Sabotageakte
May. 7th, 2017 05:57 pmFandom: Original (Der Irrgarten)
Charaktere/Pairings: Alvah, Laurence, Ben, Bray
Wörter: ~2200
Prompt: "Sabotageakte" vom 14.06.2013
Warnungen: Kitsch und bittersüße Gefühle
Inhalt: Tapfer fuhr er fort: „Ben und Bray waren auch fünfzehn.“
Es war ein wichtiger Satz. Es fühlte sich an, als sei es der entscheidende Satz, und er musste gesagt werden, und zwar rasch, bevor ihn der Mut verließ. „Ich möchte dabei sein dieses Jahr. Sir“, fügte er rasch hinzu.
Timeline: Alvah ist 15, Ben & Bray (gerade noch) 19, Lizzie 13 und Anne 12
Vorwort: Nimmt unmittelbar Bezug auf diese Geschichte.
Nachdem er einen Toast mit Butter bestrichen, zwei Würfel Zucker in seinem Tee versenkt und eine halbe Stunde lang konzentriert den gebratenen Aal auf seinem Teller hin- und hergeschoben hatte, ließ Alvah das Messer sinken und räusperte sich.
„Ich bin fünfzehn“, stellte er fest.
Es war ein schwerwiegender Satz, vorgebracht mit der gesamten Ernsthaftigkeit zu der er fähig war.
Lizzie schnaubte wenig damenhaft und Alvah warf seiner Schwester einen finsteren Seitenblick zu.
Sein Vater setzte seine Teetasse mit einer behutsamen Bewegung ab und hob die Augenbrauen. Er tauschte über den Frühstückstisch hinweg einen Blick mit seiner Frau. „Es wird dich vielleicht überraschen, Alvah, aber ich bin mir dieser Tatsache bewusst.“
Er klang sanft und belustigt, und Alvah errötete unwillkürlich. „Ich weiß, Vater“, sagte er eifrig und stand auf. „Natürlich. Es ist nur…“ Er stoppte.
Er hatte dieses Gespräch seit zwei Wochen in seinem Kopf hin und her gewälzt. Es gab mehrere Varianten wie sein Vater reagieren würde und er hatte auf alles mehrere Antworten und verschiedene Argumentationslinien parat gelegt. Aber jetzt wo es soweit war, fühlte er sich seltsam zögerlich.
Sein Vater nickte ihm ermutigend zu, seine Aufmerksamkeit nun vollständig vom Frühstück abgewandt und auf seinen jüngsten Sohn gerichtet, der sich neben seinem Stuhl am Kopfende der Tafel aufgebaut hatte.
Alvah atmete tief durch und straffte die Schultern. „Es ist Herbst“, sagte er langsam. „Und die Jagdsaison beginnt. Ich dachte… dieses Jahr…“ Er stockte als er sah, wie das Gesicht seines Vaters sich unmerklich veränderte. Tapfer fuhr er fort: „Ben und Bray waren auch fünfzehn.“
Es war ein wichtiger Satz. Es fühlte sich an, als sei es der entscheidende Satz, und er musste gesagt werden, und zwar rasch, bevor ihn der Mut verließ. „Ich möchte dabei sein dieses Jahr. Sir“, fügte er rasch hinzu.
Einen Moment lang war es still. Seine Eltern tauschte einen erneuten Blick und eine wortlose Konversation fand zwischen ihnen statt an derer Alvah nicht teilnahm.
Als wäre es die Antwort auf eine unausgesprochene Bitte erhob die Vicomtesse sich in einer fließenden, eleganten Bewegung. „Anne. Lizzie“, sagte sie. „Wir werden uns zurückziehen.“
Anne stand folgsam auf und machte vor ihrem Vater einen Knicks, was ihr ein warmes Lächeln einbrachte.
Lizzie verzog die Lippen zu einem Schmollmund. „Aber ich war noch nicht fertig! Wieso muss ich…“
Der Vicomte, der wenige Dinge strenger ahndete als Respektlosigkeit gegenüber seiner Gemahlin, auch - oder vielleicht sogar besonders - von ihren eigenen Kindern, runzelte die Stirn und warf Lizzie einen Blick zu unter dem sie errötete.
„Augusta Elizabeth“, sagte ihre Mutter ruhig, aber nachdrücklich, und Lizzie senkte den Kopf. Ihre Hand war so fest um die Gabel geschlungen, dass ihre Knöchel weiß hervortraten.
„Wir können Lizzies Haare machen“, sagte Anne scheu, ihr Blick flackerte unruhig zwischen ihrer Mutter und ihrer Schwester hin und her. Ebenso wie Lizzie trug sie noch einen Morgenmantel und ihre honigblonden Haare ergossen sich offen und unfrisiert über ihren Rücken.
„Das ist eine schöne Idee, Liebes.“ Ihre Mutter nahm sie an der Hand und Anne schmiegte sich an ihre Taille. „Wir werden erst deine Haare machen und dann Lizzies.“
„Zuerst Lizzie“, flüsterte Anne, ihre großen, braunen Rehaugen weit aufgerissen. „Bitte, Mutter. Bitte.“
Die Vicomtesse seufzte, aber man hätte aus Stein sein müssen, um Annes Blick zu widerstehen und Alvahs Mutter war alles, aber nicht aus Stein. „Nun gut“, erlaubte sie. „Lizzie.“
Es war Lizzies letzte Chance das ganze ohne Drama zu beenden, und seine Schwester wusste es genauso gut wie Alvah.
