Team: Gryffindor
Challenge: Crack/Humor: „Ja, genau so! Nur ganz anders...“
Fandom: Tumbling (Office AU)
Wörter: 1500
Anmerkung: Die liebste
rei17 hat sich das vor..öh...zwei Monaten oder so gewünscht. Kurz vor Schluss kriege ich es dann doch mal gebacken. Und hach, ich liebe diese AU so sehr.
Wenn es etwas gibt, was Wataru über sein Landsleute nicht gewusst hat, dann, dass ein Großteil davon nicht weiß, wie man sich gut anzieht.
Diese Erkenntnis verdankt er seinem Chef.
Okay. Aber von vorne.
Kashiwagi will einen Casual Friday.
Vermutlich kommt man auf solche Ideen, wenn man einige Wochen auf Geschäftsreise in den USA verbracht hat und generell amerikanophil ist. Oder wenn man Kashiwagi ist und auf der kleineren Hälfte einer Firma sitzt, deren Zweig als hoffnungsloser Fall verschrien ist. Er hat ein wenig Narrenfreiheit, und wenn Wataru ihm Glauben schenken kann, genießt er die auch.
Womöglich hätte er es am liebsten, wenn er das gesamte Büro nach New York verlegen und auf dem Dach ein Fußballfeld errichten könnte. Mit seiner eigenen firmeninternen Mannschaft und Hot Dogs zum Mittagessen.
Aber weil er das nicht kann, hat er probeweise einen Casual Friday angeordnet.
Es hat dazu sogar ein Meeting gegeben. Und jede Menge Fragen, weil Japaner keine Ahnung von dieser Sitte haben.
„Muss ich mein Jackett anziehen?“
„Sie müssen gar nichts, mein Lieber.“
„Was ist mit Krawatte?“
„Um Gottes Willen, lassen Sie die weg. Es ist Casual Friday!“
„Muss ich eine Hose tragen?“
„Öhm…das wäre schon eine gute Idee.“
Wataru kann es ihnen nicht verübeln. Er hat ja selbst keine Ahnung, als er am Freitagmorgen vor dem Schrank steht, was nun passt und was nicht. Er verbringt eine halbe Stunde damit, die Fächer zu durchwühlen, sämtliche Hemden auf den Boden zu schmeißen und zu googeln, was er anziehen darf. Natürlich sagt jede Website etwas anderes.
Er entscheidet sich schließlich für eine Hose, die ihm deutlich zu weit ist, aber scheiße cool aussieht, ein dunkelrotes Hemd und ein Jackett, von dem seine Mutter behauptet, es sähe „zu sehr nach Punk“ aus.
Das muss reichen.
Es stellt sich heraus, dass er nicht der einzige ist, der aus Ratlosigkeit underdressed ist.
Mizusawa ihm gegenüber trägt ein Beatles-T-Shirt in Weiß und niedliche Manschettenknöpfe an seinem Sakko, welche die Form der 8er-Billiardkugel haben. Wataru erhascht beim Gang zur Kaffeemaschine einen Blick auf die Chucks seines Freundes.
Um sie herum strömen unzählige seltsam angezogene Kollegen herein.
Frauen in knappen Röcken und Abendkleidern, in Pulli und Jeans, auf hohen Absätzen und mit wilder Lockenmähne.
Typen in Star Wars-Pullovern und Cordhosen, kackbraunen Turnschuhen und Bundfaltenhosen.
Dazwischen betritt Ryôsuke die Bühne und bämmt sie alle weg. In seinen schwarzen Skinny-Jeans, seinem anthrazitfarbenen, weiten Hemd und seinem asymmetrisch geschnittenen Jackett sieht er so fabelhaft aus, dass man das Seufzen von Kitakuni-san, ihres Zeichens unglücklich verheiratete Frau mittleren Alters, noch von der Rezeption herüberwehen hört.
Er hat seine Haare so aufwendig gestylt wie zuletzt in der Uni und es ist, als würde von irgendwoher ein Scheinwerfer seinen Gang verfolgen. Engel singen. Wataru ist ganz sicher.
Ryôsuke kommt neben ihrem Schreibtisch zum Stehen und wirft mit Augenaufschlag den Kopf zurück. Er badet in ihren Blicken und grinst. Mizusawa lächelt schüchtern.
„Hi Schönheit“, sagt er.
