Fantasy/Mystery – Blutsauger (für’s Team)
Sep. 14th, 2016 08:15 pmTitel: Highway to hell
Team: Ravenclaw
Challenge: Fantasy/Mystery – Blutsauger (für’s Team)
Fandom: Original (Meine Nanowrimo 2010 Charaktere)
Sprache: Deutsch
Kommentar: Irgendwie habe ich diese Charaktere immer noch ganz schön gern… (Danke an
rei17 für den Song und den Titel! :D)
„Wie wird man eigentlich so Vampirjäger?“, fragt Paige und schiebt gleich hinterher: „Kann ich hier rauchen?“
Highway to hell
Paige quetscht sich in den kleinen, kastenförmigen VW und schlägt sich dabei fast ihren Kopf mit den lila gefärbten Haaren am Dach an. „Man sitzt ja mit dem Hintern praktisch auf der Straße“, murrt sie und schlägt die Tür zu, dass der ganze Wagen zittert.
Caroline faltet sich geübt auf den Fahrersitz. „Du kannst auch laufen.“
Als der Motor hustend zum Leben erwacht, verbeißt Paige sich jedweden Kommentar. Sie kann schließlich froh sein, dass die ältere Frau sie fährt.
„Wie wird man eigentlich so Vampirjäger?“, fragt sie und schiebt gleich hinterher: „Kann ich hier rauchen?“
„Nein“, sagt Caroline entschieden und manövriert den Wagen trotz fehlender Servolenkung elegant aus der Parklücke.
„Ich mach auch das Fenster auf“, schlägt sie vor.
„Immer noch nein. Anschnallen.“
Sie lässt ihren Kopf mit einem demonstrativen Aufstöhnen gegen die Kopfstütze fallen und zerrt dann den Sicherheitsgurt heraus, bis er klickend einrastet.
„Solltest du das nicht selbst am besten wissen?“, gibt Caroline die ursprüngliche Frage zurück, als sie an der nächsten Ampel stehen.
Paige zuckt mit den Schultern. „Blake hat mich da irgendwie mit eingezogen. Und ich hab mich reinziehen lassen. Was soll ich sagen, er sah halt heiß aus!“
Caroline sieht zu ihr herüber. Sie sieht nicht alt aus, findet Paige, höchstens ein paar Falten, aber der blonde Zopf macht sie jung. Sie sieht auch kein bisschen mütterlich aus, aber da ihre mütterlich aussehende Mutter kein bisschen mütterlich war, ist das ja vielleicht was Gutes. Die schwarzen Stiefel machen sie sogar ein bisschen cool.
„Nur, weil du jetzt davon weißt, bedeutet das nicht, dass du Jäger werden musst“, sagt Caroline und richtet den Blick zurück auf die Straße.
Paige runzelt die Stirn und denkt einen Moment darüber nach. Die Bremsscheiben quietschen und der ganze Wagen lehnt sich bedenklich zur Seite, als sie um eine Kurve biegen. „Ich glaub doch“, sagt sie dann.
„Du könntest weiter dein Leben leben und versuchen zu vergessen, was du gesehen hast“, wendet Caroline ein. „Oder dich drauf verlassen, dass andere sich darum kümmern.“
Sie zupft an ihrem Parka. „Kann ich nicht.“
Caroline seufzt. „Konnte ich auch nicht.“
Paige dreht sich auf dem Sitz zu ihr um. „Wie bist du ein Vampirjäger geworden?“, fragt sie und fügt dann unsicher hinzu: „Es war doch nicht jemand aus deiner Familie?“
Die ältere Frau schüttelt den Kopf. „Nein, nein. Niemand, den ich kannte. Ein Mädchen. Sie war eine Prostituierte, aber sie war trotzdem noch fast ein Kind. Der Vampir warf sie hinterher weg, als wäre sie Müll.“
„Hast du Kinder?“
„Ich hatte einen Mann. Ich wollte Kinder. Aber ich konnte keine Familie mehr gründen, sobald ich es wusste. Ich habe meinen Mann verlassen. Er hat eine neue Frau und zwei Kinder mit ihr.“
„Scheiße“, murmelt Paige. Und dann: „Du hast es ihm nicht erzählt.“
„Ich hatte Angst, er würde mir nicht glauben. Und das wäre schlimmer gewesen als alles andere.“
Die nachfolgende Stille streckt sich hin und erfüllt das kleine Auto, bis Paige es nicht mehr aushält. „Kannst du mir das beibringen?“, fragt sie und deutet auf die Rücklehne, wo Caroline ihre Waffe verstaut hat.
Caroline seufzt. „Blake wird das nicht gefallen.“
Paige schnaubt. „Blake kann mich mal. Es wird ihm besser gefallen, wenn ich schießen kann, wenn ich auf Patrouille gehe. Was soll er tun, mich einschließen? Dann kletter ich aus dem Fenster.“
Sie lachen beide eine Runde und schließlich stimmt Caroline zu, mit ihr Schießübungen zu machen.
Paige lehnt sich zum Radio hinüber. „Funktioniert das?“, fragt sie und drückt probeweise auf ein paar Knöpfe. Den Rest der Fahrt verbringen sie mit „Highway to hell“ von ACDC. Paige denkt, dass Caroline vielleicht noch cooler ist, als bisher angenommen.