Sie nickte langsam und erhob sich mit derselben fließenden Eleganz, die ihrer Mutter zu eigen war. „Die gleiche Frisur, wie Ihr sie neulich getragen habt, Madam“, sagte sie leise und fest. „Auf dem Ball.“
„Wir werden sehen.“
„Sie war wunderschön“, sagte Lizzie kaum hörbar, aber ihre Augen ruhten fest und hungrig auf dem Gesicht ihrer Mutter. Sie knickste sittsam vor ihrem Vater, der ihr zunickte.
Der Vicomte war aufgestanden sobald die Damen sich erhoben hatten. Alvah wandte verlegen den Blick ab, als sein Vater sich verneigte und die Hand seiner Gemahlin zu seinen Lippen führte.
„Werde ich Euch später sehen?“ fragte er leise.
„Ich werde Euch vor dem Mittagessen in der Bibliothek aufsuchen, Mylord.“
„Dann werde ich auf Euer Eintreffen warten, Mylady.“
Es war nichts weiter als höfliche Floskeln, aber ihre Stimmen waren gesenkt und ihre Gesichter nah beieinander und Alvah spürte wie sein Gesicht heiß wurden. Es fühlte sich beinah unerhört an, dabei sein zu dürfen.
Seine Mutter fuhr mit den Fingerspitzen über seine Wange, bevor sie ging, eine zärtliche, wortlose Geste, die sich anfühlte wie ein stiller Trost, obwohl noch nichts geschehen war, was einen solchen nötig gemacht hätte.
Sein Vater wartete bis die Damen außer Hörweite waren, bevor er sich Alvah zuwandte und sich wieder setzte, so dass sie sich auf Augenhöhe befanden. Sein Gesicht war ernst.
„Nein“, sagte er ruhig aber bestimmt, und Alvah spürte wie seine Kehle eng wurde.
„Aber wieso?“
Statt einer Antwort erwiderte sein Vater: „Mir war nicht bewusst, dass du deine erste Jagd so innig herbeisehnst.“ Es war eine Aussage um Zeit zu gewinnen, etwas was höchst ungewöhnlich war, denn sein Vater war in den meisten Fällen direkt und sachlich.
Der Gedanke ein unschuldiges Tier zu töten war Alvah ein Gräuel. Aber das tat nichts zur Sache. Das war nicht das, um was es ging. Es hatte etwas damit zu tun erwachsen zu sein und ernst genommen zu werden, zwei Dinge nach denen es ihn sehnlichst verlangte. „Ben und Bray durften auch das erste Mal teilnehmen, als sie genauso alt waren wie ich.“
„Bray durfte teilnehmen, weil Ben dabei war“, war die Antwort. „Alleine hätte ich es ihm nicht erlaubt.“
„Aber ich werde ja auch nicht alleine sein“, argumentierte Alvah eifrig. „Sie werden beide dabei sein. Und Ihr, Sir.“
Sein Vater sah Alvah einen Moment lang schweigend an, so aufmerksam, als versuchte er sich jeden einzelnen seiner Gesichtszüge einzuprägen. „Es tut mir leid. Ich gestatte es nicht“, sagte er leise.
„Aber Vater…“, widersprach Alvah erstickt. Seine Augen brannten.
Es war so ungerecht. Er verstand es nicht. Sein Vater war niemals ungerecht, niemals, niemals.
Wie konnte er in diesem Punkt nur so unnachgiebig sein?
„Bitte“, brachte er eindringlich hervor. Es war so wichtig, verstand sein Vater nicht wie wichtig es war? „Das kann nicht Eure endgültige Entscheidung sein.“
Welche Erwiderung sein Vater auch immer gehabt hätte, er wurde unterbrochen durch zwei allzu vertraute Stimmen, die aus der großen Halle vor dem Salon ertönten.
„Ich wünschte, du hättest ihn nicht gleich gefordert.“
„Ich konnte nicht anders. Er hatte dich beleidigt!“
„Es war wohl kaum der Rede wert.“
Brays theatralisches Luftschnappen war bis in den Salon hinein zu hören. „Niemand beleidigt Euch in meiner Anwesenheit, Mylord. Mein Herz könnte es nicht ertragen. Ich bin Euer getreuer Diener und bereit mich mit fünfzig Mann zu duellieren, um Eure Ehre zu retten!“
„Bray…“
„Sie würden doch auf mich aufpassen“, sagte Alvah rasch.
Es schien ihm ein wichtiger Aspekt zu sein, denn Vater schätzte es sehr, wenn seine Söhne aufeinander achteten, es war ein tief verwurzeltes Prinzip, ein Konglomerat aus allem woran die Hawthornes glaubten, Dinge wie Loyalität und Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft.
Noch vor weniger als zwei Jahren wäre ihm dieser Satz nicht über die Lippen gekommen. Auch kein anderer irgendwie gearteter Satz, der implizieren hätte können, dass Bray auf irgendeine Art und Weise Verantwortung für ihn übernehmen konnte oder durfte.
Ben ja. Ben immer.
Aber nicht Bray.
Aber Dinge änderten sich, vielleicht langsam und subtil, aber stetig und anhaltend und auf tausend kleine Arten, und Alvah konnte nicht umhin zu hoffen und zu warten. Und er konnte nicht umhin sein Herz einen winzigen Spalt zu öffnen, so gefährlich es auch war, so tief jede Enttäuschung ihn auch treffen würde.
Deswegen war es auch von solch immenser Bedeutung, dass er dabei sein durfte, dass er nicht immer zurückgelassen wurde, wenn seine Brüder etwas unternahmen.
„Bitte, Vater“, flüsterte er. „Wenn sie ‚ja‘ sagen – würdet Ihr Eure Entscheidung überdenken?“
Etwas zuckte über das Gesicht des Vicomtes, eine Emotion, zu flüchtig um sie festzuhalten. „Ihre Antwort wird vielleicht nicht die sein, die du dir erhoffst.“
„Sollten sie ablehnen, werde ich mich fügen“, versprach Alvah eifrig. Sein Herz hüpfte aufgeregt.
