Team: Gryffindor
Challenge: Smut/Kink: Experimente [für mich]
Fandom: Original
Personen: Greta, Anna, die Nixe
Wörter: ~1500
Anmerkung: Fortsetzung von der anderen femslash-Fic (http://120-minuten.livejournal.com/1115651.html).
Anna schwieg auch am Tag nach dem Gewitter noch.
Schweigen, das hatte Greta fast vergessen, weil sie sich mit ihrer besten Freundin äußerst selten unproduktiv stritt, konnte Anna eisern.
Genau genommen stritten sie ja nicht einmal.
Es war nur so gewesen, dass sie einander versehentlich an Stellen gekratzt hatten, an denen es der jeweils anderen überraschenderweise besonders wehgetan hatte.
Und Greta wusste sich keinen Rat, wie sie nun damit umgehen sollte.
Wenn Anna eines konnte, dann schweigend den Tag mit einem verbringen. Sie trank morgens schweigend ihren Kaffee, tippte danach schweigend auf ihrem Handy herum, ging schweigend duschen, packte schweigend ihr Strandzeug zusammen, sortierte sich schweigend neben Greta in ihren Stammstrandkorb und klappte dann ein Buch auf um sich schweigend darin zu vergraben.
Das half natürlich um Weiten. Bücher waren Annas Lieblingswaffen, auch gerade dann, wenn es darum ging, jemanden eisig anzuschweigen.
Es war ja nicht so, dass Greta es nicht versuchte.
Sie hatte „Guten Morgen“ gesagt, sie hatte erwähnt, wie schön das Wetter wieder aussah. Sie hatte Anna gefragt, ob diese ein oder zwei Brötchen zum Frühstück wollte (Anna hatte nur zwei Finger wie zu einem Peace-Zeichen erhoben). Sie hatte sogar gefragt, ob sie zur Abwechslung einen anderen Strandkorb wollte.
Dabei hing ihr die letzte Nacht noch genauso in den Knochen wie Anna.
Also. Vermutlich.
Sie wusste es ja nicht zu hundert Prozent.
Gegen Mittag seufzte sie leise, weil es ihr zuviel wurde und legte ihr Pseudo-Wissenschaftsmagazin („Wie hatten Menschen in der Steinzeit Sex??“) zur Seite und sah Anna direkt an;
„Wenn ich vor dir masturbiere, redest du dann wieder mit mir?“
Ihre Freundin ließ ganz langsam das Buch sinken. Ihre blonden Wimpern schwangen ganz besonders bedrohlich, als sie ihren Blick auf Greta richtete. Zum ersten Mal heute.
„Wenn das 'n Witz sein sollte: Fick dich!“, murrte sie leise.
„Genau davon spreche ich doch“, entgegnete Greta, weil wirklich, wie hätte sie auch nicht?
Es war nicht einmal ihre Absicht gewesen, Anna noch mehr zur Weißglut zu bringen.
„Du bist unglaublich.“, war alles, was diese hervorbrachte.
„Ich geh schwimmen. Und hoffentlich dabei ertrinken!“
Sie war so schnell auf den Beinen, dass Greta kaum hinterherkam.
Sie umrundete eine quietschbunte Strandbmuschel, drei spielende Kinder, die ihren kahlköpfigen Vater im Sand eingebuddelt hatten und ein Rentnerpärchen, das außer zwei Sonnenhütten nichts trug und stapfte in die Ostsee.
Die Wellen waren heute sanft und flach.
„Jetzt warte doch mal!“
Greta rappelte sich hoch so schnell es ging. Sie trat beinahe in den eingegrabenen Papa hinein, machte drei Ausfallschritte und hetzte hinter ihrer Freundin her.
„So meinte ich das nicht! Ich will doch nur reden, ey!“
„Reden“, wiederholte Anna spöttisch ohne langsamer zu werden. Warum sie ausgerechnet ins Wasser flüchtete, war Greta nicht ganz klar. Anna war eine schreckliche Schwimmerin. Die hatte nicht mal ein Seepferdchen.
„Na klar doch.“
„Nein, ehrlich jetzt! Das mit heute Nacht, das war-“
„Ich hab gesagt, vergiss es!“, fauchte Anna sie an.
