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Team: Slytherin
Challenge: h/c - Bett teilen (für mich)
Fandom: Dragon Age
Charaktere: Dorian, male!Inquisitor, Sera, Blackwall, Solas
Anmerkung: Spielt während der Adamant-Quest, etwas angelehnt an meine Entscheidungen im Spiel. Dorian durfte nicht mit und hat meinen Inquisitor dafür etwas angezickt, als wir zurück in Skyhold waren. Well… jetzt meine Version von dem, wie Dorian es erlebt, als einige Dinge… schiefgehen? (Ja, ich habe mir gewisse Freiheiten erlaubt. Weil es einfach langweilig ist, wenn Dorian in Skyhold ist und es erst hinterher mitkriegt *hust*)
Und vermutlich hab ich die Charaktere ruiniert, aber hey. Ich schreibe sie (also außer Hawke und Varric und die fallen hier nicht ins Gewicht) zum ersten Mal!
Wörter: ~1700


Es eine Katastrophe zu nennen, war noch eine Untertreibung.
Wahnsinnige Graue Wächter, die es für eine grandiose Idee hielten, Dämonen zu beschwören.
Und da sagte man noch, Vints konnte man nicht trauen. ER war nicht derjenige gewesen, der mit der Blutmagie angefangen hatte. Trotzdem war er derjenige, der die schiefen Blicke bekam. Ziemlich sicher ein Grund, warum der Inquisitor ihn nicht mitgenommen hatte. Im Kampf sah ein Vint aus wie der andere. Dunkle Haut und Haare: Bamm!
Dorian hatte sich nicht beklagt. Es war nicht besonders komfortabel im Lager der Inquisition, aber es regnete nicht. Etwas, was er im Fahlbruch sehr zu schätzen gelernt hatte. Kein. Regen. Außerdem waren der Eiserne Bulle, Varric und Cole dabei. Und Hawke und dieser Graue Wächter. Alistair. Hawke hatte sich in seiner Gegenwart anfangs nicht wohlgefühlt, aber am letzten Abend hatten sie eine Partie Schach gespielt. Dorian hatte gewonnen. Knapp.
Wirklich, alles hatte gut ausgesehen. Selbst Cullen war zufrieden damit gewesen, wie alles lief, da war Dorian sich sicher gewesen. Er hatte weniger angespannt als sonst gewirkt.
Jedenfalls bis der Erzdämon sich die Ehre gab.
Ganz sicher derselbe Erzdämon, der schon Haven in einen Haufen Asche verwandelt hatte, davon war Dorian überzeugt, obwohl er natürlich viel zu weit weg war, um irgendetwas genau erkennen zu können. Was einer gewissen Ironie nicht entbehrte, wenn man bedachte, das sich dort alles um eine Urne mit einem Haufen Asche gedreht hatte.
Dorian hatte seinen Stab kampfbereit erhoben, bevor ihm klar wurde, dass er hier nichts ausrichten konnte. Gar nichts. Er hielt den Stab so fest, dass er sich sicher war, es knirschen zu hören. Funken stoben hervor, aber sie hatten kein Ziel. Der Dämon war zu weit weg.
Nichts, was er tun konnte. Wie schon in Haven. Aber da… da war er gerade erst zur Inquisition gestoßen. Er hatte die Leute noch nicht so gut gekannt. Seine eigene Haut war ihm wichtiger gewesen. Aber jetzt… Kieran war dort. Mittendrin. Wie er immer überall mittendrin war. Weil er der verdammte Inquisitor war! Er konnte sich nicht raushalten, selbst wenn er es wollte.
Kieran war der Meinung, dass er einfach nur das unglaubliche Pech gehabt hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Und gleichzeitig das wahnsinnige Glück, die Sache auch noch zu überleben. Dorian war sich da nicht so sicher. Gerade jetzt hoffte er mehr denn je, dass es doch der Erbauer oder Andraste gewesen waren, die den Inquisitor ausgewählt hatten. Das steigerte seine Chancen, auch das zu überleben.
“Das sieht ziemlich übel aus, was?” Wie es ihre Art war, war Sera wie aus dem Nichts aufgetaucht und Dorian biss die Zähne zusammen. Diese Elfe schien nichts ernst zu nehmen. Aber den Eindruck erweckte er selbst auch immer gerne, daher war es wohl nicht an ihm, über sie zu urteilen. Kieran und sie hatten eine im Laufe der Monate eine schwer zu durchschauende geschwisterliche Beziehung entwickelt, von der Cassandra einmal geäußert hatte, dass sie sich nicht sicher war, ob Sera einen schlechten Einfluss auf den Inquisitor hatte, oder er einen guten auf Sera. Vielleicht irgendwie beides.