Er war beinah sicher, dass sie nicht ablehnen würden.
Ben war immer nachgiebig mit seinen jüngeren Geschwistern, viel zu sanft und ihnen zugetan um ihnen irgendetwas abzuschlagen, wenn es in seiner Macht lag es zu erfüllen. Und Bray… Bray hatte es versprochen.
Vielleicht nicht in so vielen Worten. Aber in tausend kleinen Momenten und Andeutungen.
Das Gesicht seines Vaters, sonst immer wie ein offenes Buch für ihn, war unlesbar. Er kam nicht zu einer Antwort, denn Alvahs Brüder stolperten in den Salon, ein anmutiges, ineinander verschlungenes Knäuel aus Armen und Beinen. Sie waren am Rangeln, Ben hatte seinen Zwilling im Schwitzkasten, aber Bray lachte atemlos und Bens Mundwinkel waren zu einem Lächeln verzogen. Sie waren lange aus gewesen letzte Nacht und erst im Morgengrauen zurückgekehrt. Alvahs ältester Bruder sah dennoch wie üblich tadellos und korrekt aus, Bray dagegen wirkte übernächtigt und seine dunklen Locken waren zerzaust.
„Ihr gewinnt, Mylord, ich ergebe mich Eurer überlegenen Kampftechnik!“ japst Bray.
Ben ließ los. Bray schlang die Arme um ihn und drückte einen beiläufigen Kuss auf seine Wange. „Mein Gebieter, mein Herrscher, mein Prinz“, murmelte er.
Feine Röte überzog Bens Gesicht, als er der Anwesenden gewahr wurde. Er räusperte sich hastig. „Guten Morgen, Vater.“ Er verneigte sich respektvoll.
„Vater“, nuschelte Bray schlaftrunken und gähnte.
„Du solltest etwas essen“, riet Ben fürsorglich.
„Gott bewahre“, seufzte Bray und verzog angewidert das Gesicht.
Er rieb sich über die Augen und blickte sich suchend um. Als sein Blick auf die Karaffe Kaffee fiel, der auf dem Tisch stand, seufzte er erleichtert und angelte nach einer Tasse.
Ben dagegen war stehen geblieben und hatte fragend die Augenbrauen gehoben.
Er hatte schon immer ein feines Gespür für die Stimmung seines Vaters besessen und die Atmosphäre im Raum war so angespannt, dass man sie mit einem Messer hätte schneiden könnten. „Vater?“ fragte er und sein Blick flackerte unentschlossen zwischen ihm und Alvah hin und her.
„Bitte“, sagte Alvah eindringlich. „Bitte, fragt sie wenigstens.“
Sein Vater sah ihn lange an, bevor er den Kopf hob.
Ben wartete wohlerzogen.
Bray hatte eine Tasse Kaffee in der Hand und schien erst jetzt zu bemerken, dass etwas in der Luft lag.
„Was ist los?“ fragte er.
Der Vicomte ließ einen nachdenklichen Blick auf seinen beiden älteren Söhnen ruhen, bevor er schließlich antwortete. „Nächste Woche beginnt die Jagdsaison.“
Ben nickte.
Bray blinzelte überrascht. „Ach ja. Da fällt mir ein, dass ich dringend neue Reitkleidung brauche. Die Sachen vom Vorjahr sind auf keinen Fall…“
Sein Vater hob die Hand und Bray stoppte mitten im Redefluss.
„Alvah möchte uns dieses Jahr auf die Jagd begleiten.“
Es war ein kurzer, ein schlichter Satz, und doch hatte er dieselbe Wirkung wie ein mitten im Salon abgefeuerter Schuss sie gehabt hätte.
Eine schlagartig einsetzende Stille legte sich über den Raum, so abrupt und unerwartet, dass Alvah überrascht zusammen zuckte. Verwirrt blickte er umher.
Keiner seiner Brüder sagte etwas.
Es war so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.
„Ihr wart auch fünfzehn“, warf Alvah in die Stille.
„Ich denke nicht, dass…“ Alvah sah wie Bens Kehlkopf hüpfte als er schluckte. Er warf seinem Vater einen hilflosen Blick zu. „Ist es angemessen, dass unsere Meinung Einfluss auf Eure Entscheidung hat, Vater?“ fragte er diplomatisch.
„Ich bin geneigt sie mir anzuhören.“
Ben öffnete den Mund und schloss ihn gleich wieder. Dann straffte er die Schultern und schüttelte unmerklich den Kopf.
Überrascht runzelte Alvah die Stirn.
Sein Blick flackerte zu seinem anderen Bruder und er schluckte seinen ganzen Stolz hinunter.
„Bray…“, sagte er bittend.
Bray würde ihm helfen.
Er wusste es.
Bray war immer dafür zu haben, etwas Neues auszuprobieren. Bray schreckte nie vor etwas zurück.
Früher… zugegeben, früher hätte er sicher alles getan um Alvah Steine in den Weg zu legen, aber jetzt nicht mehr. Jetzt war es anders zwischen ihnen. Anders auf eine Art, die Alvah nicht in Worte fassen konnte, es war ein namenloses, warmes Gefühl in seiner Brust, das sich ausbreitete wann immer er seinen Bruder ansah und Bray zurücklächelte.
Bray würde zustimmen.
Und wenn Bray zustimmte, würde Ben auch zustimmen. Es gab fast nichts in dem Ben ihm nicht nachgab, wenn sein Zwillingsbruder ihn nur lang genug darum bat.
Bray würde…
Bray setzte die Kaffeetasse so heftig auf dem Tisch ab, dass sie klirrte. „Nein“, sagte er heiser. „Niemals.“
Alvah erstarrte.
