Team: Slytherin
Challenge: Intimität – „Vertraust du mir jetzt?“ (für mich)
Fandom: Original
Inhalt: Bethany kann endlich wieder durchatmen.
Anmerkung: Teil 8 von 8
Anmerkung 2: Yay, geschafft!! Das ist irgendwie sehr viel länger geworden als gedacht, aber das konnte Rasia schon immer gut: Sich selbstständig machen! Es war auf jeden Fall sehr praktisch, ein paar Challenges abzuklappern ;)
Dann also noch viel Spaß bei dem kurzen (und für Rasias Verhältnisse sehr gefühlvollen) Epilog! *lol*
(Anmerkung 3: Und hier auch nochmal der Link zum „Prequel“, wo die Charaktere eingeführt wurden, falls es jemanden interessiert ;D)
(Teil 1) - (Teil 2) - (Teil 3) - (Teil 4) - (Teil 5) - (Teil 6) - (Teil 7)
Bevor ich überhaupt Gelegenheit hatte, mich richtig zu sammeln, hatte Bethany wieder meine Hand ergriffen und mich ins Haus gezogen.
Ich hätte sie selbstverständlich jederzeit daran hindern können, mich durch die Gegend zu schleifen, doch irgendwie fehlte mir gerade die Kampfeslust. Stattdessen ließ ich es ungefragt zu, dass sich mich an dem vollbepackten Saal, gefüllt mit alkoholisierten und unbekümmert schnatternden Partygästen, vorbeiführte in Richtung des Zimmer am anderen Ende des Hauses, den wir seit geraumer Zeit für unsere erfolglosen Trainingsstunden benutzten.
Kaum dass sie die Tür hinter uns geschlossen hatte, hielt sie auf den kleinen Schrank an der Westseite zu und holte eine Flasche mit bräunlicher Flüssigkeit hervor.
„Whiskey“, erklärte sie, bevor sie sich einen großen Schluck davon genehmigte und sofort daraufhin zu husten begann.
Ich schüttelte bloß seufzend den Kopf, entriss ihr die Flasche und nippte ebenfalls kurz daran. Es brannte unangenehm in der Kehle und schmeckte nicht allzu appetitlich, aber Menschen hatten Alkohol noch nie wirklich wegen des Geschmacks zu sich genommen.
„Ich kann immer noch nicht glauben, dass das gerade wirklich passiert ist“, sagte Bethany und ließ sich erschöpft auf die Couch hinter sich fallen. „Ein Engel … das Schicksal ...“ Sie gab ein unschönes Geräusch von sich. „Das wird mir doch niemand glauben.“
„Sieh es positiv“, sagte ich, als ich mich neben sie setzte. „Deine Tante Olivia wird wahrscheinlich umkippen, wenn sie sich dich wider Erwarten lebend sieht.“
Bethany lachte auf. „Du hast Recht.“
„Das habe ich immer“, stellte ich klar. „Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass du dir keine Sorgen zu machen brauchst. Und, hatte ich nicht Recht? Vertraust du mir jetzt?“
Bethany musterte mich eindringlich. „Du warst wirklich ungewöhnlich … mitfühlend.“
Ich schnaubte derart laut, dass es wahrscheinlich der inzwischen verstorbene Nachbar noch in der Hölle zu hören vermochte. „Oh bitte, ein Teufel ist vieles, aber sicher nicht mitfühlend.“
Ich sprach das Wort aus, als wäre es Gift.
Bethany schien sich davon jedoch nicht beeindrucken zu lassen. Sie grinste breit und meinte: „Gib es ruhig zu, du magst mich!“
Ich verdrehte meine Augen. „Da werde ich eher meinem Vater sagen, dass ich ihn liebe.“
Sie kicherte und nahm einen weiteren Schluck Whiskey. „Wunder geschehen immer wieder.“
Menschen waren wirklich seltsam.
Was brachte es, über Beziehungen und Emotionen zu reden? Das erschien mir als eine riesige Zeitverschwendung.