Sie war zwischen ein junges Pärchen geraten, dass Wasserball spielte und fast wäre ihr der Ball gegen den Kopf geflogen. Wutentbrannt schlug sie das Ding in eine völlig andere Richtung.
„Hey!“, machte das Mädchen und der Junge lachte. Der Idiot.
„Ich will es aber nicht vergessen!“, sagte Greta vorsichtig. Sie stand jetzt bis zur Hüfte im Wasser und bis eben hatte sie nicht bemerkt, wie kalt es heute war.
„Warum nicht?! Weil du dir was drauf einbilden kannst oder wie?“
Anna rollte mit den Augen und warf sich ins Wasser. Sie machte ein platschendes Geräusch gegen eine winzige heranrollende Welle.
Dann drehte sie sich um, paddelte mit undefinierbaren Bewegungen, die wahrscheinlich Rückenschwimmen sein sollten, weiter nach draußen.
„Oh, seht mich an, Fräulein ich habe entdeckt, dass ich Frauen geil finde, ich hab's mit 'ner Dame getrieben und jetzt steht meine beste Freundin auf mich, woohoo.“ Sie verstellte ihre Stimme bis diese fast brach. Es klang schmerzhaft.
„Darum geht’s dir doch!“
„Tut es nicht! Wenn du es mich vielleicht mal erklären lassen würdest!“
Greta warf sich hinterher. Sie tauchte kurz ein ins Wasser, erhaschte einen Blick auf Annas strampelnde, kräftige Beine, auf ihren im Wasser bebenden Busen und tauchte wieder auf, holte sie mit drei kräftigen Schwimmzügen ein.
„Mir reicht, was ich weiß“, kanzelte Anna sie ab.
„Hey, wieso denn? Du weißt gar nichts! Und überhaupt, woher soll ich bitte wissen, dass du sauer bist, nur weil ich sowas wie'n One Night Stand hatte?“
Und das war der Punkt, an dem sie Anna hatte. Denn es gab nichts darauf zu erwidern. Rein gar nichts.
Anna schwieg wieder, verbissen, und sie schwamm. In ihrem krüppeligen Brustschwimmstil brauchte sie Ewigkeiten dafür, aber sie schwamm und starrte auf die Boje, die in einiger Entfernung gelb über die Wellen hüpfte.
„Anna“, sagte Greta, neben ihr herschwimmend, flehend, fragend.
„Ich will nicht streiten. Ich will dir auch wirklich nicht wehtun. Ich will's doch nur verstehen.“
„Was gibt’s denn da zu verstehen?“
Anna spuckte Wasser in Gretas Richtung.
„Als ob du ausgerechnet mich interessant finden würdest. Nach all den Jahren. Da hätte doch schon längst was laufen müssen, wenn das was Gegenseitiges wäre, meinst du nicht?“
Sie tat einen weiteren kräftigen Schwimmzug nach vorn und stockte plötzlich.
Greta auch.
Oh.
Die Sandbank.
Sie war noch da.
Genau genommen hatte sich sich sogar noch ein Stückchen näher an den Strand heranbewegt. Greta hatte angenommen, dass der Sturm letzte Nacht sie schlussendlich zersetzt hatte.
Anna krachte also direkt in diese Sandbank hinein und während sie sich bockig aufrichtete und begann, auf der Sandbank durch das Wasser zu laufen (es reichte ihr bis zur Hüfte), war Greta für eine Sekunde gefangen in der Erinnerung an den Abend mit der Nixe.
Ob diese in der Nähe war?
Ob sie sie...riechen konnte?
„Wir könnten es doch mal versuchen“, war, was Greta herausbrachte.
Anna blieb abrupt stehen.
Und wandte sich sehr langsam um.
„Häh?“, machte sie.
„Naja... als Experiment?“
Anna blinzelte.
„Ich...was?“
Greta tat einen kräftigen Schwimmzug auf sie zu. Im Wasser war es leicht, die Arme um Annas weiche Hüften zu legen, sich spielerisch halb an ihr hochzuziehen, bis sie wieder auf eigenen Füßen stand. Im Wasser war es so leicht zu spüren, wie Annas Körper diese angenehmen Wärme abstrahlte. Sie roch nach Sand und Sonne und Creme.