„Was?“ Der unerwartete Verrat war wie ein Schlag ins Gesicht, schmerzhafter und demütigender als jede Ohrfeige es gewesen wäre.
Bray schüttelte den Kopf. Er war bleich geworden, seine zusammengepressten Lippen bildeten eine grade, weiße Linie in seinem Gesicht. „Nein“, wiederholte er stur.
Fassungslos starrte Alvah ihn an.
„Wie kannst du mir das antun“, sagte er leise. Sofort biss er sich auf die Unterlippe und wünschte die unbedachten Worte wieder zurückziehen zu können, jede Art von Schwäche hinter einer Mauer aus Kälte verbergen zu können.
Er fühlte sich getäuscht, entblößt, ertappt und verraten.
Bray schüttelte ruckartig den Kopf. „Entschuldigt mich“, brachte er hervor. „Ich fühle mich nicht wohl.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und floh aus dem Salon.
Wortlos starrte Alvah ihm nach.
Ben atmete langsam aus und machte eine Geste in Richtung der Tür. „Vater, darf ich…?“
Der Vicomte nickte. „Du bist entschuldigt.“
„Danke, Sir.“
Ben zögerte und sein Blick landete auf seinem jüngsten Bruder. Sein Gesicht wurde ernst und weich. „Verzeih“, sagte er leise.
Charaktere/Pairings: Alvah, Laurence, Ben, Bray
Wörter: ~2200
Prompt: "Sabotageakte" vom 14.06.2013
Warnungen: Kitsch und bittersüße Gefühle
Inhalt: Tapfer fuhr er fort: „Ben und Bray waren auch fünfzehn.“
Es war ein wichtiger Satz. Es fühlte sich an, als sei es der entscheidende Satz, und er musste gesagt werden, und zwar rasch, bevor ihn der Mut verließ. „Ich möchte dabei sein dieses Jahr. Sir“, fügte er rasch hinzu.
Timeline: Alvah ist 15, Ben & Bray (gerade noch) 19, Lizzie 13 und Anne 12
Vorwort: Nimmt unmittelbar Bezug auf diese Geschichte.
Nachdem er einen Toast mit Butter bestrichen, zwei Würfel Zucker in seinem Tee versenkt und eine halbe Stunde lang konzentriert den gebratenen Aal auf seinem Teller hin- und hergeschoben hatte, ließ Alvah das Messer sinken und räusperte sich.
„Ich bin fünfzehn“, stellte er fest.
Es war ein schwerwiegender Satz, vorgebracht mit der gesamten Ernsthaftigkeit zu der er fähig war.
Lizzie schnaubte wenig damenhaft und Alvah warf seiner Schwester einen finsteren Seitenblick zu.
Sein Vater setzte seine Teetasse mit einer behutsamen Bewegung ab und hob die Augenbrauen. Er tauschte über den Frühstückstisch hinweg einen Blick mit seiner Frau. „Es wird dich vielleicht überraschen, Alvah, aber ich bin mir dieser Tatsache bewusst.“
Er klang sanft und belustigt, und Alvah errötete unwillkürlich. „Ich weiß, Vater“, sagte er eifrig und stand auf. „Natürlich. Es ist nur…“ Er stoppte.
Er hatte dieses Gespräch seit zwei Wochen in seinem Kopf hin und her gewälzt. Es gab mehrere Varianten wie sein Vater reagieren würde und er hatte auf alles mehrere Antworten und verschiedene Argumentationslinien parat gelegt. Aber jetzt wo es soweit war, fühlte er sich seltsam zögerlich.
Sein Vater nickte ihm ermutigend zu, seine Aufmerksamkeit nun vollständig vom Frühstück abgewandt und auf seinen jüngsten Sohn gerichtet, der sich neben seinem Stuhl am Kopfende der Tafel aufgebaut hatte.
Alvah atmete tief durch und straffte die Schultern. „Es ist Herbst“, sagte er langsam. „Und die Jagdsaison beginnt. Ich dachte… dieses Jahr…“ Er stockte als er sah, wie das Gesicht seines Vaters sich unmerklich veränderte. Tapfer fuhr er fort: „Ben und Bray waren auch fünfzehn.“
Es war ein wichtiger Satz. Es fühlte sich an, als sei es der entscheidende Satz, und er musste gesagt werden, und zwar rasch, bevor ihn der Mut verließ. „Ich möchte dabei sein dieses Jahr. Sir“, fügte er rasch hinzu.
Einen Moment lang war es still. Seine Eltern tauschte einen erneuten Blick und eine wortlose Konversation fand zwischen ihnen statt an derer Alvah nicht teilnahm.
Als wäre es die Antwort auf eine unausgesprochene Bitte erhob die Vicomtesse sich in einer fließenden, eleganten Bewegung. „Anne. Lizzie“, sagte sie. „Wir werden uns zurückziehen.“
Anne stand folgsam auf und machte vor ihrem Vater einen Knicks, was ihr ein warmes Lächeln einbrachte.
Lizzie verzog die Lippen zu einem Schmollmund. „Aber ich war noch nicht fertig! Wieso muss ich…“
Der Vicomte, der wenige Dinge strenger ahndete als Respektlosigkeit gegenüber seiner Gemahlin, auch - oder vielleicht sogar besonders - von ihren eigenen Kindern, runzelte die Stirn und warf Lizzie einen Blick zu unter dem sie errötete.
„Augusta Elizabeth“, sagte ihre Mutter ruhig, aber nachdrücklich, und Lizzie senkte den Kopf. Ihre Hand war so fest um die Gabel geschlungen, dass ihre Knöchel weiß hervortraten.