„Darf ich vielleicht gehen oder bestehst du darauf, dass ich die achtundvierzig Stunden voll mache?“, hakte ich grummelnd nach.
Bethany lehnte sich näher zu mir und schien sich diese Frage durch den Kopf gehen zu lassen. „Ich wäre eigentlich relativ dämlich, mir die Gesellschaft eines Teufels zu wünschen, nicht wahr?“, gab sie zu. „Aber … du hast irgendwas an dir, Rasia.“
Ich war mir nicht sicher, ob das etwas Gutes war oder nicht, dennoch antwortete ich: „Danke für die Blumen.“
„Und außerdem kann ich dich nicht einfach gehen lassen“, erklärte sie. „Wir müssen den hässlichen Kronleuchter noch zerstören.“
Ich schmunzelte. „Ist dir eigentlich klar, dass eine ganze Menge Leute jetzt richtig wütend auf dich sein wird? Die Zerstörung im Hinterhof, die beleidigenden Anrufe – das wird so einige mächtig aufregen!“
Sie hielt daraufhin kurz in ihren Bewegungen inne und es war mehr als deutlich, dass ihr das nun zum ersten Mal bewusst wurde. Sie hatte so vielen Menschen übel vor den Kopf gestoßen, das würde der Großteil vermutlich nicht einfach auf sich beruhen lassen. Allein die Reaktion ihrer Mutter, sobald sie das Chaos im Hof entdecken würde, wäre wahrscheinlich Grund genug, darüber nachzugrübeln, schnell von zu Hause wegzulaufen und nie wieder aufzutauchen.
Doch schließlich lächelte Bethany zufrieden und sagte: „Das war es alles wert.“
Ich schnalzte meine Zunge und ignorierte das seltsam kribbelnde Gefühl in meinen Inneren, das ich nicht einzuordnen wusste. „Du bist wirklich eine sehr sonderbare Pestbeule, Bethany.“
Sie sah mich daraufhin einen Augenblick mit regloser Miene an, ehe sich ihre Lippen zu einem breiten Grinsen verzogen. „Du hast meinen richtigen Namen benutzt“, stellte sie begeistert fest. „Und 'Pestbeule' ist in eurer verdrehten Teufelssprache wahrscheinlich schon ein halbes Liebesgeständnis, nicht wahr?“
Ich weigerte mich, darauf zu antworten, da sie – unglücklicherweise – durchaus Recht damit hatte.
Offensichtlich hatte dieser idiotischer Whiskey auch einen Effekt auf Teufel.
Das war mehr als unpraktisch.
„Du. Magst. Mich!“, sang sie, jedes Wort einzeln betonend, bevor sie laut zu lachen begann. „Ich weiß, dass du lieber deinen Kopf in einen Backofen stecken würdest, als das zuzugeben, aber es ist eine unumstößliche Tatsache. Und du magst eine große Klappe haben und gerne behaupten, du könntest niemanden leiden außer dir selbst, aber du fühlst weit mehr, als du bereit bist, dir und allen anderen gegenüber einzugestehen.“
Ich funkelte sie böse an. „Das ist bloß ein Gerücht, Liebling.“
Sie schmunzelte amüsiert. „Was immer zu sagst, Schätzchen.“
Und dann zwinkerte sie mir zu und ich wunderte mich, ob da die Erleichterung, noch am leben zu sein, oder der Alkohol aus ihr sprach.
Ich knirschte mit den Zähnen. „Ich bin wirklich froh, wenn ich dich nach Ablauf der achtundvierzig Stunden nie wieder zu Gesicht bekommen muss.“
Bethanys Grinsen geriet nicht mal ansatzweise ins Wanken. „Mach dir ruhig etwas vor“, sagte sie. „Aber wir beide wissen, dass unsere Wege miteinander verwoben sind. Wir werden uns noch oft wiedersehen.“
Ich erwiderte daraufhin nichts.
Auch wenn ich tief in meinem Inneren wusste, dass sie damit absolut Recht hatte.
Und leider war mir der Gedanke bei weitem nicht so unangenehm, wie ich es angenommen hätte.