„Es hindert uns doch niemand daran“, sagte Greta leise und zog Anna näher zu sich heran.
„Wir könnten uns küssen. Wir könnten uns... anfassen. Wir könnten... jede Menge halt.“
Wie Anna es letzte Nacht getan hatte, hob Greta Zeige- und Mittelfinger ihrer Hand und knickte sie ein.
Anna blinzelte wieder. Ihre Lippen waren leicht geöffnet und feucht vom Schwimmen. Ihre Brüste drückten gegen Gretas und Himmel, Greta merkte das.
Aber sie sagte nichts. Sie wich auch nicht zurück. Es war, als würde sie in ihrem klugen Kopf sämtliche Szenarien durchspielen, wie das hier ausgehen könnte.
„Es tut mir leid“, sagte Greta leise und streichelte beruhigend ihren Rücken.
„Ich wollte nicht... ich hätte... nicht so blöd damit umgehen sollen? Ich...keine Ahnung?“
„Ich bin kein Experiment“, sagte Anna schließlich sehr leise.
„Ich bin deine Freundin.“
Ihr Mund verzog sich leicht, ganz so, als wüsste sie nicht, ob sie darüber lachen oder weinen sollte.
„Ich weiß“, beeilte Greta sich zu sagen.
„Ich...oh Gott, ich weiß. Es tut mir leid. Ich weiß ja selber nicht, was wir hier machen.“
Sie schickte sich an, Anna loszulassen.
„Wir könnten auch einfach-“
Weiter kam sie nicht.
Annas Hände griffen nach ihren lockerlassenden Armen und zogen sie zurück und dann küsste sie Greta. Etwas unkoordiniert und für den Bruchteil einer Sekunde klackten ihre Zähne aufeinander, aber dann küsste sie sie richtig.
Sie schmeckte nach Seewasser und Salz und weich, weich, weich.
Greta musste zugeben, dass sie es irgendwie...mochte, von ihren Partnerinnen leicht überfallen zu werden.
Wirklich. Das äh... hatte was.
Also legte sie ihre Hände auf Annas Hüften um ihr zu zeigen, dass sie sie nicht plötzlich loslassen würde und küsste zurück.
Sie machte lediglich ein kurzes, schnappendes Geräusch, als Anna sie sanft nach hinten schubste, damit Greta hintenüber in das hüfthohe Wasser fiel und ihr nachhechtete. Und sie machte ein zweites, ebenso kurzes Geräusch, als Annas Hände sich sanft und flink an ihren Seiten hochwanden und mit einem Mal auf ihren Brüsten lagen, diese hektisch streichelten und nach ihren Brustwarzen suchten.
Greta schnappte nach Luft und dann nach Küssen und womöglich wäre das hier eventuell ein klein wenig ausgeartet, wenn nicht plötzlich ein platschendes Geräusch, das nicht in den Rhythmus der Wellen gehörte neben ihnen aufschwappte.
Direkt neben ihnen auf der Sandband hob sich ein Kopf aus dem Wasser mit schwarzen, leeren Augen, umrahmt von dunklem, langem Haar.
„Da bist du ja wieder“, frohlockte die Nixe leise.
Anna wandte ihren Kopf – nur ein klein wenig. Aber es reichte.
Sie zuckte zusammen und schreckte sofort zurück.
„Oh Gott!“, hauchte sie mit riesengroßen Augen.
„Das ist... was ist... wieso?“
Greta seufzte leise.
„Anna“, sagte sie und wies mit einer Hand, die aus dem Wasser guckte, auf die Meerjungfrau;
„Darf ich vorstellen? Mein One Night Stand von neulich.“
To be continued....
Challenge: Smut/Kink: Experimente [für mich]
Fandom: Original
Personen: Greta, Anna, die Nixe
Wörter: ~1500
Anmerkung: Fortsetzung von der anderen femslash-Fic (http://120-minuten.livejournal.com/1115651.html).
Anna schwieg auch am Tag nach dem Gewitter noch.
Schweigen, das hatte Greta fast vergessen, weil sie sich mit ihrer besten Freundin äußerst selten unproduktiv stritt, konnte Anna eisern.
