Team: Hufflepuff
Challenge: Humor – Nachricht an die falsche Person schicken ins Telefon schreien – fürs Team
Fandom: Fast and Loud
Titel: Highway ins Nirgendwo
Inhalt: Aaron baut einen Unfall und Richard hat Gefühle, was alle wissen – außer Richard.
Anmerkung: Reißerischer Groschenromantitel? Check. Klischeehafter Plot? Check. Endkampf? Aber hallo. Es ist überhaupt nicht schön geworden, ich ärger mich so HMPF. HMPFHFHFHF.
Highway ins Nirgendwo
Der Anruf kommt um drei Uhr nachmittags und Richard ist gereizt genug, dass er nicht aufs Display schaut.
"Nochmal, du Pfeife. Ich verkaufe ihn nicht für diesen Preis, kapiert?", schreit er ins Telefon. "Hör auf zu nerven und komm wieder wenn du genug Geld in der Tasche hast!"
Das hätte man bestimmt diplomatischer formulieren können, aber dieser Clown geht ihm schon seit zwei Tagen schwer auf die Nerven und manche brauchen eben deutliche Worte.
Außerdem tat das richtig gut und Richard erwartet eigentlich, nur noch empörtes Tuten aus dem Telefon zu hören.
Stattdessen schallen ihm Straßenlärm und Lautsprecher, die irgendwelche Zeiten durchgeben, entgegen und ein seufzendes, völlig entnervtes Atemholen.
Oh oh.
"Freut mich auch, Sir", sagt eine Frauenstimme.
"Oh. Äh. Hi." Richard sitzt sofort aufrecht am Schreibtisch und er lächelt sogar gewinnend, was natürlich nichts bringt.
"Da Sie anscheinend schwer beschäftigt sind", fährt die Dame fort, "will ich Sie gar nicht lange aufhalten."
"Oh nein, ich äh…", fängt Richard an, doch sie unterbricht ihn sofort.
"Es geht um Mister Kaufmann. Es hat einen Unfall gegeben."
Richard rast mit 230 Sachen über die Autobahn. Dennis' Ferrari ist vielleicht nicht die beste Wahl gewesen für einen Krankentransport, aber wenn er schnell hinkommt dann ist er auch schnell wieder da.
Einfachste Logik.
Er hat aus der mürrischen Frau am Telefon nicht mehr viel rausbekommen können.
Aaron sei "von der Rennstrecke abgekommen" und "gegen eine Bande gekracht". Dem Auto sei bis auf Blechschäden nichts passiert, es sei auch schon auf dem Rückweg nach Dallas. Aaron hingegen habe eine Gehirnerschütterung und eine Verstauchung der Handgelenke erlitten und sei "fahruntüchtig."
Natürlich hätte er fragen können, warum niemand von diesem ganzen Rennzirkus da Zeit hat, um Aaron sofort ins Krankenhaus zu fahren oder warum er nicht mit dem Auto zusammen abgeliefert wird, aber aus irgendeinem Grund saß Richard da schon im ersten Wagen, der vor seinem Büro stand.
Sein Handy klingelt. Er sollte nicht rangehen, während er einen geborgten vierhunderttausend Dollar Ferrari über einen ziemlichen vollen Highway lenkt…
"Was?!"
"Keine Ahnung, sag du's mir?"
Es ist Dennis. Natürlich ist es Dennis. Tagelang ruft der Idiot nicht an, aber ausgerechnet jetzt muss er ihn nerven, während Richard mit dem Arsch auf seinem Lederrennsitz hockt und sein Auto malträtiert, weil pure, bodenlose Panik sein Gehirn überschwemmt.
"Ich fahr deine Karre schon nicht zu Schrott!", schreit Richard anstatt die Klappe zu halten. Heute ist wirklich nicht sein Tag. Er hätte tausend andere Sachen sagen können, Dennis wird ihn durchs Telefon hindurch erwürgen und…
"Was redest du?", fragt Dennis. "Ich war grad in der Werkstatt und Christie hat mir gesagt, dass du unterwegs bist, um Aaron abzuholen."
"Oh…ja."
"Wo steckst du?"
"Auf nem Highway Richtung Nirgendwo."
"Komm wieder runter."
"Vom Highway? Warum sollte ich?"
"Nein, von deinem Trip, du Flachzange. Meine Güte, Richard, du bist jedes Mal scheiße drauf, wenn Aaron Rennen fährt, ist dir das mal aufgefallen?"
Dennis klingt überhaupt nicht wütend, sondern eher so als wüsste er zwei Dutzend Dinge mehr als Richard (was mit Sicherheit stimmt), etwas, was er momentan überhaupt nicht vertragen kann.