Verdammt!
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Challenge: Intimität – „Vertraust du mir jetzt?“ (für mich)
Fandom: Original
Inhalt: Bethany kann endlich wieder durchatmen.
Anmerkung: Teil 8 von 8
Anmerkung 2: Yay, geschafft!! Das ist irgendwie sehr viel länger geworden als gedacht, aber das konnte Rasia schon immer gut: Sich selbstständig machen! Es war auf jeden Fall sehr praktisch, ein paar Challenges abzuklappern ;)
Dann also noch viel Spaß bei dem kurzen (und für Rasias Verhältnisse sehr gefühlvollen) Epilog! *lol*
(Anmerkung 3: Und hier auch nochmal der Link zum „Prequel“, wo die Charaktere eingeführt wurden, falls es jemanden interessiert ;D)
(Teil 1) - (Teil 2) - (Teil 3) - (Teil 4) - (Teil 5) - (Teil 6) - (Teil 7)
Bevor ich überhaupt Gelegenheit hatte, mich richtig zu sammeln, hatte Bethany wieder meine Hand ergriffen und mich ins Haus gezogen.
Ich hätte sie selbstverständlich jederzeit daran hindern können, mich durch die Gegend zu schleifen, doch irgendwie fehlte mir gerade die Kampfeslust. Stattdessen ließ ich es ungefragt zu, dass sich mich an dem vollbepackten Saal, gefüllt mit alkoholisierten und unbekümmert schnatternden Partygästen, vorbeiführte in Richtung des Zimmer am anderen Ende des Hauses, den wir seit geraumer Zeit für unsere erfolglosen Trainingsstunden benutzten.
Kaum dass sie die Tür hinter uns geschlossen hatte, hielt sie auf den kleinen Schrank an der Westseite zu und holte eine Flasche mit bräunlicher Flüssigkeit hervor.
„Whiskey“, erklärte sie, bevor sie sich einen großen Schluck davon genehmigte und sofort daraufhin zu husten begann.
Ich schüttelte bloß seufzend den Kopf, entriss ihr die Flasche und nippte ebenfalls kurz daran. Es brannte unangenehm in der Kehle und schmeckte nicht allzu appetitlich, aber Menschen hatten Alkohol noch nie wirklich wegen des Geschmacks zu sich genommen.
„Ich kann immer noch nicht glauben, dass das gerade wirklich passiert ist“, sagte Bethany und ließ sich erschöpft auf die Couch hinter sich fallen. „Ein Engel … das Schicksal ...“ Sie gab ein unschönes Geräusch von sich. „Das wird mir doch niemand glauben.“
„Sieh es positiv“, sagte ich, als ich mich neben sie setzte. „Deine Tante Olivia wird wahrscheinlich umkippen, wenn sie sich dich wider Erwarten lebend sieht.“
Bethany lachte auf. „Du hast Recht.“
„Das habe ich immer“, stellte ich klar. „Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass du dir keine Sorgen zu machen brauchst. Und, hatte ich nicht Recht? Vertraust du mir jetzt?“
Bethany musterte mich eindringlich. „Du warst wirklich ungewöhnlich … mitfühlend.“
Ich schnaubte derart laut, dass es wahrscheinlich der inzwischen verstorbene Nachbar noch in der Hölle zu hören vermochte. „Oh bitte, ein Teufel ist vieles, aber sicher nicht mitfühlend.“
Ich sprach das Wort aus, als wäre es Gift.
Bethany schien sich davon jedoch nicht beeindrucken zu lassen. Sie grinste breit und meinte: „Gib es ruhig zu, du magst mich!“
Ich verdrehte meine Augen. „Da werde ich eher meinem Vater sagen, dass ich ihn liebe.“
Sie kicherte und nahm einen weiteren Schluck Whiskey. „Wunder geschehen immer wieder.“
Menschen waren wirklich seltsam.
Was brachte es, über Beziehungen und Emotionen zu reden? Das erschien mir als eine riesige Zeitverschwendung.