Genau genommen stritten sie ja nicht einmal.
Es war nur so gewesen, dass sie einander versehentlich an Stellen gekratzt hatten, an denen es der jeweils anderen überraschenderweise besonders wehgetan hatte.
Und Greta wusste sich keinen Rat, wie sie nun damit umgehen sollte.
Wenn Anna eines konnte, dann schweigend den Tag mit einem verbringen. Sie trank morgens schweigend ihren Kaffee, tippte danach schweigend auf ihrem Handy herum, ging schweigend duschen, packte schweigend ihr Strandzeug zusammen, sortierte sich schweigend neben Greta in ihren Stammstrandkorb und klappte dann ein Buch auf um sich schweigend darin zu vergraben.
Das half natürlich um Weiten. Bücher waren Annas Lieblingswaffen, auch gerade dann, wenn es darum ging, jemanden eisig anzuschweigen.
Es war ja nicht so, dass Greta es nicht versuchte.
Sie hatte „Guten Morgen“ gesagt, sie hatte erwähnt, wie schön das Wetter wieder aussah. Sie hatte Anna gefragt, ob diese ein oder zwei Brötchen zum Frühstück wollte (Anna hatte nur zwei Finger wie zu einem Peace-Zeichen erhoben). Sie hatte sogar gefragt, ob sie zur Abwechslung einen anderen Strandkorb wollte.
Dabei hing ihr die letzte Nacht noch genauso in den Knochen wie Anna.
Also. Vermutlich.
Sie wusste es ja nicht zu hundert Prozent.
Gegen Mittag seufzte sie leise, weil es ihr zuviel wurde und legte ihr Pseudo-Wissenschaftsmagazin („Wie hatten Menschen in der Steinzeit Sex??“) zur Seite und sah Anna direkt an;
„Wenn ich vor dir masturbiere, redest du dann wieder mit mir?“
Ihre Freundin ließ ganz langsam das Buch sinken. Ihre blonden Wimpern schwangen ganz besonders bedrohlich, als sie ihren Blick auf Greta richtete. Zum ersten Mal heute.
„Wenn das 'n Witz sein sollte: Fick dich!“, murrte sie leise.
„Genau davon spreche ich doch“, entgegnete Greta, weil wirklich, wie hätte sie auch nicht?
Es war nicht einmal ihre Absicht gewesen, Anna noch mehr zur Weißglut zu bringen.
„Du bist unglaublich.“, war alles, was diese hervorbrachte.
„Ich geh schwimmen. Und hoffentlich dabei ertrinken!“
Sie war so schnell auf den Beinen, dass Greta kaum hinterherkam.
Sie umrundete eine quietschbunte Strandbmuschel, drei spielende Kinder, die ihren kahlköpfigen Vater im Sand eingebuddelt hatten und ein Rentnerpärchen, das außer zwei Sonnenhütten nichts trug und stapfte in die Ostsee.
Die Wellen waren heute sanft und flach.
„Jetzt warte doch mal!“
Greta rappelte sich hoch so schnell es ging. Sie trat beinahe in den eingegrabenen Papa hinein, machte drei Ausfallschritte und hetzte hinter ihrer Freundin her.
„So meinte ich das nicht! Ich will doch nur reden, ey!“
„Reden“, wiederholte Anna spöttisch ohne langsamer zu werden. Warum sie ausgerechnet ins Wasser flüchtete, war Greta nicht ganz klar. Anna war eine schreckliche Schwimmerin. Die hatte nicht mal ein Seepferdchen.
„Na klar doch.“
„Nein, ehrlich jetzt! Das mit heute Nacht, das war-“
„Ich hab gesagt, vergiss es!“, fauchte Anna sie an.
Sie war zwischen ein junges Pärchen geraten, dass Wasserball spielte und fast wäre ihr der Ball gegen den Kopf geflogen. Wutentbrannt schlug sie das Ding in eine völlig andere Richtung.
„Hey!“, machte das Mädchen und der Junge lachte. Der Idiot.
„Ich will es aber nicht vergessen!“, sagte Greta vorsichtig. Sie stand jetzt bis zur Hüfte im Wasser und bis eben hatte sie nicht bemerkt, wie kalt es heute war.
