Team: Slytherin
Challenge: Crack/Humor – „Der Kunde ist auch nicht immer König!“ (für mich)
Fandom: Original
Inhalt: Rasia muss für 48 Stunden Bethanys Bodyguard spielen.
Anmerkung: Hatte ich mal erwähnt, das wird ein Drei-Teiler? ^^' Na ja, wie nicht anders zu erwarten, haben sich die Figuren mal wieder selbstständig gemacht und es wird wahrscheinlich doch was mehr werden ;p
(Teil 1)
Normale Menschen, über denen die düstere Wolke des bevorstehenden Todes schwebte, zogen sich in eine einigermaßen sichere Umgebung zurück, mit so wenig Gesellschaft um sich herum wie möglich, und versuchten das Ganze irgendwie zu überstehen.
Bethany hingegen schmiss eine gigantische Geburtstagsparty.
Ich konnte bei dieser seltsamen Logik nur die Augen verdrehen, aber Bethany bestand darauf, dass dieses Ereignis schon am Tag ihrer Geburt von ihren schwerreichen und einflussreichen Eltern geplant worden war und absolut nichts und niemand als Entschuldigung hergehalten hätte, um dieser Feierlichkeit des Jahrhunderts zu verpassen. Bethany hätte sterbend am Boden liegen können, vor Schmerzen stöhnend, und ihre Mutter hätte dennoch pikiert darauf bestanden, dass sie ihren Gästen Aufmerksamkeit schenkte.
„Wir müssen das durchziehen!“, sagte Bethany, als sie auf die Massen starrte, die sich in dem riesigen, Ballsaal-ähnlichen Raum zusammengefunden hatten. „Ich weiß, es ist nicht gerade ideal --“
„Nicht gerade ideal?“, zischte ich. „Du hast mich beauftragt, dein Leben zu beschützen, Liebling. Und das hier --“, ich deutete auf die große Ansammlung, an die zweihundert Personen, mit einer verärgerten Miene, „ist das absolute Gegenteil von 'ideal'. Sobald du in diesen Massen gefangen bist, könnte dich jedermann von hinten erstechen, ohne dass irgendwer was davon mitbekommt.“
Bethany erschauerte. „Vielen Dank für dieses mentale Bild.“
„Ich kann das ganze Szenario gerne noch zeichnen“, schlug ich vor. „All das Blut, wie es aus deinem kleinen Menschenkörper herausspritzt --“
„Ja, ja“, unterbrach sie mich ungehalten. „Ich hab schon verstanden. Glaube mir, ich wünschte, die Situation wäre auch anders. Ich würde mich wirklich liebend gerne einfach nur amüsieren und sonst alles um mich herum vergessen. Immerhin ist das mein 18. Geburtstag, verdammt nochmal!“ Sie verzog ihr Gesicht. „Ich sollte eigentlich feiern, mich betrinken, unsinnige Lieder grölen und die schönsten Jungs und Mädchen in diesem Raum küssen, als gäbe es kein Morgen. Stattdessen stehe ich hier und denke an meinem Tod!“
Hätte ich so was wie ein Herz besessen, hätte ich sie jetzt wahrscheinlich in den Arm genommen und ihr versichert, dass alles wieder gut werden würde.
Stattdessen begutachtete ich meine Fingernägel und stellte schon einmal meine Einkaufliste für nächste Woche in meinem Kopf zusammen.
Unglücklicherweise verlangte Bethany, dass ich ihr tatsächlich Schritt auf Tritt folgte und sie nicht einfach aus einer netten, völlig menschen-freien Entfernung beobachtete. Natürlich hätte ich mich noch immer verweigern können, doch ein Pakt mit einem Teufel stand unter höherer Beobachtung und es war für beide Parteien nie sonderlich förderlich, aus der Reihe zu tanzen. Somit ergab ich mich meinem Schicksal und tröstete mich mit dem Gedanken, dass ich Bethany, sobald die nächsten dreißig Stunden um waren, nie wieder sehen müsste.
Je nachdem sogar noch weniger, wenn sie es vielleicht schaffte, sich früher umbringen zu lassen.
