Team: Slytherin
Challenge: Humor/Crack – „Ich habe eine Wette verloren.“ (für mich)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Harry, Fred, George
Inhalt: Die Zwillinge benehmen sich plötzlich sehr eigenartig.
Harry hörte erst nur Geflüster.
Unverständliches Gemurmel hinter vorgehaltener Hand. Bedeutungsschwangere Blick, die ausgetauscht wurden.
Harry hatte zunächst keine Ahnung, was eigentlich vorging, aber da es offenbar keine lebensgefährliche Situation darstellte, sondern einige Schüler von Hogwarts augenscheinlich bloß unsagbar verwirrte, entschied er, es einfach zu ignorieren. Er hatte mehr als genug Stress mit den ganzen Prüfungen und dann noch der winzigen Kleinigkeit mit Voldemort und seiner Gefolgschaft von Todessern – da hatte er wahrlich keine Zeit für irgendwelchen nichtssagenden Klatsch.
Doch zwei Tage später hörte einen Jungen einem anderen zuflüstern: „Das ist echt eigenartig mit den Weasley Zwillingen.“
Und Harrys Interesse war sofort geweckt.
Denn wenn Fred und George irgendwo involviert waren, konnte das selten was gutes bedeuten.
Und somit spitzte Harry sofort seine Ohren, erpicht, all das aufzuschnappen, was er zuvor linksliegen gelassen hatte. Das nicht identifizierbare Geflüster wurde plötzlich zu klaren Worten.
Und schnell wurde Harry bewusst, dass sich die Zwillinge in der Tat seit gut einer Woche äußerst merkwürdig benahmen und alle in ihrem Umfeld damit außerordentlich irritierten.
Es war nicht so, dass sie irgendetwas Dummes anstellten oder in einer dunklen Ecke wieder irgendetwas ausheckten – nein, das wäre vollkommen normal gewesen. Chaos und Schabernack waren Freds und Georges zweite Vornamen, das war absolut jedem in Hogwarts bekannt.
Nein, das unglaublich sonderbare an der ganzen Sache war, dass die Zwillinge plötzlich zu vorbildlichen Musterschülern mutiert waren.
(Und einige der anderen Jugendlichen glaubten, dies wäre der erste Vorbote der Apokalypse.)
Sie hielten sich an absolut jede Regel, die es zu befolgen gab – selbst die absolut unsinnigen aus grauer Vorzeit, die besagten, dass man im Korridor des Westflügels seinen Atem anhalten sollte oder alle Lehrer mit einer Verbeugung zu begrüßen hatte – und mahnten jeden, der auch nur ein kleines bisschen aus der Reihe tanzte. Sie reichten ihre Hausaufgaben überpünktlich ein und erledigten sogar noch ein paar Extraaufgaben, die keiner von ihnen verlangt hatte. Sie nahmen aktiv am Unterricht teil und störten kein einziges Mal, verpetzten sogar Schüler, die es wagten, Zettelchen oder dergleichen hinter dem Rücken des Lehrers auszutauschen. Und sie tauchten offenbar inzwischen so oft in der Bibliothek auf, um zu lernen, dass es Hermine völlig aus dem Konzept brachte und auch sie bald von dem nahenden Weltuntergang sprach.
Es war schlichtweg merkwürdig.
Und darum entschied sich Harry eines Abends das zu tun, was sich bisher aus irgendeinem Grund kein anderer getraut hatte: Er konfrontierte sie ganz offen.
„Okay, ich muss einfach fragen“, sagte Harry, als er mit den beiden alleine im Gemeinschaftsraum war. Sie saßen an dem bulligen Tisch, über ihre Pergamentblätter gebeugt, und wirkten fast noch eifriger als Hermine an ihren schlimmsten Tagen. „Was zur Hölle ist los mit euch?“
Fred hob seinen Kopf. „Was meinst du?“
Harry verdrehte seine Augen. „Muss ich es wirklich aussprechen?“
George grinste breit. „Du meinst die Tatsache, dass wir zu einer noch strebsameren Version von Hermine Granger geworden sind?
Harry hätte es vielleicht nicht unbedingt auf diese Weise formuliert, aber er nickte dennoch. „Seid ihr wirklich von Dämonen besessen, wie manche behaupten? Oder vom Blitz getroffen worden? Hirntumor? Ein Zauber, der wirklich absolut nach hinten losgegangen ist?“
Die Zwillinge lachten lautstark.