„Warum nicht?! Weil du dir was drauf einbilden kannst oder wie?“
Anna rollte mit den Augen und warf sich ins Wasser. Sie machte ein platschendes Geräusch gegen eine winzige heranrollende Welle.
Dann drehte sie sich um, paddelte mit undefinierbaren Bewegungen, die wahrscheinlich Rückenschwimmen sein sollten, weiter nach draußen.
„Oh, seht mich an, Fräulein ich habe entdeckt, dass ich Frauen geil finde, ich hab's mit 'ner Dame getrieben und jetzt steht meine beste Freundin auf mich, woohoo.“ Sie verstellte ihre Stimme bis diese fast brach. Es klang schmerzhaft.
„Darum geht’s dir doch!“
„Tut es nicht! Wenn du es mich vielleicht mal erklären lassen würdest!“
Greta warf sich hinterher. Sie tauchte kurz ein ins Wasser, erhaschte einen Blick auf Annas strampelnde, kräftige Beine, auf ihren im Wasser bebenden Busen und tauchte wieder auf, holte sie mit drei kräftigen Schwimmzügen ein.
„Mir reicht, was ich weiß“, kanzelte Anna sie ab.
„Hey, wieso denn? Du weißt gar nichts! Und überhaupt, woher soll ich bitte wissen, dass du sauer bist, nur weil ich sowas wie'n One Night Stand hatte?“
Und das war der Punkt, an dem sie Anna hatte. Denn es gab nichts darauf zu erwidern. Rein gar nichts.
Anna schwieg wieder, verbissen, und sie schwamm. In ihrem krüppeligen Brustschwimmstil brauchte sie Ewigkeiten dafür, aber sie schwamm und starrte auf die Boje, die in einiger Entfernung gelb über die Wellen hüpfte.
„Anna“, sagte Greta, neben ihr herschwimmend, flehend, fragend.
„Ich will nicht streiten. Ich will dir auch wirklich nicht wehtun. Ich will's doch nur verstehen.“
„Was gibt’s denn da zu verstehen?“
Anna spuckte Wasser in Gretas Richtung.
„Als ob du ausgerechnet mich interessant finden würdest. Nach all den Jahren. Da hätte doch schon längst was laufen müssen, wenn das was Gegenseitiges wäre, meinst du nicht?“
Sie tat einen weiteren kräftigen Schwimmzug nach vorn und stockte plötzlich.
Greta auch.
Oh.
Die Sandbank.
Sie war noch da.
Genau genommen hatte sich sich sogar noch ein Stückchen näher an den Strand heranbewegt. Greta hatte angenommen, dass der Sturm letzte Nacht sie schlussendlich zersetzt hatte.
Anna krachte also direkt in diese Sandbank hinein und während sie sich bockig aufrichtete und begann, auf der Sandbank durch das Wasser zu laufen (es reichte ihr bis zur Hüfte), war Greta für eine Sekunde gefangen in der Erinnerung an den Abend mit der Nixe.
Ob diese in der Nähe war?
Ob sie sie...riechen konnte?
„Wir könnten es doch mal versuchen“, war, was Greta herausbrachte.
Anna blieb abrupt stehen.
Und wandte sich sehr langsam um.
„Häh?“, machte sie.
„Naja... als Experiment?“
Anna blinzelte.
„Ich...was?“
Greta tat einen kräftigen Schwimmzug auf sie zu. Im Wasser war es leicht, die Arme um Annas weiche Hüften zu legen, sich spielerisch halb an ihr hochzuziehen, bis sie wieder auf eigenen Füßen stand. Im Wasser war es so leicht zu spüren, wie Annas Körper diese angenehmen Wärme abstrahlte. Sie roch nach Sand und Sonne und Creme.
„Es hindert uns doch niemand daran“, sagte Greta leise und zog Anna näher zu sich heran.
„Wir könnten uns küssen. Wir könnten uns... anfassen. Wir könnten... jede Menge halt.“
Wie Anna es letzte Nacht getan hatte, hob Greta Zeige- und Mittelfinger ihrer Hand und knickte sie ein.
Anna blinzelte wieder. Ihre Lippen waren leicht geöffnet und feucht vom Schwimmen. Ihre Brüste drückten gegen Gretas und Himmel, Greta merkte das.