Man konnte ja immer noch träumen.
Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich damit, mich diskret im Hintergrund zu halten und jeden anzufunkeln, der ein Gespräch mit mir anfangen wollte. Viele ließen sich davon der Hölle sei Dank abschrecken, aber leider waren einige von Bethanys Verwandten offenbar sehr erpicht, die junge Damen kennenzulernen, die ihrem süßen Küken nicht von der Seite wich. Mehr als einmal war ich kurz davor, ein Blutbad anzurichten – besonders als ein älterer Herr namens Onkel Justus mir doch tatsächlich in die Wange kneifen wollte oder als einer von Bethanys pubertierenden Cousins sich penetrant nach meinem Beziehungsstatus erkundigte –, doch der Gedanke daran, dass Bethanys Mutter dies dann meiner Mutter verpetzen könnte, hielt mich letztlich davon ab.
Somit zwang ich mir ein dümmliches Lächeln auf meine Lippen und brachte all die Selbstbeherrschung auf, die mir zur Verfügung stand.
Es war wirklich anstrengend.
Darum war ich auch unendlich erleichtert, als mich Bethany irgendwann Richtung Buffet zerrte und wir wieder mehr oder weniger alleine waren (und wer hätte je gedacht, dass ich mich mal über so etwas freuen würde?). Gut, es schwirrten immer noch genügend Personen um uns herum, aber diese schienen soviel Anstand zu besitzen, das Geburtstagskind nicht bei der Nahrungsaufnahme zu stören.
„Tut mir wirklich leid“, flüsterte mir Bethany zu, während sie irgendetwas auf den Teller lud, dass wie Drachen-Erbrochenes aussah. „Ich weiß, meine Familie ist furchtbar.“
Ich schnaubte. „Ja, das sind sie wirklich“, stimmte ich zu. „Aber glaube mir, meine ist tausendmal schlimmer.“
Bethany lachte auf. „Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.“
Ich hob eine Augenbraue und musterte sie skeptisch. „Wir sind Teufel, Herzchen!“, erinnerte ich sie. „Was glaubst du, was bei unserem Familienfeiern passiert? Deine aufdringlichen und neugierigen Verwandten sich nichts im Gegensatz zu der Ansammlung aus Dummheit und Blutdurst, welche in meiner Familie herrscht. Mindestens eine Massenschlägerei und mehrere Schwerverletzte haben wir bei jedem Treffen. Manchmal auch noch rituelle Opfer, Brandstiftung, Explosionen und schiefer Gesang.“
Bethany starrte mich an und schien zu überlegen, ob ich dies ernst meinte oder nicht. Am Ende murmelte sie: „Bitte lade mich nie zu so etwas ein.“
Ich lachte auf. „Als ob mir dieser Gedanke überhaupt jemals kommen würde.“
Bethany schien ein weiterer Kommentar auf der Zunge zu liegen, aber stattdessen warf sie noch ein Stück Brot auf ihren vollbeladenen Teller und drückte mir diesen plötzlich in die Hand. „Hier, bitte schön!“, sagte sie mit einer absoluten Selbstverständlichkeit.
Ich verengte meine Augen zu Schlitzen. „Du erwartest jetzt tatsächlich von mir, dass ich deinen Teller zu einem Tisch bringe wie eine brave Dienerin?“
„Rasia --“
„Ich weiß, dass wir einen Deal haben und dafür bestimmte Regeln gelten“, warf ich ein. „Aber der Kunde ist auch nicht immer König, Liebes! Du wirst deinen dummen Menschenfraß alleine durch die Gegend schleppen müssen, verstanden?“
Bethanys Wangen verfärbten sich ein klein wenig rot, als sie wisperte: „Es ist für dich.“
Ich legte meinen Kopf schief, nicht sicher, ob ich sie richtig verstanden habe. „Was?“
„Der Teller“, sagte sie nun mit mehr Nachdruck, ihr ganzer Körper straff und angespannt, als würde sie sich auf eine Schlacht vorbereiten. „Er ist für dich.“
Ich blinzelte einige Male, bevor ich auf das Chaos aus Fleisch, Brot und vielen weiteren, absolut undefinierbaren Lebensmitteln in meinen Händen sah.