„Wir können Lizzies Haare machen“, sagte Anne scheu, ihr Blick flackerte unruhig zwischen ihrer Mutter und ihrer Schwester hin und her. Ebenso wie Lizzie trug sie noch einen Morgenmantel und ihre honigblonden Haare ergossen sich offen und unfrisiert über ihren Rücken.
„Das ist eine schöne Idee, Liebes.“ Ihre Mutter nahm sie an der Hand und Anne schmiegte sich an ihre Taille. „Wir werden erst deine Haare machen und dann Lizzies.“
„Zuerst Lizzie“, flüsterte Anne, ihre großen, braunen Rehaugen weit aufgerissen. „Bitte, Mutter. Bitte.“
Die Vicomtesse seufzte, aber man hätte aus Stein sein müssen, um Annes Blick zu widerstehen und Alvahs Mutter war alles, aber nicht aus Stein. „Nun gut“, erlaubte sie. „Lizzie.“
Es war Lizzies letzte Chance das ganze ohne Drama zu beenden, und seine Schwester wusste es genauso gut wie Alvah.
Sie nickte langsam und erhob sich mit derselben fließenden Eleganz, die ihrer Mutter zu eigen war. „Die gleiche Frisur, wie Ihr sie neulich getragen habt, Madam“, sagte sie leise und fest. „Auf dem Ball.“
„Wir werden sehen.“
„Sie war wunderschön“, sagte Lizzie kaum hörbar, aber ihre Augen ruhten fest und hungrig auf dem Gesicht ihrer Mutter. Sie knickste sittsam vor ihrem Vater, der ihr zunickte.
Der Vicomte war aufgestanden sobald die Damen sich erhoben hatten. Alvah wandte verlegen den Blick ab, als sein Vater sich verneigte und die Hand seiner Gemahlin zu seinen Lippen führte.
„Werde ich Euch später sehen?“ fragte er leise.
„Ich werde Euch vor dem Mittagessen in der Bibliothek aufsuchen, Mylord.“
„Dann werde ich auf Euer Eintreffen warten, Mylady.“
Es war nichts weiter als höfliche Floskeln, aber ihre Stimmen waren gesenkt und ihre Gesichter nah beieinander und Alvah spürte wie sein Gesicht heiß wurden. Es fühlte sich beinah unerhört an, dabei sein zu dürfen.
Seine Mutter fuhr mit den Fingerspitzen über seine Wange, bevor sie ging, eine zärtliche, wortlose Geste, die sich anfühlte wie ein stiller Trost, obwohl noch nichts geschehen war, was einen solchen nötig gemacht hätte.
Sein Vater wartete bis die Damen außer Hörweite waren, bevor er sich Alvah zuwandte und sich wieder setzte, so dass sie sich auf Augenhöhe befanden. Sein Gesicht war ernst.
„Nein“, sagte er ruhig aber bestimmt, und Alvah spürte wie seine Kehle eng wurde.
„Aber wieso?“
Statt einer Antwort erwiderte sein Vater: „Mir war nicht bewusst, dass du deine erste Jagd so innig herbeisehnst.“ Es war eine Aussage um Zeit zu gewinnen, etwas was höchst ungewöhnlich war, denn sein Vater war in den meisten Fällen direkt und sachlich.
Der Gedanke ein unschuldiges Tier zu töten war Alvah ein Gräuel. Aber das tat nichts zur Sache. Das war nicht das, um was es ging. Es hatte etwas damit zu tun erwachsen zu sein und ernst genommen zu werden, zwei Dinge nach denen es ihn sehnlichst verlangte. „Ben und Bray durften auch das erste Mal teilnehmen, als sie genauso alt waren wie ich.“
„Bray durfte teilnehmen, weil Ben dabei war“, war die Antwort. „Alleine hätte ich es ihm nicht erlaubt.“
„Aber ich werde ja auch nicht alleine sein“, argumentierte Alvah eifrig. „Sie werden beide dabei sein. Und Ihr, Sir.“
Sein Vater sah Alvah einen Moment lang schweigend an, so aufmerksam, als versuchte er sich jeden einzelnen seiner Gesichtszüge einzuprägen. „Es tut mir leid. Ich gestatte es nicht“, sagte er leise.
„Aber Vater…“, widersprach Alvah erstickt. Seine Augen brannten.
Es war so ungerecht. Er verstand es nicht. Sein Vater war niemals ungerecht, niemals, niemals.
Wie konnte er in diesem Punkt nur so unnachgiebig sein?
„Bitte“, brachte er eindringlich hervor. Es war so wichtig, verstand sein Vater nicht wie wichtig es war? „Das kann nicht Eure endgültige Entscheidung sein.“
Welche Erwiderung sein Vater auch immer gehabt hätte, er wurde unterbrochen durch zwei allzu vertraute Stimmen, die aus der großen Halle vor dem Salon ertönten.
„Ich wünschte, du hättest ihn nicht gleich gefordert.“
„Ich konnte nicht anders. Er hatte dich beleidigt!“
„Es war wohl kaum der Rede wert.“
Brays theatralisches Luftschnappen war bis in den Salon hinein zu hören. „Niemand beleidigt Euch in meiner Anwesenheit, Mylord. Mein Herz könnte es nicht ertragen. Ich bin Euer getreuer Diener und bereit mich mit fünfzig Mann zu duellieren, um Eure Ehre zu retten!“
„Bray…“
„Sie würden doch auf mich aufpassen“, sagte Alvah rasch.
Es schien ihm ein wichtiger Aspekt zu sein, denn Vater schätzte es sehr, wenn seine Söhne aufeinander achteten, es war ein tief verwurzeltes Prinzip, ein Konglomerat aus allem woran die Hawthornes glaubten, Dinge wie Loyalität und Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft.