„Hi Rockabilly Babe“, erwidert Ryôsuke und knatscht auf seinem Kaugummi herum. Und wird ein bisschen rot.
Dann rutscht sein Blick auf Wataru;
„Hi, Yankee.“
„Ey!“, protestiert Wataru.
„Ja gut, dann eben: Hi, Drogendealer.“
„Pff, du kannst mich mal. Ich seh scheiße cool aus!“
Er würde gerne noch einige unfreundliche, dennoch kumpelhafte Bemerkungen hinterherschieben, aber dazu kommt er nicht.
Denn Yûta betritt das Büro.
Die singenden Engel verstummen empört. Sämtliche Köpfe drehen sich nach ihm um. Und wieder zurück. Gelangweilte Blicke werden ausgetauscht.
Denn er sieht aus wie immer.
Er trägt die gleichen Nadelstreifenhosen mit strenger Bügelfalte, das gleiche reinweiße Hemd mit gestärktem Kragen, die gleiche teure Designerkrawatte unter dem gleichen makellosen Jackett. Selbst seine Haare sind streng gescheitelt und weggekämmt.
„Überraschung“, bemerkt Ryôsuke leise und spitz.
„Immer noch steif wie ein Brett. Aber vielleicht ist das bei ihm so wie bei Lego-Figuren und die Klamotten sind aufgemalt.“
„Halt die Klappe“, zischelt Wataru.
Fast schon angstvoll betrachtet er Yûta dabei, wie dieser sich den Weg zu seinem Büro bahnt, allen dabei sehr korrekt wie immer einen guten Morgen wünscht und dann hinter der Tür verschwindet.
„Es war klar, dass er nicht mitmacht“, bemerkt Mizu leise, aber nicht bösartig. Er ist Yûta mit den Augen gefolgt und sein Blick verharrt an der Tür.
„Kleidung war schon immer Teil seiner...Rüstung. Wenn man es so sehen will. Ohne Krawatte fühlt er sich quasi nackt.“
„Oh ja“, spöttelt Ryôsuke kichernd und lässt sich mit seinem hübschen Hintern auf Mizusawas Schreibtisch nieder.
„Man sieht eineinhalb Zentimeter Haut am Hals. Porno!“
„Halt die Klappe, Ryôsuke!“
Wataru stampft um seinen Tisch herum. Mit der scheiße coolen Hoose kann man schön breitbeinig laufen. Das ist geil, das hat er vermisst.
„Nicht jeder fühlt sich in Instagram-Klamotten gut. Ich rede jetzt mit ihm!“
„Viel Erfolg.“
Ryôsuke zuckt mit den Schultern, hat aber den Anstand, etwas reuig dreinzuschauen.
Yûta schaut von seinem Computer auf, als Wataru sich selbst hereinlässt.
Seine schmalen Augenbrauen fahren erschrocken in die Höhe.
„Oh... Wataru“, sagt er mit Reibestimme, die verrät, dass er heute noch nicht viel gesprochen hat.
„Wie kann ich dir helfen?“
Wataru schließt die Tür hinter sich und vergräbt die Hände in seinen riesigen Hosentaschen.
Ja okay, vielleicht hat Ryôsuke doch Recht gehabt und er sieht aus wie ein Schlägertyp. Das muss ein seltsames Bild sein – er in seiner Yankee-Kluft und Yûta so piekfein.
„Indem du deine Krawatte abmachst“, sagt er.
Oha. Er hat gar nicht gewusst, dass Yûtas Augenbrauen so hoch gehen können.
„Ich...uhm...“ Yûta schluckt.
„Entschuldige, wenn ich dir nicht folgen kann?“
„Es ist Casual Friday“, jammert Wataru.
„Kannst du nicht wenigstens ein bisschen mitmachen? Guck mal, alle anderen haben auch Spaß daran.“
Yûta blinzelt ihn an, schaut an sich herunter und sieht verwirrt wieder hoch.
„Aber...ich bin casual“, sagt er betont sachlich.
„Ach echt? Wo?“
„Ich trage heute keine Weste. Ist das nicht casual?“
Wataru tut einen Schritt auf ihn zu, und Yûta steht sogar auf, so dass sein Freund einen besseren Blick auf ihn erhaschen kann.
Wataru legt den Kopf schief.
„Ja, genau so“, fängt er an.