„Darf ich vielleicht gehen oder bestehst du darauf, dass ich die achtundvierzig Stunden voll mache?“, hakte ich grummelnd nach.
Bethany lehnte sich näher zu mir und schien sich diese Frage durch den Kopf gehen zu lassen. „Ich wäre eigentlich relativ dämlich, mir die Gesellschaft eines Teufels zu wünschen, nicht wahr?“, gab sie zu. „Aber … du hast irgendwas an dir, Rasia.“
Ich war mir nicht sicher, ob das etwas Gutes war oder nicht, dennoch antwortete ich: „Danke für die Blumen.“
„Und außerdem kann ich dich nicht einfach gehen lassen“, erklärte sie. „Wir müssen den hässlichen Kronleuchter noch zerstören.“
Ich schmunzelte. „Ist dir eigentlich klar, dass eine ganze Menge Leute jetzt richtig wütend auf dich sein wird? Die Zerstörung im Hinterhof, die beleidigenden Anrufe – das wird so einige mächtig aufregen!“
Sie hielt daraufhin kurz in ihren Bewegungen inne und es war mehr als deutlich, dass ihr das nun zum ersten Mal bewusst wurde. Sie hatte so vielen Menschen übel vor den Kopf gestoßen, das würde der Großteil vermutlich nicht einfach auf sich beruhen lassen. Allein die Reaktion ihrer Mutter, sobald sie das Chaos im Hof entdecken würde, wäre wahrscheinlich Grund genug, darüber nachzugrübeln, schnell von zu Hause wegzulaufen und nie wieder aufzutauchen.
Doch schließlich lächelte Bethany zufrieden und sagte: „Das war es alles wert.“
Ich schnalzte meine Zunge und ignorierte das seltsam kribbelnde Gefühl in meinen Inneren, das ich nicht einzuordnen wusste. „Du bist wirklich eine sehr sonderbare Pestbeule, Bethany.“
Sie sah mich daraufhin einen Augenblick mit regloser Miene an, ehe sich ihre Lippen zu einem breiten Grinsen verzogen. „Du hast meinen richtigen Namen benutzt“, stellte sie begeistert fest. „Und 'Pestbeule' ist in eurer verdrehten Teufelssprache wahrscheinlich schon ein halbes Liebesgeständnis, nicht wahr?“
Ich weigerte mich, darauf zu antworten, da sie – unglücklicherweise – durchaus Recht damit hatte.
Offensichtlich hatte dieser idiotischer Whiskey auch einen Effekt auf Teufel.
Das war mehr als unpraktisch.
„Du. Magst. Mich!“, sang sie, jedes Wort einzeln betonend, bevor sie laut zu lachen begann. „Ich weiß, dass du lieber deinen Kopf in einen Backofen stecken würdest, als das zuzugeben, aber es ist eine unumstößliche Tatsache. Und du magst eine große Klappe haben und gerne behaupten, du könntest niemanden leiden außer dir selbst, aber du fühlst weit mehr, als du bereit bist, dir und allen anderen gegenüber einzugestehen.“
Ich funkelte sie böse an. „Das ist bloß ein Gerücht, Liebling.“
Sie schmunzelte amüsiert. „Was immer zu sagst, Schätzchen.“
Und dann zwinkerte sie mir zu und ich wunderte mich, ob da die Erleichterung, noch am leben zu sein, oder der Alkohol aus ihr sprach.
Ich knirschte mit den Zähnen. „Ich bin wirklich froh, wenn ich dich nach Ablauf der achtundvierzig Stunden nie wieder zu Gesicht bekommen muss.“
Bethanys Grinsen geriet nicht mal ansatzweise ins Wanken. „Mach dir ruhig etwas vor“, sagte sie. „Aber wir beide wissen, dass unsere Wege miteinander verwoben sind. Wir werden uns noch oft wiedersehen.“
Ich erwiderte daraufhin nichts.
Auch wenn ich tief in meinem Inneren wusste, dass sie damit absolut Recht hatte.
Und leider war mir der Gedanke bei weitem nicht so unangenehm, wie ich es angenommen hätte.
Verdammt!
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