moment, eh er sich an das Licht in der Kapitänskabine gewöhnt hatte und aus den unförmigen Schemen Captain Flint, DeGroot, Dooley und Joji erwuchsen.
"Guten Abend, Quartiermeister", sagte Flint als erster - und lächelte dabei, wie jedes Mal wenn er Silver mit seinem Titel ansprach.
Und wie jedes Mal stellten sich bei Silver die Nackenhaare auf, weil er keine Ahnung hatte, was so lustig war. Das war die einzige Sache, die er nicht aus Flint herauslesen konnte (hoffte Silver zumindest).
" 'n Abend, die Herren", murmelte Silver und streckte die Hände nach den Balken aus, um sich Schritt für Schritt dem Schreibtisch zu nähern, der komischen Lichtverhältnisse wegen und wegen nichts sonst.
"Jedenfalls, Captain, von unten kommen wir nich da rein, niemals nich, die Mauern sind höher als alle Leitern, die wir zimmern könnten", sagte De Groot und zeigte auf die Karte der Insel, die den ganzen Tisch einnahm. "Ich müsst sonst Holz vom Bauch abzwacken und…"
"Auf keinen Fall."
"Dacht ich mir."
„Was ist mit den Tunneln?“
Diese Frage richtete sich offensichtlich an Dooley und Joji, denn letzterer schüttelte nur den Kopf und deutete an, sich mit der Faust gegen die Schläfe zu schlagen, und dann davon ins Taumeln zu geraten.
Alle blinzelten, bis Dooley sich räusperte. „Granit. Kein Durchkommen ohne Schwarzpulver.“
Flint starrte auf die Karte und im kläglichen Schein der Kerze wechselte sein Gesicht zwischen Verbissenheit und Resignation und der Rest der Männer seufzte vor Enttäuschung.
Seit sie in dieser geschützten Bucht gelandet waren – vor den Augen der Welt und der Spanier durch den Sturm, seine Nebelbänke und ihre eigenen spanischen Farben verborgen – hatte Flint immer wieder zu den Hügeln hinauf geschaut, hinter denen sich die prachtvolle, pompöse Villa eines Plantagenbesitzers befand – hineingegraben in den Fuß des Berges und so verführerisch wie die Höhle Ali Babas und der vierzig Räuber.
Sie wussten, dass etwas darin war und sie wussten auch, dass sie es dringend an sich bringen sollten, um die Frustration der Crew ein wenig zu mildern. Die Männer waren nämlich dazu übergegangen, mit offenen Mündern die Schiffe am Horizont anzustarren, so als wären sie gezwungen, dabei zuzusehen, wie man fetttriefende, braungoldene Brathühner einen Wasserfall hinunter schwimmen ließ.
Silver hatte keine Augen für die Schiffe. Er bemerkte bereits am ersten Tag, wie Flint die Berge anstarrte, weil er immer alles sah, was der Captain tat. Also hatte er sich an die Reling geklammert, sich ins Krähennest hochgekämpft und das Kommen und Gehen im Haus beobachtet und jetzt endlich war seine Stunde gekommen.
Wieder einmal, auch wenn darüber niemand außer ihm Buch zu führen schien.
Er räusperte sich und klammerte sich ein bisschen fester an die Tischkante, obwohl er genau spürte, dass er gut und sicher stand.
„Mich würde interessieren, die Herren“, sagte er und warf jedem in der Runde einen genau berechneten Blick zu (Flint sah er im Dunkeln nicht. Seine Augen huschten über ihn hinweg.), „warum wir mit der Brechstange auf das Schmuckkästchen eindreschen sollen, wenn der Schlüssel doch direkt in der Schublade liegt.“
Schweigen. Nicht betreten diesmal, sondern völlig verdutzt und Silver sonnte sich ein paar Momente lang in ihrer offensichtlichen Ahnungslosigkeit.
„Quartiermeister… sei so gut und erleuchte uns.“
Die Stimme des Captains hatte den gleichen Effekt, als hätte sich eine Wolke oder gleich ein ganzer Mond vor die Sonne geschoben. Silver lief ein völlig unangebrachter Schauer über den Rücken und er war dankbar für das kaum wahrnehmbare Licht der Funzel auf dem Tisch.
Es gab überhaupt keinen Grund für Schauer, verkrampfte Finger, rasenden Herzschlag und das Gefühl, einen Seeigel im Nacken sitzen zu haben und dennoch traten diese Symptome seit ein paar Wochen ständig auf, wenn Silver Flint ansah, mit ihm sprach oder sich auch nur in einem Raum mit ihm befand. Er hatte sich bisher strikt geweigert, herauszufinden, warum es ihm so erging und er würde jetzt nicht damit anfangen.
Er riss sich zusammen und deutete auf die Karte.
"Seit wir hier sind plätschert ein nicht abreißender Strom an Wagen den Hügel hinauf - Milchkrüge, Gänse, Käselaiber groß wie Steuerräde, Brote gestapelt, als wollten sie ein zweites Haus draus bauen und Bier und Wein in mehr Fässern als die ganze spanische Flotte bräuchte."
Er starrte immer noch in völlig blanke Fratzen.
"Eine Festlichkeit?", erbarmte sich schließlich der Captain.
"Oder der Hausherr ist noch verfressener als dieser gesamte Kahn hier."
