[identity profile] rei17.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Ravenclaw
Fandom: The Avengers
Charaktere/Pairings: Natasha Romanoff, Tony Stark
Wörter: ~1100
Prompt: Romantik/Intimität + Aufeinander Rücksicht nehmen
Warnungen: AU, keiner hat Superkräfte-AU, aber alle wohnen in einem Apartmentkomplex - weil ich das gerne so haben wollte. XD Tiny pre-serum!Steve (der nicht einmal auftaucht in diesem Teil, aber viel erwähnt wird), Natasha hat PTSD, Tony hat Substanzprobleme und ist Tony
Inhalt: Weil ich fand, dass Natasha und Tony sich auch noch mal richtig kennen lernen sollten (also wenn Tony mal nicht bewusstlos ist).
Vorwort: Direkte Fortsetzung von hier.



Ihre Kaffeemaschine explodiert an dem Tag an dem sie Tony Stark kennenlernt.
Vielleicht und vielleicht nicht gibt es da einen Zusammenhang.

Die Kaffeemaschine explodiert nicht wirklich. Sie zischt und spuckt und stößt eine Wolke an heißer Luft aus, bevor braune Brühe anfängt haltlos aus ihr herauszusprudeln. Aus Öffnungen aus denen nichts herauskommen soll.
Betriebseinstellung zurücksetzen‘ blinkt ihr das Display in roter Schrift entgegen, was leider kein bisschen hilfreich ist.

Als es eine Viertelstunde später an er Tür klingelt, hat Natasha eine Verbrennung an der Hand, ein hochrotes Gesicht und Kaffeepulver in den Haaren.
Es ist Tony.

„Nein“, sagt sie, bevor er etwas sagen kann.

„Hiiiii~...“ Hastig nimmt er die Sonnenbrille ab und spielt damit. „Hi. Hallo. Hi“, sagt er . Und dann: „Sorry? Störe ich grade?“

Natasha stöhnt und presst sich eine Hand auf die Augen. Sie hat jetzt wirklich keinen Nerv für sowas. Was auch immer das ist. „Ja!“ Sie macht Anstalten ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen.

„Stopp!“ Tony wedelt mit den Händen. „Bitte!“

„Es ist jetzt wirklich kein guter…“

„Ich hab es Steve versprochen.“

Das lässt Natasha pausieren. „Was?“

„Dass ich herkomme und… rede. Und mich entschuldige. Und… okay, wissen sie was, damit wollte ich gar nicht anfangen.“ Er streckt ihr eine Hand entgegen. „Stark. Tony Stark. Wie James Bond. Sie wissen schon, geschüttelt nicht gerührt. Der Martini, nicht der Mann, wobei man sich ja schon ein wenig fragt, was man da schütteln... ich meine, ich wohne nebenan.“

„Ich weiß.“

Er ist unrasiert und unter der Sonnenbrille hat er unerwartet große, dunkle Rehaugen mit langen schwarzen Wimpern und tiefen Augenringen.

„Wir kennen uns bereits. Richtig. Guter Punkt! Nur, dass ich mich nicht daran erinnern kann. Und deswegen bin ich hier. Nicht wegen meiner Erinnerung. Glauben Sie mir, die ist futsch. Wenn sie einmal weg ist, ist sie weg. Weg ist weg. Da kann man nichts machen.“

Amüsiert verschränkt Natasha die Arme.

„Sie sind hot“, stellt Tony fest. „Steve hat nicht erwähnt, dass sie hot sind. Das ist auch nicht das Thema, weil ich wäre auch hier wenn sie nicht hot wären. Da ich davon nichts wusste. Was auch keine Rolle spielt, weil ich ja nicht hier bin um sie anzubaggern. Wobei das nicht an Ihnen liegt. Absolut nicht. Ich würde jederzeit mit ihnen schlafen, sie müssten nur mit den Fingern schnippen. Auch wenn ich rein gar nichts über sie weiß und sie könnten eine Psychopathin sein. Aber das würde mich nicht davon abhalten. Sind sie eine Psychopathin? Erzählen sie mir was über sich, dann kann ich das beurteilen. Irgendwas. Wirklich. Ich bin ein guter Menschenkenner.“

Natasha lächelt. „Mein Hobby ist jede Art von Kampfsport, die beinhaltet, dass ich Menschen zu Boden ringen und ihnen in die Eier treten kann.“

„Okay. Wow.“ Tony weicht einen Schritt zurück. „Das ist... das ist eine relevante Informationen, vielen Dank. Sehen Sie, jetzt weiß ich, dass sie kein Psychopath sind, sonst hätten sie mir das vielleicht gar nicht verraten. Also ich hätte es nicht getan. Wenn ich ein Psychopath wäre. Was ich nicht bin, trotz psychiatrischer Gutachten, die das Gegenteil belegen. Genauer gesagt behaupten die auch eher, dass ich ein manischer Narzisst mit selbstzerstörerischen Tendenzen sei. Aber sie... genau... sie wundern sich wieso ich hier bin.“ Er spielt verlegen mit seiner Sonnenbrille. „Ich bin hier, weil Steve mich über die Tatsache in Kenntnis gesetzt hat, dass... also, dass ich... er ließ mich wissen, dass ich möglicherweise ein Arsch war.“