Eigentlich kann er das nie vertragen, aber ihm spuken Bilder von Blut in Aarons Haaren durch den Kopf und der Ferrari zittert und schlingert, als könne er seine Angst riechen. Er muss vom Gas runter, sonst wickelt er sich auch noch um die Leitplanke.
Richard weiß das. Er holt tief Luft, umklammert das Lenkrad ein bisschen fester und blinzelt ein paar Mal, doch die Umgebung wird nicht schärfer und die Tachonadel klettert immer weiter Richtung vier Uhr nachmittags.
"Ich hab keine Ahnung wovon du redest", sagt er. Zwingt sich zu bremsen und schluckt und kaut gegen den schalen Geschmack in seinem Mund an. Kaugummis wären super. Mit Biergeschmack. "Ist doch verständlich, wenn ich nervös werde, wenn mein bester Mitarbeiter sich beim Rennen alle Knochen bricht, oder?"
Dennis seufzt zur Antwort. "Wenn du das sagst, Kumpel."
"Klar sag ich das!"
"Christie meinte, Aaron sei halbwegs wohlauf. Mach dir keine Sorgen."
"Mach ich nicht." Endlich hört die Tachonadel auf, ins Bodenlose zu fallen. Richard fühlt sich ausatmen und den Schweiß in seinen Handflächen. Das war knapp und er weiß nicht mal, was genau. Er lacht, schrill und fast ein bisschen hysterisch. "Ich mach mir mehr Sorgen um das Auto. Er hat's noch nicht mal abbezahlt!"
"Richard…" Dennis klingt wie eine resignierte Grundschullehrerin, was kein gutes Zeichen ist, aber Richard hat weder Zeit noch Nerven, sich darum zu kümmern. Es gibt nichts, was ihm klar werden müsste. Er hat gute Gründe, wütend und komplett panisch zu sein.
"Wie auch immer. Ich bin beschäftigt, Dennis, also wenn's dir nichts ausmacht, verschieb ich unseren kleinen Plausch."
"Schon gut. Ruf mich an, wenn du wieder da bist. Oh, und Richard?"
"Ja?"
"Wenn dein Freund mir in den Ferrari kotzt, bezieh ich die Sitze mit euren Ärschen neu."
Challenge: Humor – Nachricht an die falsche Person
Fandom: Fast and Loud
Titel: Highway ins Nirgendwo
Inhalt: Aaron baut einen Unfall und Richard hat Gefühle, was alle wissen – außer Richard.
Anmerkung: Reißerischer Groschenromantitel? Check. Klischeehafter Plot? Check. Endkampf? Aber hallo. Es ist überhaupt nicht schön geworden, ich ärger mich so HMPF. HMPFHFHFHF.
Highway ins Nirgendwo
Der Anruf kommt um drei Uhr nachmittags und Richard ist gereizt genug, dass er nicht aufs Display schaut.
"Nochmal, du Pfeife. Ich verkaufe ihn nicht für diesen Preis, kapiert?", schreit er ins Telefon. "Hör auf zu nerven und komm wieder wenn du genug Geld in der Tasche hast!"
Das hätte man bestimmt diplomatischer formulieren können, aber dieser Clown geht ihm schon seit zwei Tagen schwer auf die Nerven und manche brauchen eben deutliche Worte.
Außerdem tat das richtig gut und Richard erwartet eigentlich, nur noch empörtes Tuten aus dem Telefon zu hören.
Stattdessen schallen ihm Straßenlärm und Lautsprecher, die irgendwelche Zeiten durchgeben, entgegen und ein seufzendes, völlig entnervtes Atemholen.
Oh oh.
"Freut mich auch, Sir", sagt eine Frauenstimme.
"Oh. Äh. Hi." Richard sitzt sofort aufrecht am Schreibtisch und er lächelt sogar gewinnend, was natürlich nichts bringt.
"Da Sie anscheinend schwer beschäftigt sind", fährt die Dame fort, "will ich Sie gar nicht lange aufhalten."
"Oh nein, ich äh…", fängt Richard an, doch sie unterbricht ihn sofort.
"Es geht um Mister Kaufmann. Es hat einen Unfall gegeben."
Richard rast mit 230 Sachen über die Autobahn. Dennis' Ferrari ist vielleicht nicht die beste Wahl gewesen für einen Krankentransport, aber wenn er schnell hinkommt dann ist er auch schnell wieder da.
Einfachste Logik.
Er hat aus der mürrischen Frau am Telefon nicht mehr viel rausbekommen können.