Team: Ravenclaw
Challenge: Fantasy/Mystery – Blutsauger (für’s Team)
Fandom: Original (Meine Nanowrimo 2010 Charaktere)
Sprache: Deutsch
Kommentar: Irgendwie habe ich diese Charaktere immer noch ganz schön gern… (Danke an
„Wie wird man eigentlich so Vampirjäger?“, fragt Paige und schiebt gleich hinterher: „Kann ich hier rauchen?“
Highway to hell
Paige quetscht sich in den kleinen, kastenförmigen VW und schlägt sich dabei fast ihren Kopf mit den lila gefärbten Haaren am Dach an. „Man sitzt ja mit dem Hintern praktisch auf der Straße“, murrt sie und schlägt die Tür zu, dass der ganze Wagen zittert.
Caroline faltet sich geübt auf den Fahrersitz. „Du kannst auch laufen.“
Als der Motor hustend zum Leben erwacht, verbeißt Paige sich jedweden Kommentar. Sie kann schließlich froh sein, dass die ältere Frau sie fährt.
„Wie wird man eigentlich so Vampirjäger?“, fragt sie und schiebt gleich hinterher: „Kann ich hier rauchen?“
„Nein“, sagt Caroline entschieden und manövriert den Wagen trotz fehlender Servolenkung elegant aus der Parklücke.
„Ich mach auch das Fenster auf“, schlägt sie vor.
„Immer noch nein. Anschnallen.“
Sie lässt ihren Kopf mit einem demonstrativen Aufstöhnen gegen die Kopfstütze fallen und zerrt dann den Sicherheitsgurt heraus, bis er klickend einrastet.
„Solltest du das nicht selbst am besten wissen?“, gibt Caroline die ursprüngliche Frage zurück, als sie an der nächsten Ampel stehen.
Paige zuckt mit den Schultern. „Blake hat mich da irgendwie mit eingezogen. Und ich hab mich reinziehen lassen. Was soll ich sagen, er sah halt heiß aus!“
Caroline sieht zu ihr herüber. Sie sieht nicht alt aus, findet Paige, höchstens ein paar Falten, aber der blonde Zopf macht sie jung. Sie sieht auch kein bisschen mütterlich aus, aber da ihre mütterlich aussehende Mutter kein bisschen mütterlich war, ist das ja vielleicht was Gutes. Die schwarzen Stiefel machen sie sogar ein bisschen cool.
„Nur, weil du jetzt davon weißt, bedeutet das nicht, dass du Jäger werden musst“, sagt Caroline und richtet den Blick zurück auf die Straße.
Paige runzelt die Stirn und denkt einen Moment darüber nach. Die Bremsscheiben quietschen und der ganze Wagen lehnt sich bedenklich zur Seite, als sie um eine Kurve biegen. „Ich glaub doch“, sagt sie dann.
„Du könntest weiter dein Leben leben und versuchen zu vergessen, was du gesehen hast“, wendet Caroline ein. „Oder dich drauf verlassen, dass andere sich darum kümmern.“
Sie zupft an ihrem Parka. „Kann ich nicht.“
Caroline seufzt. „Konnte ich auch nicht.“
Paige dreht sich auf dem Sitz zu ihr um. „Wie bist du ein Vampirjäger geworden?“, fragt sie und fügt dann unsicher hinzu: „Es war doch nicht jemand aus deiner Familie?“
Die ältere Frau schüttelt den Kopf. „Nein, nein. Niemand, den ich kannte. Ein Mädchen. Sie war eine Prostituierte, aber sie war trotzdem noch fast ein Kind. Der Vampir warf sie hinterher weg, als wäre sie Müll.“
„Hast du Kinder?“
„Ich hatte einen Mann. Ich wollte Kinder. Aber ich konnte keine Familie mehr gründen, sobald ich es wusste. Ich habe meinen Mann verlassen. Er hat eine neue Frau und zwei Kinder mit ihr.“
„Scheiße“, murmelt Paige. Und dann: „Du hast es ihm nicht erzählt.“
„Ich hatte Angst, er würde mir nicht glauben. Und das wäre schlimmer gewesen als alles andere.“
Die nachfolgende Stille streckt sich hin und erfüllt das kleine Auto, bis Paige es nicht mehr aushält. „Kannst du mir das beibringen?“, fragt sie und deutet auf die Rücklehne, wo Caroline ihre Waffe verstaut hat.
Caroline seufzt. „Blake wird das nicht gefallen.“
Paige schnaubt. „Blake kann mich mal. Es wird ihm besser gefallen, wenn ich schießen kann, wenn ich auf Patrouille gehe. Was soll er tun, mich einschließen? Dann kletter ich aus dem Fenster.“
Sie lachen beide eine Runde und schließlich stimmt Caroline zu, mit ihr Schießübungen zu machen.
Paige lehnt sich zum Radio hinüber. „Funktioniert das?“, fragt sie und drückt probeweise auf ein paar Knöpfe. Den Rest der Fahrt verbringen sie mit „Highway to hell“ von ACDC. Paige denkt, dass Caroline vielleicht noch cooler ist, als bisher angenommen.
no subject
Date: 2016-09-14 10:12 pm (UTC)Das ist toll. Ich mag wie du sogar aufdem bisschen Fahrt irgendwie Road Trip-Stimmung auffängst und wie Paige Caroline beobachtet und wie liebevoll du das Auto beschreibst und überhaupt die ganze Welt, die sich hinter den beiden aufspannt. <3
Und, ha, wie großartig passt denn der (Song-)Titel?! Das gibt dem noch einen extra Schuss.^^
no subject
Date: 2016-09-15 07:21 am (UTC)Freut mich, dass es dir gefällt! Paige ist eine coole junge Punkerin und Caroline ist eine badass Vampirjägerin und die beiden hatten definitiv zu wenig Interaktion in meinem Nano-Novel. Das musste ich ändern!