Und für einen kurzen Moment wusste ich echt nicht, was ich sagen sollte.
Äußerst ungewöhnlich, musste ich zugeben. Normalerweise musste ich immer meinen Senf dazugeben.
Am Ende entschied ich mich für: „Menschennahrung sagt mir nicht sonderlich zu.“
Bethanys Körperhaltung entspannte sich wieder ein wenig. „Hast du es je großartig probiert?“
„Ja, habe ich“, sagte ich sofort. „Es hat mir danach quer im Magen gelegen und ich habe mir geschworen, es nie wieder zu versuchen.“
Bethany griff sich einen neuen Teller und füllte ihn mit Essen, offenbar wild entschlossen, den bereits vollen Teller, den ich in Händen hielt, nicht mehr zurückzunehmen. „Und wann genau war das?“
„Ich bin mir nicht sicher“, gab ich zu. „Existiert das Römische Imperium noch?“
Bethany hielt daraufhin inne und musterte mich mit überraschter Miene. „Oh wow! Das ist echt traurig.“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Wir müssen deinen Horizont unbedingt erweitern.“
Ich schnaubte. „Hast du schon vergessen, dass du laut deinen tollen Tarotkarten bald sterben wirst? Da gibt es bestimmt Wichtigeres, als mich an die kulinarische Besonderheiten der Menschen heranzuführen, findest du nicht?“
Bethany jedoch grinste breit. „Es wäre ehrlich gesagt eine schöne Ablenkung“, entgegnete sie. „Sieh es als meinen letzten Wunsch an, wenn du es so haben willst.“
„Das wäre dein letzter Wunsch?“
Sie schmunzelte. „So ist es.“
Ich seufzte bloß. „Du bist ein wirklich sehr seltsames Mädchen, Bethany.“
Sie strahlte daraufhin wie tausend Sonnen und ich brauchte ungefähr eine halbe Stunde, um zu realisieren, dass ich zum ersten Mal ihr gegenüber ihren richtigen Namen benutzt hatte.
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Challenge: Crack/Humor – „Der Kunde ist auch nicht immer König!“ (für mich)
Fandom: Original
Inhalt: Rasia muss für 48 Stunden Bethanys Bodyguard spielen.
Anmerkung: Hatte ich mal erwähnt, das wird ein Drei-Teiler? ^^' Na ja, wie nicht anders zu erwarten, haben sich die Figuren mal wieder selbstständig gemacht und es wird wahrscheinlich doch was mehr werden ;p
(Teil 1)
Normale Menschen, über denen die düstere Wolke des bevorstehenden Todes schwebte, zogen sich in eine einigermaßen sichere Umgebung zurück, mit so wenig Gesellschaft um sich herum wie möglich, und versuchten das Ganze irgendwie zu überstehen.
Bethany hingegen schmiss eine gigantische Geburtstagsparty.
Ich konnte bei dieser seltsamen Logik nur die Augen verdrehen, aber Bethany bestand darauf, dass dieses Ereignis schon am Tag ihrer Geburt von ihren schwerreichen und einflussreichen Eltern geplant worden war und absolut nichts und niemand als Entschuldigung hergehalten hätte, um dieser Feierlichkeit des Jahrhunderts zu verpassen. Bethany hätte sterbend am Boden liegen können, vor Schmerzen stöhnend, und ihre Mutter hätte dennoch pikiert darauf bestanden, dass sie ihren Gästen Aufmerksamkeit schenkte.