Jetzt waren ihre blauen Augen konzentriert auf die Festung gerichtet. Erst als sie merkte, dass Dorian sie beobachtete, wandte sie sich ihm zu und verzog den Mund zu einem sarkastischen Lächeln, das niemanden überzeugte. Dorian am allerwenigsten. “Ganz schön ätzend, oder? Corypheus kann einfach nicht fair spielen.”
“Das wird nichts ändern. Er wird unterliegen.”
Blackwall. Dorian seufzte. Mit Seras Anwesenheit konnte er leben. Aber Blackwall hatte es mit seiner viel zu ruhigen Art an sich, ihn nur noch nervöser zu machen. Schlimmer wäre nur Cassandra, aber die stand bei Cullen. Gut so.
Gleichzeitig war es irgendwie… nett, wie die anderen ihm beistehen wollten. Was zwischen dem Inquisitor und ihm lief war kein Geheimnis, auch wenn sie sich zurückhielten, wenn sie in der Öffentlichkeit waren. Aber Kieran war die Meinung der anderen ziemlich egal. Wenigstens wurde er es nicht müde, das zu behaupten. Es musste stimmen, schließlich gab es kaum etwas, was den Ruf mehr ruinieren konnte, als eine Beziehung zu einem Magier aus Tevinter. Dorian wusste, was die Leute wisperten, wenn sie glaubten, niemand würde sie hören. Irgenjemand hörte sie immer. Dass er ein Blutmagier war, der den Inquisitor zu einem eigenen Vergnügen verdarb, war noch das harmloseste. Andere behaupteten, er wäre ein Spion, der entweder alle Geheimnisse an die Venatori weitergab oder wahlweise am Ende die ganze Inquisition dem Imperium verkaufen würde. Es war ermüdend. Als ob sich jemand mit derartigen Absichten unter Lelianas Nase in den inneren Kreis um den Inquisitior schleichen könnte. Die Nachtigall hatte ihm am Anfang auch nicht getraut, aber er war noch am Leben. Also hatte er wohl etwas richtig gemacht.
“Du wärst lieber dort, nicht wahr?”
Oh, wie Dorian es hasste, wenn Blackwall einmal beschlossen hatte, sich einzumischen.
“Ja, natürlich. Von einem Erzdämon gegrillt zu werden gehört zu den Dingen, die ich vor meinem Tod immer schon machen wollte. Das wäre eher deine Aufgabe, oder nicht?” Blackwall war ein verdammter Grauer Wächter, was trieb der Kerl also noch hier? Aber Fakt war, er hatte sich nicht darum gerissen, Kieran in die Festung zu begleiten. Aber eigentlich hatte nur Varric klargemacht, dass er nicht zurückgelassen werden würde. Ganz sicher wegen Hawke, der augenverdrehend gesagt hatte: “Nehmt ihn lieber mit. Seine Geschichten sind näher an der Wirklichkeit, wenn er dabei war. Und weniger peinlich.” Dorian hatte das Gefühl, dass Hawke da aus Erfahrung sprach. Er sollte vielleicht doch mal das Buch lesen, das Varric über den Champion von Kirkwall geschrieben hatte. Der Eiserne Bulle war natürlich immer begeistert dabei, wenn es darum ging, jemanden umzubringen. Und Cole… der hatte einfach nur helfen wollen. Wie immer. Andraste, Dorian war froh, dass Cole nicht hier war.
Dorian war nicht überrascht, dass Blackwall auf seinen Kommentar nicht weiter einging. “Jetzt merken die Grauen Wächter wenigstens, dass sie auf dem falschen Weg sind.”
Gerade wollte Dorian etwas darauf erwidern, als die Wirklichkeit erbebte. Dorian kannte das Gefühl. Wenn die Realität ein Loch bekam. Einen Riss. Irgendwo murmelte Solas etwas, was ganz sicher ein elfischer Fluch war. Dann war alles wieder normal.
Der Erzdämon stieß ein Kreischen aus, das ihm durch und durch ging und flog davon. Alles wurde still.
“Was…” Sera fand als erstes die Sprache wieder. Wenigstens zum Teil. Dorian stützte sich auf seinen Stab und sah Solas an, der sich ihnen auf leisen Sohlen genähert hatte.
“Das war nicht das, was ich denke, oder?”