Noch vor weniger als zwei Jahren wäre ihm dieser Satz nicht über die Lippen gekommen. Auch kein anderer irgendwie gearteter Satz, der implizieren hätte können, dass Bray auf irgendeine Art und Weise Verantwortung für ihn übernehmen konnte oder durfte.
Ben ja. Ben immer.
Aber nicht Bray.
Aber Dinge änderten sich, vielleicht langsam und subtil, aber stetig und anhaltend und auf tausend kleine Arten, und Alvah konnte nicht umhin zu hoffen und zu warten. Und er konnte nicht umhin sein Herz einen winzigen Spalt zu öffnen, so gefährlich es auch war, so tief jede Enttäuschung ihn auch treffen würde.
Deswegen war es auch von solch immenser Bedeutung, dass er dabei sein durfte, dass er nicht immer zurückgelassen wurde, wenn seine Brüder etwas unternahmen.
„Bitte, Vater“, flüsterte er. „Wenn sie ‚ja‘ sagen – würdet Ihr Eure Entscheidung überdenken?“
Etwas zuckte über das Gesicht des Vicomtes, eine Emotion, zu flüchtig um sie festzuhalten. „Ihre Antwort wird vielleicht nicht die sein, die du dir erhoffst.“
„Sollten sie ablehnen, werde ich mich fügen“, versprach Alvah eifrig. Sein Herz hüpfte aufgeregt.
Er war beinah sicher, dass sie nicht ablehnen würden.
Ben war immer nachgiebig mit seinen jüngeren Geschwistern, viel zu sanft und ihnen zugetan um ihnen irgendetwas abzuschlagen, wenn es in seiner Macht lag es zu erfüllen. Und Bray… Bray hatte es versprochen.
Vielleicht nicht in so vielen Worten. Aber in tausend kleinen Momenten und Andeutungen.
Das Gesicht seines Vaters, sonst immer wie ein offenes Buch für ihn, war unlesbar. Er kam nicht zu einer Antwort, denn Alvahs Brüder stolperten in den Salon, ein anmutiges, ineinander verschlungenes Knäuel aus Armen und Beinen. Sie waren am Rangeln, Ben hatte seinen Zwilling im Schwitzkasten, aber Bray lachte atemlos und Bens Mundwinkel waren zu einem Lächeln verzogen. Sie waren lange aus gewesen letzte Nacht und erst im Morgengrauen zurückgekehrt. Alvahs ältester Bruder sah dennoch wie üblich tadellos und korrekt aus, Bray dagegen wirkte übernächtigt und seine dunklen Locken waren zerzaust.
„Ihr gewinnt, Mylord, ich ergebe mich Eurer überlegenen Kampftechnik!“ japst Bray.
Ben ließ los. Bray schlang die Arme um ihn und drückte einen beiläufigen Kuss auf seine Wange. „Mein Gebieter, mein Herrscher, mein Prinz“, murmelte er.
Feine Röte überzog Bens Gesicht, als er der Anwesenden gewahr wurde. Er räusperte sich hastig. „Guten Morgen, Vater.“ Er verneigte sich respektvoll.
„Vater“, nuschelte Bray schlaftrunken und gähnte.
„Du solltest etwas essen“, riet Ben fürsorglich.
„Gott bewahre“, seufzte Bray und verzog angewidert das Gesicht.
Er rieb sich über die Augen und blickte sich suchend um. Als sein Blick auf die Karaffe Kaffee fiel, der auf dem Tisch stand, seufzte er erleichtert und angelte nach einer Tasse.
Ben dagegen war stehen geblieben und hatte fragend die Augenbrauen gehoben.
Er hatte schon immer ein feines Gespür für die Stimmung seines Vaters besessen und die Atmosphäre im Raum war so angespannt, dass man sie mit einem Messer hätte schneiden könnten. „Vater?“ fragte er und sein Blick flackerte unentschlossen zwischen ihm und Alvah hin und her.
„Bitte“, sagte Alvah eindringlich. „Bitte, fragt sie wenigstens.“
Sein Vater sah ihn lange an, bevor er den Kopf hob.
Ben wartete wohlerzogen.
Bray hatte eine Tasse Kaffee in der Hand und schien erst jetzt zu bemerken, dass etwas in der Luft lag.
„Was ist los?“ fragte er.
Der Vicomte ließ einen nachdenklichen Blick auf seinen beiden älteren Söhnen ruhen, bevor er schließlich antwortete. „Nächste Woche beginnt die Jagdsaison.“
Ben nickte.
Bray blinzelte überrascht. „Ach ja. Da fällt mir ein, dass ich dringend neue Reitkleidung brauche. Die Sachen vom Vorjahr sind auf keinen Fall…“
Sein Vater hob die Hand und Bray stoppte mitten im Redefluss.
„Alvah möchte uns dieses Jahr auf die Jagd begleiten.“
Es war ein kurzer, ein schlichter Satz, und doch hatte er dieselbe Wirkung wie ein mitten im Salon abgefeuerter Schuss sie gehabt hätte.
Eine schlagartig einsetzende Stille legte sich über den Raum, so abrupt und unerwartet, dass Alvah überrascht zusammen zuckte. Verwirrt blickte er umher.
Keiner seiner Brüder sagte etwas.
Es war so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.
„Ihr wart auch fünfzehn“, warf Alvah in die Stille.
„Ich denke nicht, dass…“ Alvah sah wie Bens Kehlkopf hüpfte als er schluckte. Er warf seinem Vater einen hilflosen Blick zu. „Ist es angemessen, dass unsere Meinung Einfluss auf Eure Entscheidung hat, Vater?“ fragte er diplomatisch.