„Wir müssen das durchziehen!“, sagte Bethany, als sie auf die Massen starrte, die sich in dem riesigen, Ballsaal-ähnlichen Raum zusammengefunden hatten. „Ich weiß, es ist nicht gerade ideal --“
„Nicht gerade ideal?“, zischte ich. „Du hast mich beauftragt, dein Leben zu beschützen, Liebling. Und das hier --“, ich deutete auf die große Ansammlung, an die zweihundert Personen, mit einer verärgerten Miene, „ist das absolute Gegenteil von 'ideal'. Sobald du in diesen Massen gefangen bist, könnte dich jedermann von hinten erstechen, ohne dass irgendwer was davon mitbekommt.“
Bethany erschauerte. „Vielen Dank für dieses mentale Bild.“
„Ich kann das ganze Szenario gerne noch zeichnen“, schlug ich vor. „All das Blut, wie es aus deinem kleinen Menschenkörper herausspritzt --“
„Ja, ja“, unterbrach sie mich ungehalten. „Ich hab schon verstanden. Glaube mir, ich wünschte, die Situation wäre auch anders. Ich würde mich wirklich liebend gerne einfach nur amüsieren und sonst alles um mich herum vergessen. Immerhin ist das mein 18. Geburtstag, verdammt nochmal!“ Sie verzog ihr Gesicht. „Ich sollte eigentlich feiern, mich betrinken, unsinnige Lieder grölen und die schönsten Jungs und Mädchen in diesem Raum küssen, als gäbe es kein Morgen. Stattdessen stehe ich hier und denke an meinem Tod!“
Hätte ich so was wie ein Herz besessen, hätte ich sie jetzt wahrscheinlich in den Arm genommen und ihr versichert, dass alles wieder gut werden würde.
Stattdessen begutachtete ich meine Fingernägel und stellte schon einmal meine Einkaufliste für nächste Woche in meinem Kopf zusammen.
Unglücklicherweise verlangte Bethany, dass ich ihr tatsächlich Schritt auf Tritt folgte und sie nicht einfach aus einer netten, völlig menschen-freien Entfernung beobachtete. Natürlich hätte ich mich noch immer verweigern können, doch ein Pakt mit einem Teufel stand unter höherer Beobachtung und es war für beide Parteien nie sonderlich förderlich, aus der Reihe zu tanzen. Somit ergab ich mich meinem Schicksal und tröstete mich mit dem Gedanken, dass ich Bethany, sobald die nächsten dreißig Stunden um waren, nie wieder sehen müsste.
Je nachdem sogar noch weniger, wenn sie es vielleicht schaffte, sich früher umbringen zu lassen.
Man konnte ja immer noch träumen.
Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich damit, mich diskret im Hintergrund zu halten und jeden anzufunkeln, der ein Gespräch mit mir anfangen wollte. Viele ließen sich davon der Hölle sei Dank abschrecken, aber leider waren einige von Bethanys Verwandten offenbar sehr erpicht, die junge Damen kennenzulernen, die ihrem süßen Küken nicht von der Seite wich. Mehr als einmal war ich kurz davor, ein Blutbad anzurichten – besonders als ein älterer Herr namens Onkel Justus mir doch tatsächlich in die Wange kneifen wollte oder als einer von Bethanys pubertierenden Cousins sich penetrant nach meinem Beziehungsstatus erkundigte –, doch der Gedanke daran, dass Bethanys Mutter dies dann meiner Mutter verpetzen könnte, hielt mich letztlich davon ab.
Somit zwang ich mir ein dümmliches Lächeln auf meine Lippen und brachte all die Selbstbeherrschung auf, die mir zur Verfügung stand.
Es war wirklich anstrengend.
Darum war ich auch unendlich erleichtert, als mich Bethany irgendwann Richtung Buffet zerrte und wir wieder mehr oder weniger alleine waren (und wer hätte je gedacht, dass ich mich mal über so etwas freuen würde?). Gut, es schwirrten immer noch genügend Personen um uns herum, aber diese schienen soviel Anstand zu besitzen, das Geburtstagskind nicht bei der Nahrungsaufnahme zu stören.