„Nur ganz anders. Ich seh nämlich keinen Unterschied.“
Das ist gelogen. Wataru hat ganze Kataloge in seinem Kopf angelegt, in denen er Yûtas Outfits abgespeichert hat. Jedes einzelne Muster. Jede Farbe. Jeden abweichenden Schnitt.
Yûta läuft durch die Welt wie ein überbezahltes Model. Er ist groß und schmal und schlank und alle seine Anzüge sehen aus wie geleckt, entfusselt und direkt auf seinen nackten Körper geschneidert. Woran Wataru eigentlich genau gesehen lieber nicht so gut nachdenken sollte.
„Sei ganz ehrlich – stört dich dieses Ding nie?“
Er steht jetzt neben Yûta am Schreibtisch. Über den Bildschirm des Computers flackern Excel-Listen.
Mit dem Zeigefinger streift er Yûtas teure, schwarze Krawatte und es fühlt sich ein klein bisschen elektrisierend an.
Er kann sehen, wie Yûta darunter schluckt, wie dessen riesige Bambiaugen zu ihm hochsehen.
„Nie. Sie gehört halt dazu.“
„Machst du Witze?“ Wataru zeigt nach draußen.
„Yano trägt lila Turnschuhe zu einer kackbraunen Cordhose und du machst dir Gedanken darum? Komm schon, sei rebellisch. Nur ein Mal.“
„Du meinst...so rebellisch, wie du aussiehst?“
Yûta lächelt still. Sein Blick rutscht an Watarus Körper herab. Seltsam, fast so, als sei Wataru wie ein zu helles Licht, das man nicht direkt ansehen kann.
Bis ihm einfällt, was Mizusawa mal erwähnt hat.
Dass höchstwahrscheinlich Typen, die ausgesehen haben wie Wataru Yûta das Leben schwer gemacht haben.
„Sorry“, murmelt er und tritt einen Schritt zurück.
„Ich wollte nicht...Also...wenn du an deinem Schlips hängst, kannst du ihn natürlich umbehalten.“
Für einen Moment schaut Yûta ihn sehr lange an. Und holt tief Luft.
„Nein. Nein, du hast Recht.“
Dann geschieht etwas, was die Bezeichnung „pornographisch“ durchaus verdient;
Seine langen, schlanken Finger greifen nach der Krawatte, umschlingen den Knoten und lockern ihn. Sie tanzen über das schwarze Samt und ziehen und knüpfen auf und dann zieht Yûta sich die Krawatte vom Hals. Sie sieht fast aus wie eine weiche Fessel um seine Finger.
Wataru schluckt schwer.
„Wir sind doch alle eine Firma“, sagt Yûta lächelnd.
„So. Besser?“
Er sieht verlegen aus, tatsächlich ein wenig so, als hätte er sich vor Wataru vollkommen entblättert.
Als würde er nackt vor ihm stehen.
Das Witzige ist: Niemandem wird es auffallen.
Außer Wataru und wahrscheinlich Mizusawa.
Aber das hier fühlt sich mit einem Mal so intim und verletzlich an, dass er sich mit Gewalt zurückhalten muss, Yûta die Krawatte nicht einfach wieder umzubinden.
Stattdessen fasst er mit sanften Fingerspitzen nach dem Stoff in Yûtas Hand.
„Casual genug. Leih mir das. Ich binde es dir heute Abend wieder um, wenn du willst. Okay?“
Yûta atmet für den Bruchteil einer Sekunde nicht.
An der Stelle, an der der Schlips saß, kann man jetzt tatsächlich einen Hauch nackter Haut sehen. Darunter puckert Yûtas Puls.
„In Ordnung“, wispert er und sein Blick folgt Watarus Bewegungen, als dieser die Krawatte in eine seiner Taschen stopft.
„Wenn du sie in dieser viel zu großen Hose wiederfindest.“
„Ey“, gibt Wataru zurück, aber er muss grinsen.
„Die Hose ist scheiße cool!“
Challenge: Crack/Humor: „Ja, genau so! Nur ganz anders...“
Fandom: Tumbling (Office AU)
Wörter: 1500
Anmerkung: Die liebste
Wenn es etwas gibt, was Wataru über sein Landsleute nicht gewusst hat, dann, dass ein Großteil davon nicht weiß, wie man sich gut anzieht.
Diese Erkenntnis verdankt er seinem Chef.
Okay. Aber von vorne.
Kashiwagi will einen Casual Friday.