„Ich bin geneigt sie mir anzuhören.“
Ben öffnete den Mund und schloss ihn gleich wieder. Dann straffte er die Schultern und schüttelte unmerklich den Kopf.
Überrascht runzelte Alvah die Stirn.
Sein Blick flackerte zu seinem anderen Bruder und er schluckte seinen ganzen Stolz hinunter.
„Bray…“, sagte er bittend.
Bray würde ihm helfen.
Er wusste es.
Bray war immer dafür zu haben, etwas Neues auszuprobieren. Bray schreckte nie vor etwas zurück.
Früher… zugegeben, früher hätte er sicher alles getan um Alvah Steine in den Weg zu legen, aber jetzt nicht mehr. Jetzt war es anders zwischen ihnen. Anders auf eine Art, die Alvah nicht in Worte fassen konnte, es war ein namenloses, warmes Gefühl in seiner Brust, das sich ausbreitete wann immer er seinen Bruder ansah und Bray zurücklächelte.
Bray würde zustimmen.
Und wenn Bray zustimmte, würde Ben auch zustimmen. Es gab fast nichts in dem Ben ihm nicht nachgab, wenn sein Zwillingsbruder ihn nur lang genug darum bat.
Bray würde…
Bray setzte die Kaffeetasse so heftig auf dem Tisch ab, dass sie klirrte. „Nein“, sagte er heiser. „Niemals.“
Alvah erstarrte.
„Was?“ Der unerwartete Verrat war wie ein Schlag ins Gesicht, schmerzhafter und demütigender als jede Ohrfeige es gewesen wäre.
Bray schüttelte den Kopf. Er war bleich geworden, seine zusammengepressten Lippen bildeten eine grade, weiße Linie in seinem Gesicht. „Nein“, wiederholte er stur.
Fassungslos starrte Alvah ihn an.
„Wie kannst du mir das antun“, sagte er leise. Sofort biss er sich auf die Unterlippe und wünschte die unbedachten Worte wieder zurückziehen zu können, jede Art von Schwäche hinter einer Mauer aus Kälte verbergen zu können.
Er fühlte sich getäuscht, entblößt, ertappt und verraten.
Bray schüttelte ruckartig den Kopf. „Entschuldigt mich“, brachte er hervor. „Ich fühle mich nicht wohl.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und floh aus dem Salon.
Wortlos starrte Alvah ihm nach.
Ben atmete langsam aus und machte eine Geste in Richtung der Tür. „Vater, darf ich…?“
Der Vicomte nickte. „Du bist entschuldigt.“
„Danke, Sir.“
Ben zögerte und sein Blick landete auf seinem jüngsten Bruder. Sein Gesicht wurde ernst und weich. „Verzeih“, sagte er leise.
no subject
Date: 2017-05-09 10:08 am (UTC)Lizzie schnaubte wenig damenhaft und Alvah warf seiner Schwester einen finsteren Seitenblick zu.
Gott, das ist so Lizzie XD! Das fängt genau die Beziehung ein, die ich mir bei den beiden vorstelle...
„Es wird dich vielleicht überraschen, Alvah, aber ich bin mir dieser Tatsache bewusst.“
ICH LIEBE IHN. IHN UND SEINE HAWTHORNEART <3
Es gab mehrere Varianten wie sein Vater reagieren würde und er hatte auf alles mehrere Antworten und verschiedene Argumentationslinien parat gelegt."
Gawt natürlich hat er das! Das ist genau das was Alvah machen würde! Ewig planen und sich alles ausmalen, was passieren könnte... aber mit diesem klaren Nein rechnet er natürlich nicht .____.
Einen Moment lang war es still. Seine Eltern tauschte einen erneuten Blick und eine wortlose Konversation fand zwischen ihnen statt an derer Alvah nicht teilnahm.
;_____; Das kann ich mir so gut vorstellen...
"Als wäre es die Antwort auf eine unausgesprochene Bitte erhob die Vicomtesse sich in einer fließenden, eleganten Bewegung. „Anne. Lizzie“, sagte sie. „Wir werden uns zurückziehen.“
Omg und du dachtest das Wort Vicomtesse würde weird wirken - das TUT ES MITNICHTEN!!!
"Anne stand folgsam auf und machte vor ihrem Vater einen Knicks, was ihr ein warmes Lächeln einbrachte."
AWWW, ach Anne... du Lamm... du unsichtbarer Mini!Mädchen!Laurence...
"Der Vicomte, der wenige Dinge strenger ahndete als Respektlosigkeit gegenüber seiner Gemahlin, auch - oder vielleicht sogar besonders -von ihren eigenen Kindern, runzelte die Stirn und warf Lizzie einen Blick zu unter dem sie errötete."
LAURENCE AHNDET DAS ABER SOWAS VON WENN JEMAND FRECH ZU AIMÉE IST! *stirbt mehr als ein wenig*
„Zuerst Lizzie“, flüsterte Anne, ihre großen, braunen Rehaugen weit aufgerissen. „Bitte, Mutter. Bitte.“
Oh Gott... Schande über uns, dass das Drama zwischen den Damen bisher so einen geringen Teil unserer Gespräche ausmacht, das muss geändert werden!!!
„Nein“, sagte er ruhig aber bestimmt, und Alvah spürte wie seine Kehle eng wurde.
Gott, das ist so er... so direkt... .____.
Sein Vater sah Alvah einen Moment lang schweigend an, so aufmerksam, als versuchte er sich jeden einzelnen seiner Gesichtszüge einzuprägen. „Es tut mir leid. Ich gestatte es nicht“, sagte er leise.
