luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Slytherin
Challenge: Romantik/Intimität - aufeinander Rücksicht nehmen (well… irgendwo) (fürs Team)
Fandom: Tumbling
Charaktere: Ryôsuke, Yûta
Anmerkung: Yûta ist mir ziemlich schwer gefallen… ich hoffe, ich habe ihn nicht vollkommen ruiniert. .__.
Wörter: 1107

Widmung: [livejournal.com profile] tsutsumi, die sich Ryôsuke und Yûta gewünscht hat. Uhm.. Ich habe mein bestes versucht.


“Du bist ja immer noch da.”
Ryôsuke öffnete die Augen, als er angesprochen wurde. Langsam. Auch wenn Yûta gerne versuchte, autoritär zu wirken, er schaffte es nicht wirklich. Was daran liegen konnte, dass er zwar die passende Stimme dafür hatte, aber sobald man seine großen braunen Augen sah… nunja. Die machten den Eindruck direkt wieder kaputt.
“Na und?”, fragte er und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Es war ziemlich bequem auf der Matte. Also… dafür dass es eine Matte war. “Du doch auch.”
“Ja, weil ich dem Direktor erklären musste, warum Nippori sich den Fuß gebrochen hat.”
“Weil er die Landung versaut hat, darum.” Und das ganz gewaltig. Ryôsuke versuchte nicht an das hässliche Knacken zu denken. Nipporis Schrei, der binnen Sekunden dafür gesorgt hatte, dass nicht nur Kashiwagi und Shôko-sensei bei ihnen waren, sondern auch sämtliche Mädchen. Etwas, was Nippori hinter ganz sicher gerne zum besten geben würde. Er war im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Erstmal aber war er ins Krankenhaus gebracht worden und sie hatten das restliche Training abgeblasen.
Er hatte es selbst nicht gesehen, weil er damit beschäftigt gewesen war, Wataru und Mizusawa auszulachen, die vergeblich versucht hatten, eine gemeinsame Übung auf die Reihe zu bekommen. Eigentlich hatte er mit Nippori üben sollen. Das hatte er die letzten Tage schon getan. Aber eine dumme Erkältung hatte ihn so fertiggemacht, dass er eigentlich nicht mal in der Schule sein sollte. Als ob er freiwillig daheimbleiben würde. Er hatte wirklich besseres zu tun.
Jeder andere hätte gemerkt, dass etwas im Busch war. Aber nicht Yûta. Und heute war Ryôsuke froh darüber. Er hatte sich keine dummen Fragen anhören wollen. Nicht die besorgten Blick ertragen, die vor allem Wataru ihm zuwerfen würde. Aber er hatte auch nicht heimgehen wollen.
Er schloss die Augen wieder, in Erwartung, dass Yûta ihm sagen würde, er solle endlich nach Hause verschwinden. Aber das passierte nicht. Stattdessen ließ der Captain sich mit einem dumpfen Geräusch neben ihn auf die Matte fallen. Erstaunt sah Ryôsuke ihn an. Was einfacher gewesen war, als Yûta noch vor ihm gestanden hatte.
Keiner von ihnen sagte etwas. Für eine ganze Weile nicht. Dann aber meinte Yûta: “Warum bist du nicht zu Hause? Oder bei… Wataru?”
“Wataru ist bei Nippori. Alleine wollte ich nicht ins Kamome.” Bei Nippori konnte er schließlich nichts tun und ohne Wataru machte es keinen Spaß, in Natsukos Restaurant zu sitzen. Dann hatte er immer das Gefühl, kein Recht darauf zu haben, dortzusein. Dinge, die Yûta wohl nie verstehen würde und dafür sollte er dankbar sein. Vielleicht war das der Grund, warum sich wieder Schweigen zwischen ihnen ausbreitete. Weil Yûta eben nicht wie alle anderen tickte und ihn mit Fragen löcherte. Oder dumme Sprüche abgab. Was auch eine vollkommen normale Reaktion gewesen wäre. Oder vielleicht… vielleicht sah er doch mehr als sie dachten und wusste, wann man den Mund halten sollte.
Wie auch immer. Ryôsuke hatte gar nichts dagegen, in Ruhe gelassen zu werden.
Bis: “Warum gehst du nie nach Hause?”
Entnervt stöhnte Ryôsuke auf. “Ist das dein Ernst?” War das sein Ernst? Jetzt kamen doch die blöden Fragen? “Ich geh doch nach Hause.”
Er bekam keine Antwort und als er wieder die Augen öffnete (was auch schon mal einfacher gewesen war), bemerkte er, dass Yûta lieber die Wand anstarrte als ihn anzusehen. Möglich, dass ihm klar war, dass das hier kein gutes Thema war. Überhaupt keins.
“Du bist immer bei Wataru.”
“Er ist mein bester Freund.” Und das war alles, was er dazu zu sagen hatte. Auch wenn Yûta so aussah, als würde er mit der Antwort nicht wirklich klarkommen. Jedenfalls arbeitete es in seinem Gesicht. “Okay”, sagte er schließlich. Es war unmöglich zu sagen, ob er es wirklich verstand oder nicht. Vermutlich war es auch egal. Hauptsache, er ging ihm nicht mehr auf die Nerven.
“Du kannst trotzdem nicht länger hierbleiben. Das ist eine Sporthalle.”
“Na und?” Ächzend setzte Ryôsuke sich auf und stützte den Kopf in seine Hände.
“Es ist gegen die Schulregeln, hier zu schlafen.”
Natürlich. “Okay, okay. Ich verschwinde ja schon.”
Jetzt ruckte Yûtas Kopf endlich wieder in seine Richtung. Gut so. Ryôsuke mochte es nicht besonders, wenn man mit ihm redete, ohne ihn anzusehen. “So hab ich das nicht gemeint.”
“Jaja.” Ryôsuke kam auf die Füße und Yûta folgte seinem Beispiel. Zusammen gingen sie nach draußen und über das fast ausgestorbene Schulgelände. Ein paar ihrer Mitschüler saßen noch zusammen, aber die allermeisten waren schon heimgegangen oder was auch immer der brave japanische Schüler nach dem Unterricht und den Clubs sonst so tat. Oder auch die weniger braven. Auf dem Parkplatz standen noch ein paar Autos, aber auch die meisten Lehrer waren nicht mehr da. Kein Wunder, es wurde langsam dunkel. Ryôsuke hatte gar nicht gemerkt, dass es schon so spät geworden war. Etwas zu lange, um zu erklären, wie es zu einem dummen Sportunfall gekommen war.
Etwas, worüber Ryôsuke sich jetzt aber keine weiteren Gedanken machen wollte. Außerdem wurde er davon abgelenkt, dass sie vor der Schule keine getrennten Wege gingen, wie sonst immer. Dabei war er sich ziemlich sicher, dass Yûta in eine andere Richtung wohnte. Jetzt aber ging er schweigend neben ihm her Richtung Kamome. Ein paar Mal war Ryôsuke drauf und dran, ihn zu fragen, was das sollte. Klar, sie trafen sich mit schöner Regelmäßigkeit bei Wataru und schlugen sich den Bauch voll, aber heute war ganz sicher nicht so ein Tag.
Irgendwann mussten selbst Yûta seine musternden Blicke aufgefallen sein, denn er blieb stehen. “Stört es dich, wenn ich mitkomme?”
Überrascht sah Ryôsuke ihn an. Dann schüttelte er den Kopf. “Nein… tut es nicht.” Was er selbst wohl merkwürdiger finden sollte. Vor ein paar Monaten hätte er noch jeden ausgelacht, der ihm erzählen würde, dass er einmal ausgerechnet die Gesellschat von Takenaka Yûta ganz angenehm finden würde. Auch wenn es vermutlich rein rationale Gründe hatte, dass er mitkam. Schließlich musste man blind sein um nicht zu merken, dass er in der Schule nichts verloren gehabt hatte. Oder abgelenkt von einem Unfall.
“Ich dachte nur, dass du bei Nippori vorbeischauen würdest, wenn der im Krankenhaus fertig ist.” Oder gleich im Krankenhaus vorbeischauen.
“Wataru ist ja bei ihm.”
“Na und?”
“Jemand musste sich um die anderen kümmern.” Yûtas Stimme klang, als wäre das etwas gewesen, das er irgendwann einmal auswendig gelernt hatte. Vermutlich war es besser, das nicht weiter zu hinterfragen. Also nickte Ryôsuke, was vermutlich genauso einstudiert wirkte. “Aha. Komm… schlafen wir hier nicht ein.”
Vermutlich war eher er in Gefahr, einzuschlafen. Zum Glück war das Kamome bereits in Sicht und Ryôsuke war sich sicher, dass er nicht der einzige war, der wenigstens etwas erleichtert war, als sie endlich durch die Tür traten.