„Tut mir wirklich leid“, flüsterte mir Bethany zu, während sie irgendetwas auf den Teller lud, dass wie Drachen-Erbrochenes aussah. „Ich weiß, meine Familie ist furchtbar.“
Ich schnaubte. „Ja, das sind sie wirklich“, stimmte ich zu. „Aber glaube mir, meine ist tausendmal schlimmer.“
Bethany lachte auf. „Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.“
Ich hob eine Augenbraue und musterte sie skeptisch. „Wir sind Teufel, Herzchen!“, erinnerte ich sie. „Was glaubst du, was bei unserem Familienfeiern passiert? Deine aufdringlichen und neugierigen Verwandten sich nichts im Gegensatz zu der Ansammlung aus Dummheit und Blutdurst, welche in meiner Familie herrscht. Mindestens eine Massenschlägerei und mehrere Schwerverletzte haben wir bei jedem Treffen. Manchmal auch noch rituelle Opfer, Brandstiftung, Explosionen und schiefer Gesang.“
Bethany starrte mich an und schien zu überlegen, ob ich dies ernst meinte oder nicht. Am Ende murmelte sie: „Bitte lade mich nie zu so etwas ein.“
Ich lachte auf. „Als ob mir dieser Gedanke überhaupt jemals kommen würde.“
Bethany schien ein weiterer Kommentar auf der Zunge zu liegen, aber stattdessen warf sie noch ein Stück Brot auf ihren vollbeladenen Teller und drückte mir diesen plötzlich in die Hand. „Hier, bitte schön!“, sagte sie mit einer absoluten Selbstverständlichkeit.
Ich verengte meine Augen zu Schlitzen. „Du erwartest jetzt tatsächlich von mir, dass ich deinen Teller zu einem Tisch bringe wie eine brave Dienerin?“
„Rasia --“
„Ich weiß, dass wir einen Deal haben und dafür bestimmte Regeln gelten“, warf ich ein. „Aber der Kunde ist auch nicht immer König, Liebes! Du wirst deinen dummen Menschenfraß alleine durch die Gegend schleppen müssen, verstanden?“
Bethanys Wangen verfärbten sich ein klein wenig rot, als sie wisperte: „Es ist für dich.“
Ich legte meinen Kopf schief, nicht sicher, ob ich sie richtig verstanden habe. „Was?“
„Der Teller“, sagte sie nun mit mehr Nachdruck, ihr ganzer Körper straff und angespannt, als würde sie sich auf eine Schlacht vorbereiten. „Er ist für dich.“
Ich blinzelte einige Male, bevor ich auf das Chaos aus Fleisch, Brot und vielen weiteren, absolut undefinierbaren Lebensmitteln in meinen Händen sah.
Und für einen kurzen Moment wusste ich echt nicht, was ich sagen sollte.
Äußerst ungewöhnlich, musste ich zugeben. Normalerweise musste ich immer meinen Senf dazugeben.
Am Ende entschied ich mich für: „Menschennahrung sagt mir nicht sonderlich zu.“
Bethanys Körperhaltung entspannte sich wieder ein wenig. „Hast du es je großartig probiert?“
„Ja, habe ich“, sagte ich sofort. „Es hat mir danach quer im Magen gelegen und ich habe mir geschworen, es nie wieder zu versuchen.“
Bethany griff sich einen neuen Teller und füllte ihn mit Essen, offenbar wild entschlossen, den bereits vollen Teller, den ich in Händen hielt, nicht mehr zurückzunehmen. „Und wann genau war das?“
„Ich bin mir nicht sicher“, gab ich zu. „Existiert das Römische Imperium noch?“
Bethany hielt daraufhin inne und musterte mich mit überraschter Miene. „Oh wow! Das ist echt traurig.“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Wir müssen deinen Horizont unbedingt erweitern.“
Ich schnaubte. „Hast du schon vergessen, dass du laut deinen tollen Tarotkarten bald sterben wirst? Da gibt es bestimmt Wichtigeres, als mich an die kulinarische Besonderheiten der Menschen heranzuführen, findest du nicht?“
Bethany jedoch grinste breit. „Es wäre ehrlich gesagt eine schöne Ablenkung“, entgegnete sie. „Sieh es als meinen letzten Wunsch an, wenn du es so haben willst.“
„Das wäre dein letzter Wunsch?“
Sie schmunzelte. „So ist es.“
Ich seufzte bloß. „Du bist ein wirklich sehr seltsames Mädchen, Bethany.“
Sie strahlte daraufhin wie tausend Sonnen und ich brauchte ungefähr eine halbe Stunde, um zu realisieren, dass ich zum ersten Mal ihr gegenüber ihren richtigen Namen benutzt hatte.
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