Vermutlich kommt man auf solche Ideen, wenn man einige Wochen auf Geschäftsreise in den USA verbracht hat und generell amerikanophil ist. Oder wenn man Kashiwagi ist und auf der kleineren Hälfte einer Firma sitzt, deren Zweig als hoffnungsloser Fall verschrien ist. Er hat ein wenig Narrenfreiheit, und wenn Wataru ihm Glauben schenken kann, genießt er die auch.
Womöglich hätte er es am liebsten, wenn er das gesamte Büro nach New York verlegen und auf dem Dach ein Fußballfeld errichten könnte. Mit seiner eigenen firmeninternen Mannschaft und Hot Dogs zum Mittagessen.
Aber weil er das nicht kann, hat er probeweise einen Casual Friday angeordnet.
Es hat dazu sogar ein Meeting gegeben. Und jede Menge Fragen, weil Japaner keine Ahnung von dieser Sitte haben.
„Muss ich mein Jackett anziehen?“
„Sie müssen gar nichts, mein Lieber.“
„Was ist mit Krawatte?“
„Um Gottes Willen, lassen Sie die weg. Es ist Casual Friday!“
„Muss ich eine Hose tragen?“
„Öhm…das wäre schon eine gute Idee.“
Wataru kann es ihnen nicht verübeln. Er hat ja selbst keine Ahnung, als er am Freitagmorgen vor dem Schrank steht, was nun passt und was nicht. Er verbringt eine halbe Stunde damit, die Fächer zu durchwühlen, sämtliche Hemden auf den Boden zu schmeißen und zu googeln, was er anziehen darf. Natürlich sagt jede Website etwas anderes.
Er entscheidet sich schließlich für eine Hose, die ihm deutlich zu weit ist, aber scheiße cool aussieht, ein dunkelrotes Hemd und ein Jackett, von dem seine Mutter behauptet, es sähe „zu sehr nach Punk“ aus.
Das muss reichen.
Es stellt sich heraus, dass er nicht der einzige ist, der aus Ratlosigkeit underdressed ist.
Mizusawa ihm gegenüber trägt ein Beatles-T-Shirt in Weiß und niedliche Manschettenknöpfe an seinem Sakko, welche die Form der 8er-Billiardkugel haben. Wataru erhascht beim Gang zur Kaffeemaschine einen Blick auf die Chucks seines Freundes.
Um sie herum strömen unzählige seltsam angezogene Kollegen herein.
Frauen in knappen Röcken und Abendkleidern, in Pulli und Jeans, auf hohen Absätzen und mit wilder Lockenmähne.
Typen in Star Wars-Pullovern und Cordhosen, kackbraunen Turnschuhen und Bundfaltenhosen.
Dazwischen betritt Ryôsuke die Bühne und bämmt sie alle weg. In seinen schwarzen Skinny-Jeans, seinem anthrazitfarbenen, weiten Hemd und seinem asymmetrisch geschnittenen Jackett sieht er so fabelhaft aus, dass man das Seufzen von Kitakuni-san, ihres Zeichens unglücklich verheiratete Frau mittleren Alters, noch von der Rezeption herüberwehen hört.
Er hat seine Haare so aufwendig gestylt wie zuletzt in der Uni und es ist, als würde von irgendwoher ein Scheinwerfer seinen Gang verfolgen. Engel singen. Wataru ist ganz sicher.
Ryôsuke kommt neben ihrem Schreibtisch zum Stehen und wirft mit Augenaufschlag den Kopf zurück. Er badet in ihren Blicken und grinst. Mizusawa lächelt schüchtern.
„Hi Schönheit“, sagt er.
„Hi Rockabilly Babe“, erwidert Ryôsuke und knatscht auf seinem Kaugummi herum. Und wird ein bisschen rot.
Dann rutscht sein Blick auf Wataru;
„Hi, Yankee.“
„Ey!“, protestiert Wataru.
„Ja gut, dann eben: Hi, Drogendealer.“
„Pff, du kannst mich mal. Ich seh scheiße cool aus!“
Er würde gerne noch einige unfreundliche, dennoch kumpelhafte Bemerkungen hinterherschieben, aber dazu kommt er nicht.
Denn Yûta betritt das Büro.
Die singenden Engel verstummen empört. Sämtliche Köpfe drehen sich nach ihm um. Und wieder zurück. Gelangweilte Blicke werden ausgetauscht.