„Echt, das wird alles über uns gesagt?“ Fred grinste breit. „Das ist wirklich genial!“
„Wir sollten vielleicht noch ein paar eigene Gerüchte in Umlauf bringen“, meinte George. „Ich hab mal von irgendwelchen asiatischen Feuerwürmern gehört, die durch dein Ohr in dein Gehirn wandern. Das wäre doch auch eine nette Geschichte.“
„Und was ist die Wahrheit?“ Harry betrachtete George, der ihm am nächsten saß, durchdringend, in der Hoffnung, dass er einigermaßen überzeugend rüberkam.
Dieser seufzte nach einem kurzen Augenblick des Schweigens und gab zu: „Ich habe eine Wette verloren.“
„Wir haben eine Wette verloren“, korrigierte Fred sofort.
„Ja, aber es war meine Idee“, erwiderte George. „Du hast einfach nur mitgezogen, da ich deine Sonne, dein Mond und deine Sterne bin und du nicht ohne mich atmen kannst.“
Fred schnaubte daraufhin abfällig und schlug seinem Bruder gegen die Schulter, woraufhin die beiden in eine heftige Diskussion ausbrachen, wer von ihnen das Alpha-Chaostier war.
Harry konnte sich bloß seufzend die Schläfen reiben. „Und um was habt ihr genau gewettet.“
George zuckte mit den Schultern. „Wir haben mit Lee Jordan gewettet, dass wir einen Gegenstand aus Snapes persönlichen Zimmer holen könnten.“
Harry hob seine Augenbraue. „Und das hat offenbar nicht geklappt?“
„Nein, Seine Hoheit hat seine Schlafgemächer bestens gegen ungewollte Besucher geschützt“, meinte Fred, die Mundwinkel nach unten gezogen. „Ich habe mir echt ein paar unschöne blaue Flecken geholt, als wir so durch die Luft geschleudert sind.“
„Gott sei Dank hat Snape uns nicht erwischt“, fügte George noch hinzu. „Das wäre echt unangenehm geworden.“
Harry nickte zustimmend. „Und … euer Wetteinsatz war …?“
„Na ja, wir dachten, Lee würde sich was Normales einfallen lassen. Ein paar Stinkbomben, vielleicht einige Poltergeister loslassen oder die halbe Schule in die Luft sprengen. Das Übliche eben.“
„Aber diese fiese Fuchs hatte eine andere Idee“, meinte Fred. „Im Grunde das genaue Gegenteil von dem, was alle erwarten.“
Harry konnte nicht umhin zu schmunzeln, als sich die ganze Geschichte vor ihm ausbreitete. Anstatt die Zwillinge Unheil stiften oder sie irgendetwas Peinliches tun zu lassen, wie es nun mal für sie typisch war, hatte Lee sich offenbar entschieden, den Spieß umzudrehen.
„Anstatt gegen Regeln zu verstoßen sollen wir sie plötzlich befolgen“, erklärte George seufzend. „Wir sollen für einen Monat die besten Musterschüler spielen, die Hogwarts je gesehen hat.“
„Und das ist echt furchtbar anstrengend, kann ich dir sagen.“ Fred verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie schafft das der Großteil normalerweise? Bei denen sieht das alles so leicht aus.“
„Bewundernswert“, stimmte George seinem Bruder zu.
Harry legte derweil seinen Kopf schief. „Und was passiert, wenn der Monat vorbei ist?“
Die Zwillinge tauschten einen Blick aus, der absolut nicht Gutes bedeutete, und grinsten teuflisch.
Und als dann gut zwei Wochen der Monat abgelaufen war, brach tatsächlich die Apokalypse aus.
Challenge: Humor/Crack – „Ich habe eine Wette verloren.“ (für mich)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Harry, Fred, George
Inhalt: Die Zwillinge benehmen sich plötzlich sehr eigenartig.
Harry hörte erst nur Geflüster.
Unverständliches Gemurmel hinter vorgehaltener Hand. Bedeutungsschwangere Blick, die ausgetauscht wurden.
Harry hatte zunächst keine Ahnung, was eigentlich vorging, aber da es offenbar keine lebensgefährliche Situation darstellte, sondern einige Schüler von Hogwarts augenscheinlich bloß unsagbar verwirrte, entschied er, es einfach zu ignorieren. Er hatte mehr als genug Stress mit den ganzen Prüfungen und dann noch der winzigen Kleinigkeit mit Voldemort und seiner Gefolgschaft von Todessern – da hatte er wahrlich keine Zeit für irgendwelchen nichtssagenden Klatsch.