Aber sie sagte nichts. Sie wich auch nicht zurück. Es war, als würde sie in ihrem klugen Kopf sämtliche Szenarien durchspielen, wie das hier ausgehen könnte.
„Es tut mir leid“, sagte Greta leise und streichelte beruhigend ihren Rücken.
„Ich wollte nicht... ich hätte... nicht so blöd damit umgehen sollen? Ich...keine Ahnung?“
„Ich bin kein Experiment“, sagte Anna schließlich sehr leise.
„Ich bin deine Freundin.“
Ihr Mund verzog sich leicht, ganz so, als wüsste sie nicht, ob sie darüber lachen oder weinen sollte.
„Ich weiß“, beeilte Greta sich zu sagen.
„Ich...oh Gott, ich weiß. Es tut mir leid. Ich weiß ja selber nicht, was wir hier machen.“
Sie schickte sich an, Anna loszulassen.
„Wir könnten auch einfach-“
Weiter kam sie nicht.
Annas Hände griffen nach ihren lockerlassenden Armen und zogen sie zurück und dann küsste sie Greta. Etwas unkoordiniert und für den Bruchteil einer Sekunde klackten ihre Zähne aufeinander, aber dann küsste sie sie richtig.
Sie schmeckte nach Seewasser und Salz und weich, weich, weich.
Greta musste zugeben, dass sie es irgendwie...mochte, von ihren Partnerinnen leicht überfallen zu werden.
Wirklich. Das äh... hatte was.
Also legte sie ihre Hände auf Annas Hüften um ihr zu zeigen, dass sie sie nicht plötzlich loslassen würde und küsste zurück.
Sie machte lediglich ein kurzes, schnappendes Geräusch, als Anna sie sanft nach hinten schubste, damit Greta hintenüber in das hüfthohe Wasser fiel und ihr nachhechtete. Und sie machte ein zweites, ebenso kurzes Geräusch, als Annas Hände sich sanft und flink an ihren Seiten hochwanden und mit einem Mal auf ihren Brüsten lagen, diese hektisch streichelten und nach ihren Brustwarzen suchten.
Greta schnappte nach Luft und dann nach Küssen und womöglich wäre das hier eventuell ein klein wenig ausgeartet, wenn nicht plötzlich ein platschendes Geräusch, das nicht in den Rhythmus der Wellen gehörte neben ihnen aufschwappte.
Direkt neben ihnen auf der Sandband hob sich ein Kopf aus dem Wasser mit schwarzen, leeren Augen, umrahmt von dunklem, langem Haar.
„Da bist du ja wieder“, frohlockte die Nixe leise.
Anna wandte ihren Kopf – nur ein klein wenig. Aber es reichte.
Sie zuckte zusammen und schreckte sofort zurück.
„Oh Gott!“, hauchte sie mit riesengroßen Augen.
„Das ist... was ist... wieso?“
Greta seufzte leise.
„Anna“, sagte sie und wies mit einer Hand, die aus dem Wasser guckte, auf die Meerjungfrau;
„Darf ich vorstellen? Mein One Night Stand von neulich.“
To be continued....
no subject
Date: 2016-07-20 08:04 pm (UTC)Und dann am Strand... ach, Greta... so einfach geht das nicht. .___. So ein Vorschlag kann auch ganz schnell richtig nach hinten losgehen!
„Ich bin kein Experiment“, sagte Anna schließlich sehr leise.
„Ich bin deine Freundin.“
Genau das! Gah, sie sind beide so überfordert!
Aber gegen alles danach habe ich absolut keine Einwände. *g* Da hat sich doch viel aufgestaut, das muss irgendwann mal raus. Ich finde, das hast du sehr realistisch rübergebracht. Einfach aus der Situation heraus und es passiert.
Und natürlich die Nixe! Yay!!! <33 (wetten, Anna hat Greta kein Wort geglaubt? Jedenfalls nicht, dass es ne Nixe war XD)
Ich freue mich auf mehr!
no subject
Date: 2016-07-23 06:53 pm (UTC)Du siehst, ich habe viele Fragen, die dringend beantwortet werden müssten...