„Ach was.“

„Sie können jederzeit wiedersprechen, falls ich irgendwas Falsches sage. Ich bin da ganz offen. Unterbrechen sie mich ruhig. Jederzeit.“

Natasha macht eine Handbewegung. „Oh nein, machen sie ruhig weiter.“

„Okay...“ Er wedelt unsicher mit den Händen. „Ich bin ein Arsch. Sich betrunken vor die Tür seiner Nachbarn zu legen ist kein angemessenes Verhalten... auch wenn man sich nicht daran erinnert. Man sollte dennoch… mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Steve war sehr ungehalten mit mir.“

Natasha blinzelt überrascht, weil das etwas ist, was sie sich kaum vorstellen kann. „Steve war sauer?“

„Was? Nein. Nein, nein, nein. Steve ist fast nie sauer. Er ist mehr... enttäuscht, wissen sie? Das ist viel schlimmer. Er hat diese Augen. Haben Sie seine Augen mal gesehen? Natürlich haben Sie seine Augen gesehen. Er hat großartige Augen, ganz blau, nichts daran auszusetzen. Aber er... er kann damit gucken... lachen sie nicht, es ist wahr! Er benutzt sie als Geheimwaffe und das ist absolut nicht in Ordnung.“ Er räuspert sich und blickt überall hin nur nicht in ihr Gesicht. „Die Zusammenfassung ist: Es tut mir leid.“

Einen Augenblick betrachtet Natasha ihn. „Sagen sie Steve, es ist alles okay.“

„Wirklich?“ Hoffnungsvoll landen seine Augen auf ihrem Gesicht. Er hat entsetzlich große braune Augen.

Sie nickt. „Ich schleppe sie aber nicht nochmal durch den Flur, Stark.“

„Okay. Alles klar. Das kann wirklich keiner von ihnen erwarten. Das wäre wirklich zu viel verlangt. Und Tony. Nennen sie mich Tony, sie haben mich betrunken erlebt, das verdient Vornamen.“

„Natasha.“

Tony macht Anstalten sich umzudrehen und macht dann eine komplette Drehung noch einmal zurück zu ihr. „Natasha“, sagt er und es klingt als wollte er nur mal ausprobieren, wie sich ihr Name in seinem Mund anfühlt. „Natasha. Natasha. Jetzt wo wir praktisch Freunde sind, darf ich sicher fragen… ist deine Kaffeemaschine explodiert?“

Natasha seufzt tief und innig und presst eine Hand über ihre Augen. „Was hat mich verraten?“

„Oh, die Verbrennungsspuren an den Händen, der intensive Geruch nach verbranntem Kaffee, die schwarzen pulvrigen Rückstände auf deinem T-Shirt, das…“

„Das war eine rhetorische Frage.“

„Oh. Klar. Hör zu, ich könnte sie mir mal ansehen, wenn du…“ Er macht einen Schritt auf sie zu und bleibt dann abrupt stehen. Einen halben Meter vor ihrer Türschwelle, als ob das eine magische Grenze sei, die er nicht übertreten kann.
Nicht übertreten darf, wird ihr klar. Vermutlich hat Steve ihm gesagt, dass er nicht aufdringlich sein soll. Was Tony sicher schwer fällt, denn er wirkt als sei ‚aufdringlich‘ seine Betriebseinstellung und sie vermutet, die kann man nicht zurücksetzen.
Natasha rechnet es ihm an, dass er es versucht.

„Du kannst sie mir auch mitgeben“, ergänzt er rasch. „Ich stell sie dir einfach vor die Tür, wenn ich fertig bin. Das wäre wirklich kein Problem. Ich mag Technik. Technik mag mich. Das… das ist heutzutage nicht mehr allzu häufig.“
Letzteres klingt überraschend kleinlaut.
Vielleicht gibt das den Ausschlag.

„Okay“, sagt sie.

„Okay? Okay!“ Er strahlt sie an. „Gute Entscheidung. Du wirst es nicht bereuen! Wenn ich mit deiner Kaffeemaschine fertig bin, wird sie nicht mehr nur Kaffee kochen können!“

Natasha wirft ihm einen Blick zu.

„Aa~aber sie wird Kaffee kochen können! Weil das das Wesentliche ist, was eine Kaffeemaschine tun sollte. Guter Einwand!“

Und so hat Natasha auf einmal auch noch Tony an der Backe.
Dafür dass sie keinen einzigen ihrer Nachbarn auch nur grüßen wollte, ist das verdammt schnell passiert.

Date: 2016-10-01 03:24 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Was Tony sicher schwer fällt, denn er wirkt als sei ‚aufdringlich‘ seine Betriebseinstellung und sie vermutet, die kann man nicht zurücksetzen.
Stellvertretend für alles, was ich daran liebe. <3 Tony ist so Tony und Steve (abwesend) so Steve und Natasha ist ... großartig.

„Okay? Okay!“ Er strahlt sie an. „Gute Entscheidung. Du wirst es nicht bereuen! Wenn ich mit deiner Kaffeemaschine fertig bin, wird sie nicht mehr nur Kaffee kochen können!“
Natasha wirft ihm einen Blick zu.
„Aa~aber sie wird Kaffee kochen können! Weil das das Wesentliche ist, was eine Kaffeemaschine tun sollte. Guter Einwand!“

... O.K., einer mußte noch. Ich konnte nicht anders ;)

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