Aaron sei "von der Rennstrecke abgekommen" und "gegen eine Bande gekracht". Dem Auto sei bis auf Blechschäden nichts passiert, es sei auch schon auf dem Rückweg nach Dallas. Aaron hingegen habe eine Gehirnerschütterung und eine Verstauchung der Handgelenke erlitten und sei "fahruntüchtig."
Natürlich hätte er fragen können, warum niemand von diesem ganzen Rennzirkus da Zeit hat, um Aaron sofort ins Krankenhaus zu fahren oder warum er nicht mit dem Auto zusammen abgeliefert wird, aber aus irgendeinem Grund saß Richard da schon im ersten Wagen, der vor seinem Büro stand.
Sein Handy klingelt. Er sollte nicht rangehen, während er einen geborgten vierhunderttausend Dollar Ferrari über einen ziemlichen vollen Highway lenkt…
"Was?!"
"Keine Ahnung, sag du's mir?"
Es ist Dennis. Natürlich ist es Dennis. Tagelang ruft der Idiot nicht an, aber ausgerechnet jetzt muss er ihn nerven, während Richard mit dem Arsch auf seinem Lederrennsitz hockt und sein Auto malträtiert, weil pure, bodenlose Panik sein Gehirn überschwemmt.
"Ich fahr deine Karre schon nicht zu Schrott!", schreit Richard anstatt die Klappe zu halten. Heute ist wirklich nicht sein Tag. Er hätte tausend andere Sachen sagen können, Dennis wird ihn durchs Telefon hindurch erwürgen und…
"Was redest du?", fragt Dennis. "Ich war grad in der Werkstatt und Christie hat mir gesagt, dass du unterwegs bist, um Aaron abzuholen."
"Oh…ja."
"Wo steckst du?"
"Auf nem Highway Richtung Nirgendwo."
"Komm wieder runter."
"Vom Highway? Warum sollte ich?"
"Nein, von deinem Trip, du Flachzange. Meine Güte, Richard, du bist jedes Mal scheiße drauf, wenn Aaron Rennen fährt, ist dir das mal aufgefallen?"
Dennis klingt überhaupt nicht wütend, sondern eher so als wüsste er zwei Dutzend Dinge mehr als Richard (was mit Sicherheit stimmt), etwas, was er momentan überhaupt nicht vertragen kann.
Eigentlich kann er das nie vertragen, aber ihm spuken Bilder von Blut in Aarons Haaren durch den Kopf und der Ferrari zittert und schlingert, als könne er seine Angst riechen. Er muss vom Gas runter, sonst wickelt er sich auch noch um die Leitplanke.
Richard weiß das. Er holt tief Luft, umklammert das Lenkrad ein bisschen fester und blinzelt ein paar Mal, doch die Umgebung wird nicht schärfer und die Tachonadel klettert immer weiter Richtung vier Uhr nachmittags.
"Ich hab keine Ahnung wovon du redest", sagt er. Zwingt sich zu bremsen und schluckt und kaut gegen den schalen Geschmack in seinem Mund an. Kaugummis wären super. Mit Biergeschmack. "Ist doch verständlich, wenn ich nervös werde, wenn mein bester Mitarbeiter sich beim Rennen alle Knochen bricht, oder?"
Dennis seufzt zur Antwort. "Wenn du das sagst, Kumpel."
"Klar sag ich das!"
"Christie meinte, Aaron sei halbwegs wohlauf. Mach dir keine Sorgen."
"Mach ich nicht." Endlich hört die Tachonadel auf, ins Bodenlose zu fallen. Richard fühlt sich ausatmen und den Schweiß in seinen Handflächen. Das war knapp und er weiß nicht mal, was genau. Er lacht, schrill und fast ein bisschen hysterisch. "Ich mach mir mehr Sorgen um das Auto. Er hat's noch nicht mal abbezahlt!"
"Richard…" Dennis klingt wie eine resignierte Grundschullehrerin, was kein gutes Zeichen ist, aber Richard hat weder Zeit noch Nerven, sich darum zu kümmern. Es gibt nichts, was ihm klar werden müsste. Er hat gute Gründe, wütend und komplett panisch zu sein.
"Wie auch immer. Ich bin beschäftigt, Dennis, also wenn's dir nichts ausmacht, verschieb ich unseren kleinen Plausch."
"Schon gut. Ruf mich an, wenn du wieder da bist. Oh, und Richard?"
"Ja?"
"Wenn dein Freund mir in den Ferrari kotzt, bezieh ich die Sitze mit euren Ärschen neu."