Der Elf schloss einen Moment die Augen. “Ich fürchte schon.” Weiter ins Detail ging er nicht. Musste er auch nicht. Die ganze Zeit war Dorian sich in einem kleinen Teil seiner Wahrnehmung bewusst gewesen, dass Kieran… da war. Der Inquisitor war ein Magier von inzwischen ziemlich beeindruckender Macht. Selbst wenn seine Gefühle für ihn nicht dagewesen wären, er hätte ihn gespürt, da war Dorian sich sicher. Aber jetzt war dort nichts mehr.
Ihm wurde kalt. Furchtbar kalt. War er tot? Oder einfach nur im Nichts verschwunden? Was vermutlich dasselbe war. Selbst Kieran konnte nicht so ein unverschämtes Glück haben, so einen Ausflug zweimal zu überleben.
Noch vor einer Stunde hätte Dorian es abgetan, dass er so empfinden würde. So eine Angst. So eine furchtbare Leere. Aber sie war da. Was sollte er tun, wenn Kieran nicht mehr zu ihm zurückkehren würde?
Natürlich klang Solas fast so, als würde ihn das alles nichts angehen. Als wäre es nichts weiter als ein interessantes Phänomen. Fast. “Der Inquisitor muss einen Riss geöffnet haben.”
“Was?” Seras Kopf ruckte herum. “Er soll die Risse schließen, keine neuen öffnen!”
“Ich bezweifle, dass er es absichtlich getan hat. Und der Riss hat sich bereits wieder geschlossen.”
“Oh… okay. Das ist gut, oder?”
“Wenn er einen anderen Weg zurück findet, dann ja.”
Wenn… Dorian starrte Adamant an. Das war von Anfang an eine schlechte Idee gewesen. Aber Kieran… er musste zurückkehren. Er musste es einfach. Eine andere Möglichkeit konnte er nicht in Betracht ziehen. Irgendjemand sagte etwas zu ihm, aber Dorian schenkte seiner unmittelbaren Umgebung keine Aufmerksamkeit mehr.
Irgendwann, er konnte beim besten Willen nicht sagen, wie lange es gedauert hatte, erschütterte ein weiterer Riss die Realität und hätte Dorian sich nicht sowieso schon auf seinen Stab gestützt, die Erleichterun hätte ihn von den Füßen gefegt, als er wieder Kierans vertraute Kraft spürte. “Sie sind zurück”, flüsterte er.

Es dauerte noch eine Weile, bis der Inquisitor und die anderen in das Lager zurückkamen. Sie waren blutbespritzt, aber schienen selbst unverletzt zu sein. Alistair fehlte und Hawkes Gesicht war düster. Es überraschte Dorian nicht, dass Varric neben Hawke ging. Leise redete er auf den Champion ein, der schließlich müde lächelte. Jetzt waren sie auch nahe genug, dass Dorian Worte verstehen konnte. “Er wird sowieso nicht begeistert sein, wenn er es hört.” Varric lachte. “Das stimmt. Aber meine Chancen, es zu überleben sind gestiegen.”
Es musste also um Hawkes Partner gehen. Dorian wusste, dass es da jemanden gab, aber es hatte ihn nicht genug interessiert, um dem mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Auch jetzt lagen seine Prioritäten woanders. Kieran wirkte blass und müde. Sein Mantel hatte einen ziemlich beeindruckenden Riss, der für eine schwerere Verletzung sprach, von der aber jetzt nichts mehr zu sehen war. Dass sie dagewesen war, war schlimm genug.
Ohne sich um die vielen Augen und Ohren um sie herum zu kümmern, überbrückte Dorian die letzten Meter zwischen ihnen und blieb erst dicht vor dem Inquisitor stehen, der ihn erschöpft anlächelte.
“Mach so etwas nie wieder. Hörst du mich?”
“Was meinst du genau?”
“Im Nichts verschwinden und mich glauben lassen, du wärst tot!”
“Ich werd versuchen, es zu vermeiden.
Das war nicht annähernd genug, aber Dorian ließ es erstmal auf sich beruhen. “Du siehst müde aus, Amatus.”
“Du auch. Komm… die werden ein paar Stunden alleine zurechtkommen.” Ohne den anderen einen weiteren Blick zu schenken, nahm Kieran Dorians Hand und sie gingen zu dem Zelt, das sie sich teilten.
Es dauerte, bis Dorian einschlafen konnte, ein Problem, das Kieran nicht gehabt hatte. Aber allein die Tatsache, dass er seinen Partner im Arm halten konnte, spürte wie er atmete, beruhigte ihn langsam, bis er ebenfalls wegdämmerte.

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