Das entlockte allen anderen ein Schmunzeln und Silvers Griff um die Tischkante entspannte sich ein wenig.
"Was schlägst du also vor?", fragte Billy Bones.
"Wir schleichen uns ein, sehen nach, ob irgendetwas dort unsere Aufmerksamkeit überhaupt verdient und wenn nicht, stopfen wir uns nur die Taschen voll und sind verschwunden, ohne einen offenen Kampf zu riskieren, den wir momentan sowieso nicht gewinnen würden."
Ein brillanter, einfacher, wundervoller Plan und wie immer wenn Silver solch einen ausgearbeitet hatte, wurde er vom stupiden Schweigen der gottverdammten Kleingeister unsanft aus seinem Rausch geholt.
Diesmal schwiegen sie allerdings nicht, sondern brüllten alle durcheinander.
"Saudämliche Idee…"
"…verdammter Selbstmord…"
"…einschleichen, wir sind Piraten…"
"…ungeheuerlich…"
Silver fletschte die Zähne und bemühte sich, seine Mine in ein resigniertes Grinsen zu verwandeln. Es zählte sowieso nur eine Meinung und als Silver endlich den Blick hob, um Flint über den Tisch hinweg anzusehen, schien er tief in Gedanken versunken, so als nähme er sie alle gar nicht wahr.
Das geschah in letzter Zeit immer häufiger und Silver machte sich Sorgen. Nicht um Flint, weiß Gott nicht, doch um ihrer aller Zukunft, wenn der Captain endlich aus seiner gläsernen, übermäßig guten Laune herausbrechen - ob gezerrt oder freiwillig - und sie alle mit ins Dunkel reißen würde, das nicht sonderlich gut versteckt in seinen Augen lauerte.
Momentan machte er jedoch noch keine Anstalten, das jüngste Gericht einzuläuten, sondern legte nur den Kopf schief und brachte mit einem Faustschlag auf den Tisch alle zum Schweigen.
"Ein reichlich wahnwitziges Unterfangen", sagte er und ließ Silver dabei nicht aus den Augen. "Wir könnten einen höchstens zwei Leute einschleusen."
"Völlig ausreichend, um uns einen Überblick zu verschaffen", erklärte Silver.
"Wir haben keine geeigneten Kleider."
"Wir stehlen welche, sobald die Gäste eintreffen."
"Was, wenn der Hausherr jeden Gast persönlich kennt?"
"Bei den Mengen an Wein sind mit Sicherheit zweihundert Leute geladen. Niemand hat zweihundert Freunde."
"Weißt gerade du ganz genau, hm", murmelte Dooley, doch bevor Silver irgendetwas darauf erwidern konnte, hatte Flint bereits einen mörderischen Blick in seine Richtung geworfen, vor dem Dooley in sich zusammensank.
Auch wieder etwas zum Merken für Silver. Ein durchweg spannender Abend im Halbdunkel. Flint schaute erneut auf die Karte, dann auf die zugezogenen Vorhänge und schließlich auf die Kerze, die verzweifelt um ihr Leben kämpfte.
"Wir tun es."
"Was? Aber Captain…"
"Ich habe mich entschieden, Billy Bones."
Niemand sagte etwas, obwohl Silver sehen konnte, wie es in allen Kiefern malmte. Gerade Billy sah aus als wolle er erst Flint zur Vernunft schütteln und dann Silver im Meer versenken, aber Flint schenkte ihnen keinerlei Beachtung und schaute stattdessen auf die Karte.
"Wer… wer soll denn mitgehen, Captain?"
Jetzt lächelte Flint und zum ersten Mal seit Wochen schien es Silver so, als meine er es tatsächlich ehrlich. Sein Griff um die Tischplatte versteifte sich unwillkürlich wieder.
"Ich habe da schon eine Idee…", sagte Flint und dann hob er die Hand und zeigte völlig unmissverständlich quer über den Tisch auf John Silver, Quartiermeister der Revenge, der zum ersten Mal in seinem Leben feststellen musste, dass er gerade etwas sehr sehr Dummes getan hatte.
no subject
Date: 2017-07-07 08:40 am (UTC)no subject
Date: 2017-07-07 05:27 pm (UTC)AAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Ich fühle mich ein bisschen wie, idk, Batman oder so, weil ich dir EINEN TAG LANG Black Sails zeige und die erste Fic, die du für die Sommerchallenge schreibst, ist direkt DAS.
Ich LIEBE diese Art von Beziehung zwischen Silver und Flint, in der Silver nicht weiß, wie er Flint einschätzen soll, und es ihn nervös macht, WEIL SO VIEL DARAN HÄNGT, FLINT EINSCHÄTZEN ZU KÖNNEN, WEIL
Es zählte sowieso nur eine Meinung
und DKJFNSKDF BILLY. Und irgendwie habe ich eine leise Ahnung, wohin das führen wird mit dieser Villa und Flints Plan und Silvers ungutem Gefühl bei der Sache :))))))))
Jedenfalls A+++ Silver POV, A+++ die Sprache auf Deutsch eingefangen, UND TJA JETZT HAST DU MICH ANGEFIXT JETZT MUSST DU LEIDER NOCH 340834 MEHR BLACK SAILS FICS SCHREIBEN :DDD