Denn er sieht aus wie immer.
Er trägt die gleichen Nadelstreifenhosen mit strenger Bügelfalte, das gleiche reinweiße Hemd mit gestärktem Kragen, die gleiche teure Designerkrawatte unter dem gleichen makellosen Jackett. Selbst seine Haare sind streng gescheitelt und weggekämmt.
„Überraschung“, bemerkt Ryôsuke leise und spitz.
„Immer noch steif wie ein Brett. Aber vielleicht ist das bei ihm so wie bei Lego-Figuren und die Klamotten sind aufgemalt.“
„Halt die Klappe“, zischelt Wataru.
Fast schon angstvoll betrachtet er Yûta dabei, wie dieser sich den Weg zu seinem Büro bahnt, allen dabei sehr korrekt wie immer einen guten Morgen wünscht und dann hinter der Tür verschwindet.
„Es war klar, dass er nicht mitmacht“, bemerkt Mizu leise, aber nicht bösartig. Er ist Yûta mit den Augen gefolgt und sein Blick verharrt an der Tür.
„Kleidung war schon immer Teil seiner...Rüstung. Wenn man es so sehen will. Ohne Krawatte fühlt er sich quasi nackt.“
„Oh ja“, spöttelt Ryôsuke kichernd und lässt sich mit seinem hübschen Hintern auf Mizusawas Schreibtisch nieder.
„Man sieht eineinhalb Zentimeter Haut am Hals. Porno!“
„Halt die Klappe, Ryôsuke!“
Wataru stampft um seinen Tisch herum. Mit der scheiße coolen Hoose kann man schön breitbeinig laufen. Das ist geil, das hat er vermisst.
„Nicht jeder fühlt sich in Instagram-Klamotten gut. Ich rede jetzt mit ihm!“
„Viel Erfolg.“
Ryôsuke zuckt mit den Schultern, hat aber den Anstand, etwas reuig dreinzuschauen.
Yûta schaut von seinem Computer auf, als Wataru sich selbst hereinlässt.
Seine schmalen Augenbrauen fahren erschrocken in die Höhe.
„Oh... Wataru“, sagt er mit Reibestimme, die verrät, dass er heute noch nicht viel gesprochen hat.
„Wie kann ich dir helfen?“
Wataru schließt die Tür hinter sich und vergräbt die Hände in seinen riesigen Hosentaschen.
Ja okay, vielleicht hat Ryôsuke doch Recht gehabt und er sieht aus wie ein Schlägertyp. Das muss ein seltsames Bild sein – er in seiner Yankee-Kluft und Yûta so piekfein.
„Indem du deine Krawatte abmachst“, sagt er.
Oha. Er hat gar nicht gewusst, dass Yûtas Augenbrauen so hoch gehen können.
„Ich...uhm...“ Yûta schluckt.
„Entschuldige, wenn ich dir nicht folgen kann?“
„Es ist Casual Friday“, jammert Wataru.
„Kannst du nicht wenigstens ein bisschen mitmachen? Guck mal, alle anderen haben auch Spaß daran.“
Yûta blinzelt ihn an, schaut an sich herunter und sieht verwirrt wieder hoch.
„Aber...ich bin casual“, sagt er betont sachlich.
„Ach echt? Wo?“
„Ich trage heute keine Weste. Ist das nicht casual?“
Wataru tut einen Schritt auf ihn zu, und Yûta steht sogar auf, so dass sein Freund einen besseren Blick auf ihn erhaschen kann.
Wataru legt den Kopf schief.
„Ja, genau so“, fängt er an.
„Nur ganz anders. Ich seh nämlich keinen Unterschied.“
Das ist gelogen. Wataru hat ganze Kataloge in seinem Kopf angelegt, in denen er Yûtas Outfits abgespeichert hat. Jedes einzelne Muster. Jede Farbe. Jeden abweichenden Schnitt.
Yûta läuft durch die Welt wie ein überbezahltes Model. Er ist groß und schmal und schlank und alle seine Anzüge sehen aus wie geleckt, entfusselt und direkt auf seinen nackten Körper geschneidert. Woran Wataru eigentlich genau gesehen lieber nicht so gut nachdenken sollte.
„Sei ganz ehrlich – stört dich dieses Ding nie?“
Er steht jetzt neben Yûta am Schreibtisch. Über den Bildschirm des Computers flackern Excel-Listen.