Date: 2016-08-02 07:49 pm (UTC)
From: [identity profile] tsutsumi.livejournal.com
Oh Gott ;__;
Ach, mein Herz ;__; Calm down my heart, don't beat so fast ;__;

Okay, eins nach dem anderen!
Erstmal: Viiiielen liebe Dank dafür *__* Ich freu mich so! <33

Und oh Gott, ich weiß gar nicht, was ich schöner finde - die Tatsache, dass Ryôsuke nicht nach Hause gehen möchte, weil - warum sollte er nach Hause gehen? (Sorry, sagte ich 'schön'? Ich meinte 'schrecklich schön')
Oder dass er sich auf eine seltsame Weise abgehängt fühlt von dem Trubel und all der Aufmerksamkeit, die dem armen Nippori jetzt zugute kommt.

Denn wir wissen ja, wie sehr Ryôsuke leidet, wenn Wataru seine Liebe so völlig auf jemanden/etwas anderes konzentriert. Weil ugh... und deswegen liegt er da abends ganz allein rum und ist traurig und kann nicht mal in Worte fassen, warum... Ach Häschen....

Und dann halt Yûta, der in diesem Moment merkt, was Ryôsukes braucht und ganz aufmerksam und still und einfach... da ist und nicht weggeht und in all seiner Ratlosigkeit einfach nur weiter da ist.
Und damit instinktiv das Richtige tut. ;_;

GOTT

Ich hab die beiden so lieb, gerade auch dann, wenn sie sich so lieb umeinander kümmern. ;_;

Es ist entzückend! Hab vielen Dank nochmal <33

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