Doch zwei Tage später hörte einen Jungen einem anderen zuflüstern: „Das ist echt eigenartig mit den Weasley Zwillingen.“
Und Harrys Interesse war sofort geweckt.
Denn wenn Fred und George irgendwo involviert waren, konnte das selten was gutes bedeuten.
Und somit spitzte Harry sofort seine Ohren, erpicht, all das aufzuschnappen, was er zuvor linksliegen gelassen hatte. Das nicht identifizierbare Geflüster wurde plötzlich zu klaren Worten.
Und schnell wurde Harry bewusst, dass sich die Zwillinge in der Tat seit gut einer Woche äußerst merkwürdig benahmen und alle in ihrem Umfeld damit außerordentlich irritierten.
Es war nicht so, dass sie irgendetwas Dummes anstellten oder in einer dunklen Ecke wieder irgendetwas ausheckten – nein, das wäre vollkommen normal gewesen. Chaos und Schabernack waren Freds und Georges zweite Vornamen, das war absolut jedem in Hogwarts bekannt.
Nein, das unglaublich sonderbare an der ganzen Sache war, dass die Zwillinge plötzlich zu vorbildlichen Musterschülern mutiert waren.
(Und einige der anderen Jugendlichen glaubten, dies wäre der erste Vorbote der Apokalypse.)
Sie hielten sich an absolut jede Regel, die es zu befolgen gab – selbst die absolut unsinnigen aus grauer Vorzeit, die besagten, dass man im Korridor des Westflügels seinen Atem anhalten sollte oder alle Lehrer mit einer Verbeugung zu begrüßen hatte – und mahnten jeden, der auch nur ein kleines bisschen aus der Reihe tanzte. Sie reichten ihre Hausaufgaben überpünktlich ein und erledigten sogar noch ein paar Extraaufgaben, die keiner von ihnen verlangt hatte. Sie nahmen aktiv am Unterricht teil und störten kein einziges Mal, verpetzten sogar Schüler, die es wagten, Zettelchen oder dergleichen hinter dem Rücken des Lehrers auszutauschen. Und sie tauchten offenbar inzwischen so oft in der Bibliothek auf, um zu lernen, dass es Hermine völlig aus dem Konzept brachte und auch sie bald von dem nahenden Weltuntergang sprach.
Es war schlichtweg merkwürdig.
Und darum entschied sich Harry eines Abends das zu tun, was sich bisher aus irgendeinem Grund kein anderer getraut hatte: Er konfrontierte sie ganz offen.
„Okay, ich muss einfach fragen“, sagte Harry, als er mit den beiden alleine im Gemeinschaftsraum war. Sie saßen an dem bulligen Tisch, über ihre Pergamentblätter gebeugt, und wirkten fast noch eifriger als Hermine an ihren schlimmsten Tagen. „Was zur Hölle ist los mit euch?“
Fred hob seinen Kopf. „Was meinst du?“
Harry verdrehte seine Augen. „Muss ich es wirklich aussprechen?“
George grinste breit. „Du meinst die Tatsache, dass wir zu einer noch strebsameren Version von Hermine Granger geworden sind?
Harry hätte es vielleicht nicht unbedingt auf diese Weise formuliert, aber er nickte dennoch. „Seid ihr wirklich von Dämonen besessen, wie manche behaupten? Oder vom Blitz getroffen worden? Hirntumor? Ein Zauber, der wirklich absolut nach hinten losgegangen ist?“
Die Zwillinge lachten lautstark.
„Echt, das wird alles über uns gesagt?“ Fred grinste breit. „Das ist wirklich genial!“
„Wir sollten vielleicht noch ein paar eigene Gerüchte in Umlauf bringen“, meinte George. „Ich hab mal von irgendwelchen asiatischen Feuerwürmern gehört, die durch dein Ohr in dein Gehirn wandern. Das wäre doch auch eine nette Geschichte.“
„Und was ist die Wahrheit?“ Harry betrachtete George, der ihm am nächsten saß, durchdringend, in der Hoffnung, dass er einigermaßen überzeugend rüberkam.
Dieser seufzte nach einem kurzen Augenblick des Schweigens und gab zu: „Ich habe eine Wette verloren.“
„Wir haben eine Wette verloren“, korrigierte Fred sofort.