Mit dem Zeigefinger streift er Yûtas teure, schwarze Krawatte und es fühlt sich ein klein bisschen elektrisierend an.
Er kann sehen, wie Yûta darunter schluckt, wie dessen riesige Bambiaugen zu ihm hochsehen.
„Nie. Sie gehört halt dazu.“
„Machst du Witze?“ Wataru zeigt nach draußen.
„Yano trägt lila Turnschuhe zu einer kackbraunen Cordhose und du machst dir Gedanken darum? Komm schon, sei rebellisch. Nur ein Mal.“
„Du meinst...so rebellisch, wie du aussiehst?“
Yûta lächelt still. Sein Blick rutscht an Watarus Körper herab. Seltsam, fast so, als sei Wataru wie ein zu helles Licht, das man nicht direkt ansehen kann.
Bis ihm einfällt, was Mizusawa mal erwähnt hat.
Dass höchstwahrscheinlich Typen, die ausgesehen haben wie Wataru Yûta das Leben schwer gemacht haben.
„Sorry“, murmelt er und tritt einen Schritt zurück.
„Ich wollte nicht...Also...wenn du an deinem Schlips hängst, kannst du ihn natürlich umbehalten.“
Für einen Moment schaut Yûta ihn sehr lange an. Und holt tief Luft.
„Nein. Nein, du hast Recht.“
Dann geschieht etwas, was die Bezeichnung „pornographisch“ durchaus verdient;
Seine langen, schlanken Finger greifen nach der Krawatte, umschlingen den Knoten und lockern ihn. Sie tanzen über das schwarze Samt und ziehen und knüpfen auf und dann zieht Yûta sich die Krawatte vom Hals. Sie sieht fast aus wie eine weiche Fessel um seine Finger.
Wataru schluckt schwer.
„Wir sind doch alle eine Firma“, sagt Yûta lächelnd.
„So. Besser?“
Er sieht verlegen aus, tatsächlich ein wenig so, als hätte er sich vor Wataru vollkommen entblättert.
Als würde er nackt vor ihm stehen.
Das Witzige ist: Niemandem wird es auffallen.
Außer Wataru und wahrscheinlich Mizusawa.
Aber das hier fühlt sich mit einem Mal so intim und verletzlich an, dass er sich mit Gewalt zurückhalten muss, Yûta die Krawatte nicht einfach wieder umzubinden.
Stattdessen fasst er mit sanften Fingerspitzen nach dem Stoff in Yûtas Hand.
„Casual genug. Leih mir das. Ich binde es dir heute Abend wieder um, wenn du willst. Okay?“
Yûta atmet für den Bruchteil einer Sekunde nicht.
An der Stelle, an der der Schlips saß, kann man jetzt tatsächlich einen Hauch nackter Haut sehen. Darunter puckert Yûtas Puls.
„In Ordnung“, wispert er und sein Blick folgt Watarus Bewegungen, als dieser die Krawatte in eine seiner Taschen stopft.
„Wenn du sie in dieser viel zu großen Hose wiederfindest.“
„Ey“, gibt Wataru zurück, aber er muss grinsen.
„Die Hose ist scheiße cool!“
no subject
Date: 2016-09-30 06:46 am (UTC)*seelig seufz*
Alles daran ist entzückend und wonnig und wundervoll. *suhlt sich darin wie ein glückliches kleines Ferkel*
Ich wusste nicht, dass Japaner SO ein Problem damit haben wenn es mal keinen dresscode gibt (außer "casual"), aber da du die Expertin bist, glaube ich dir das unbesehen. XD
Deine Dialoge waren SO GEIL! *in love*
Da sind ganze Perlen dabei, die ich zitieren will, aber ich begrenzen mich mal auf den, weil ich da wirklich laut los lachen musste:
„Muss ich mein Jackett anziehen?“
„Sie müssen gar nichts, mein Lieber.“
„Was ist mit Krawatte?“
„Um Gottes Willen, lassen Sie die weg. Es ist Casual Friday!“
„Muss ich eine Hose tragen?“
„Öhm…das wäre schon eine gute Idee.“
XD~~~~~~
Oh mein Gott.
Das ist so geil!
ZIEHT AN WAS IHR WOLLT!!!!
Wirklich? oo
JAAAAA! FREIHEIT! CASUAL!
Keine Hose? oo
Öh.... so weit müssen wir jetzt nicht gehen.