;______________;
„Ich wünschte, du hättest ihn nicht gleich gefordert.“
„Ich konnte nicht anders. Er hatte dich beleidigt!“
Oh Gott die Stelle war gerade so dramatisch und dann kommen die beiden und ich gebe so eine Mischung aus Lachen und Wimmern von mir... weil omg... Ben, Bray! Das ist so ein wunderbarer IC Auftritt.
Brays theatralisches Luftschnappen war bis in den Salon hinein zu hören. „Niemand beleidigt Euch in meiner Anwesenheit, Mylord. Mein Herz könnte es nicht ertragen. Ich bin Euer getreuer Diener und bereit mich mit fünfzig Mann zu duellieren, um Eure Ehre zu retten!“
*schmilzt* Gott... die beiden... geht das noch romantischer??
„Guten Morgen, Vater.“ Er verneigte sich respektvoll.
„Vater“, nuschelte Bray schlaftrunken und gähnte.
UAGGGGH... die beiden........ ihr Charakter in einem Satz...
Es war ein kurzer, ein schlichter Satz, und doch hatte er dieselbe Wirkung wie ein mitten im Salon abgefeuerter Schuss sie gehabt hätte.
Eine schlagartig einsetzende Stille legte sich über den Raum, so abrupt und unerwartet, dass Alvah überrascht zusammen zuckte. Verwirrt blickte er umher.
Gott, natürlich... Alvah weiß überhaupt nicht, was er da gerade anrichtet....
Er warf seinem Vater einen hilflosen Blick zu. „Ist es angemessen, dass unsere Meinung Einfluss auf Eure Entscheidung hat, Vater?“ fragte er diplomatisch.
Gott, Ben... *anschmacht*
Jetzt war es anders zwischen ihnen. Anders auf eine Art, die Alvah nicht in Worte fassen konnte, es war ein namenloses, warmes Gefühl in seiner Brust, das sich ausbreitete wann immer er seinen Bruder ansah und Bray zurücklächelte.
Omg sie haben sich ja inzwischen angenähert... Ach Alvah und Bray... <3 <3 <3
Und meine Meinung zum Ende kennst du! Du kennst den Deal! Ich freue mich so sehr, dass du den Irrgarten jetzt auch schreibst <3!!!
no subject
Date: 2017-05-09 02:52 pm (UTC)Da bin ich froh! Ich hätte es nicht gedacht, aber es ging auch beim Schreiben recht gut - rawr. Ich steh so sehr drauf, dass Laurence ein Vicomte ist. *__* <333
LAURENCE AHNDET DAS ABER SOWAS VON WENN JEMAND FRECH ZU AIMÉE IST! *stirbt mehr als ein wenig*
Ich shippe die beiden so SEHR, du hast ja keine Ahnung - okay, doch, du hast. XD GAWD im Himmel, alleine wenn sie nebeneinander stehen oder sich nur ansehen, habe ich immer das Gefühl, ich halte es kaum noch aus. *wälzt sich wimmernd auf dem Boden herum*
Oh Gott... Schande über uns, dass das Drama zwischen den Damen bisher so einen geringen Teil unserer Gespräche ausmacht, das muss geändert werden!!!
UNBEDINGT!!!! ;___; Sie brechen einem aber auch das Herz ....
*schmilzt* Gott... die beiden... geht das noch romantischer??
Hey, es ist nicht IC wenn sie nicht romantisch sind! XDD
Und meine Meinung zum Ende kennst du! Du kennst den Deal! Ich freue mich so sehr, dass du den Irrgarten jetzt auch schreibst <3!!!
Du erhältst die Fortsetzung so bald wie möglich und dann will ich auch Stoff! <3333
no subject
Date: 2017-06-24 11:26 am (UTC)Ich weiß zwar nicht ganz, was da abgeht mit der Jagd und warum das so ein großes unausgesprochenes Ding ist (mal abgesehen davon, dass ich erst Angst hatte, weil ich absolut und 100% gegen Jagden bin und jeden verurteile, der das aus Spaß macht, ohne Ausnahme; ich kann sowas einfach nich schauen/lesen, das tut mir zu weh xD ich verstehe natürlich, dass das ein Ding war zu der Zeit), aber irgendwas muss sehr traumatisch gewesen sein UND ICH KANN NICHT das ist alles zu gefühlvoll ;_____; btw, ich shippe Ben und Bray weil sie zu shipp-bar sind (ich sollte mich schämen lol).
Ich vermute ja jetz einfach mal, dass sie den armen Alvah einfach beschützen wollen vor was auch immer, was sie erlebt haben <3 Aaaah Geschwisterkisten sind das beste.
(und Papa und Mama sind so süß? Deren Beziehung interessiert mich jetzt auch brennend)
(ich habs dir ja gesagt, deine Storys reißen mich immer mit, Gefühle voran, und jetz hab ich den Salat, dass ich unbedingt weiterlesen *muss* xD)
no subject
Date: 2017-06-24 11:40 am (UTC)Ben und Bray sind super shippable und das ist total okay wenn du sie shippst. XD Wir shippen sie auch, sie sind einfach unerhört romantisch miteinander. (Arthur Benedict und Aubray Edward genauer gesagt .... Ben und Bray sind ja nur ihre Kinder-Spitznamen.)
Oh und Alvah heißt in wirklichkeit Aimé Laurence Vivian (nach seinen Eltern und seiner Großmutter väterlichseits). Ich such dir irgendwann mal unseren Stammbaum dazu raus ... ;)
Danke für den Kommentar! *flausch*
Und ich kann absolut Carolines neuste Geschichte empfehlen ! Der Turm! Davon gibt es aktuell auch nur 6 Kapitel und es ist relativ in sich abgeschlossen und es ist SO SO SO GUT!!
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Date: 2017-07-06 03:54 pm (UTC)Es hat eindeutig Lust auf mehr gemacht. *-*