„Ja, aber es war meine Idee“, erwiderte George. „Du hast einfach nur mitgezogen, da ich deine Sonne, dein Mond und deine Sterne bin und du nicht ohne mich atmen kannst.“
Fred schnaubte daraufhin abfällig und schlug seinem Bruder gegen die Schulter, woraufhin die beiden in eine heftige Diskussion ausbrachen, wer von ihnen das Alpha-Chaostier war.
Harry konnte sich bloß seufzend die Schläfen reiben. „Und um was habt ihr genau gewettet.“
George zuckte mit den Schultern. „Wir haben mit Lee Jordan gewettet, dass wir einen Gegenstand aus Snapes persönlichen Zimmer holen könnten.“
Harry hob seine Augenbraue. „Und das hat offenbar nicht geklappt?“
„Nein, Seine Hoheit hat seine Schlafgemächer bestens gegen ungewollte Besucher geschützt“, meinte Fred, die Mundwinkel nach unten gezogen. „Ich habe mir echt ein paar unschöne blaue Flecken geholt, als wir so durch die Luft geschleudert sind.“
„Gott sei Dank hat Snape uns nicht erwischt“, fügte George noch hinzu. „Das wäre echt unangenehm geworden.“
Harry nickte zustimmend. „Und … euer Wetteinsatz war …?“
„Na ja, wir dachten, Lee würde sich was Normales einfallen lassen. Ein paar Stinkbomben, vielleicht einige Poltergeister loslassen oder die halbe Schule in die Luft sprengen. Das Übliche eben.“
„Aber diese fiese Fuchs hatte eine andere Idee“, meinte Fred. „Im Grunde das genaue Gegenteil von dem, was alle erwarten.“
Harry konnte nicht umhin zu schmunzeln, als sich die ganze Geschichte vor ihm ausbreitete. Anstatt die Zwillinge Unheil stiften oder sie irgendetwas Peinliches tun zu lassen, wie es nun mal für sie typisch war, hatte Lee sich offenbar entschieden, den Spieß umzudrehen.
„Anstatt gegen Regeln zu verstoßen sollen wir sie plötzlich befolgen“, erklärte George seufzend. „Wir sollen für einen Monat die besten Musterschüler spielen, die Hogwarts je gesehen hat.“
„Und das ist echt furchtbar anstrengend, kann ich dir sagen.“ Fred verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie schafft das der Großteil normalerweise? Bei denen sieht das alles so leicht aus.“
„Bewundernswert“, stimmte George seinem Bruder zu.
Harry legte derweil seinen Kopf schief. „Und was passiert, wenn der Monat vorbei ist?“
Die Zwillinge tauschten einen Blick aus, der absolut nicht Gutes bedeutete, und grinsten teuflisch.
Und als dann gut zwei Wochen der Monat abgelaufen war, brach tatsächlich die Apokalypse aus.
no subject
Date: 2016-07-23 12:49 pm (UTC)Fred und George als Musterschüler kündet definitiv von der nahenden Apokalypse. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn alle Ideen aus diesen 2 Wochen plötzlich schlagartig umgesetzt werden... :D
no subject
Date: 2016-07-24 11:38 am (UTC)Das war das allererste Mal, dass ich mich an HP gewagt habe, da ist man ja dann immer ein bisschen unsicher, ob man's einigermaßen gut hingekriegt hat -- aber freut mich zu hören, dass es offenbar Anklang gefunden hat!
Und ja, da hat sich dann am Ende einiges entladen ;)
no subject
Date: 2016-07-23 03:06 pm (UTC)no subject
Date: 2016-07-24 11:41 am (UTC)Vielen lieben Dank!
Freut mich, dass es gefallen hat ^^
no subject
Date: 2016-07-23 05:08 pm (UTC)Die Beiden hast du super getroffen. Ich liebe sie!
no subject
Date: 2016-07-24 11:42 am (UTC)Macht aber echt Bock, in dem Universum zu schreiben -- müsstest du auch mal probieren ;)
Danke schön!
no subject
Date: 2016-07-24 07:42 am (UTC)<3
Die Apokalypse stelle ich mir lieber nicht vor ;)
no subject
Date: 2016-07-24 11:44 am (UTC)Aber auf jeden Fall vielen Dank!
Freut mich, dass es dir gefallen hat ^^