Hach. XD
Also die ganze Atmosphäre hat von oben bis unten gestimmt. XD Ich wollte mich da einfach nur reinlegen und in Beschreibungen schrecklicher Klamotten und Stilunfälle und geiler Bürodialoge baden. SO SCHÖN. Und dann noch unsere vier süßen Zuckerstücke. *_* Ach Herzblätter. Ihr Süßen.
Allein schon Wataru in seiner scheißcoolen Hose! *__* Eep. Ach baby, ich glaub dir sofort, dass die scheiße cool aussieht. <333 *stellt sich korrekterweise Wataru aus Tumbling vor* XD
Und Mizu, der kleine Hipster. *_* Daaaaaaaaaaaw!
Das Beatles-Shirt und so ein lässiges Sakko, und vermutlich Chucks! Das kann ich mir total bei ihm vorstellen. ♥ ♥ ♥ ♥ Das passt auch super gut zu dem understated rebel Hipster Schick, den er in der Serie immer unter seine Schuluniform gemogelt hat.
Und NATÜRLICH bämt Ryousuke sie alle weg. <333
Ryousuke, der halt auch den besten Host aller Zeiten abgeben würde - in äh anderen Universen. *g*
SKINNY JEANS! GAH! *in die Tischkante beiß* (Weißt du wer noch gut aussehen würde in seinen Skinny Jeans? Mizu - that's who!)
„Hi Schönheit“, sagt er.
„Hi Rockabilly Babe“, erwidert Ryôsuke und knatscht auf seinem Kaugummi herum. Und wird ein bisschen rot.
OH GOTT DIE BEIDEN - DAAAAAAAAAAAAW! Gefühle! *__* Meeeep!
Ich liebe es wie wahnsinnig entzückend sie immer sind, in jedem Universum und wie unverkrampft das hier zur Geltung kommt, wenn sie sich über Bürotische hinweg schüchtern anlächeln und im Kopierraum knutschen und hach. *_* So viel Liebe. SO VIEL!
Und dann ist da Yuuta. xD
Ach Yuuta. Ach YUUTA. Mein Hasilein. Mein Butterblümchen.
NATÜRLICH denkt er casual ist, wenn er mal seine Weste weglässt und vermutlich kam er sich dabei ganz verrucht und lässig vor.
Und dann merkst nicht mal jemand. *gasp*
„Immer noch steif wie ein Brett. Aber vielleicht ist das bei ihm so wie bei Lego-Figuren und die Klamotten sind aufgemalt.“
*giggle*
So hinreißend ich das auch finde dass sich Ryousuke und Yuuta in dem Universum inzwischen auch näher gekommen sind - ich liebe ebenfalls die Computer-Yuuta-Zeiten. XD Einfach wegen solcher Sprüche. Ach Ryousuke. I love you, never change.
„Indem du deine Krawatte abmachst“, sagt er.
Oha. Er hat gar nicht gewusst, dass Yûtas Augenbrauen so hoch gehen können.
MEIN GOTT!
Ein unzüchtiges Angebot!!! Im Büro!! Vor allen Leuten!!! *GASP*
Also so fast, ne? XD
Seriously, Wataru, du kannst mir nicht erzählen, dass du nicht schon zärtliche Wichsphantasien unter der Dusche hattest, die genauso angefangen haben.
Zieh die Krawatte aus *raun*
Okay *hauch* *lange weiße Finger schlingen sich um dunkelrote Seide*
*Wataru kommt*
*rawr* XDD
Und hach, dann reflektiert Wataru so viel ob er jetzt vielleicht bedrohlich wirkt oder ob er so aussieht wie die Gansgtatypen, die Yuuta früher das Leben schwer gemacht haben und hach ... ach Wataru. Du Goldstück. ;_;
Das ist so lieb und so hinreißend.
Und dann dann zieht Yuuta sich wirklich die Krawatte aus und dann bin ich ein bisschen gestorben, weils so schön war. *____*
Hach.....
Danke, babe! *___*
Seine langen, schlanken Finger greifen nach der Krawatte, umschlingen den Knoten und lockern ihn. Sie tanzen über das schwarze Samt und ziehen und knüpfen auf und dann zieht Yûta sich die Krawatte vom Hals.
WICHSPHANTASIEN!!! SAG ICH DOCH !!!!
Ich woran Wataru heute Abend denkt. *g*