[identity profile] enjoy-the-chaos.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Slytherin
Challenge: Fantasy – Die Geister, die ich rief (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Scott, Stiles
Inhalt: Scott ist nicht erfreut über die ganzen nervigen Geister, die plötzlich sein Haus bevölkern.
Anmerkung: Ich hab noch nie Teen Wolf geschrieben, wollte es aber unbedingt mal ausprobieren ^^



„Stiles?“

„Ja, was gibt’s?“

Scott verschränkte die Arme vor der Brust und beäugte seinen Freund intensiv, der im Schneidersitz auf Scotts Bett hockte und seine Nase in irgendeinem antik anmutenden Buch vergraben hatte.

„Ich hab da eine klitzekleine Frage“, meinte der Werwolf und schmiss seinen Rucksack unachtsam in die nächste Ecke.

„Schieß los, Kumpel.“

„Warum ist da eine Opernsängerin in meiner Küche?“

Stiles schaute von dem Buch auf und seine Miene verwandelte sich in etwas, das man glatt als 'schuldbewusst' hätte bezeichnen können, wenn er tatsächlich so eine Art Gewissen besitzen würde.

„Na ja“, begann er zögerlich. „Ich vermute, die Akustik ist in der Küche am besten?“

Scott schnaubte. „Und wieso ist sie gekleidet wie aus dem vorletzten Jahrhundert?“

Stiles zuckte nur mit den Schultern und wich seinem Blick aus. „Wir sind wirklich die letzten, die irgendwelche Kleidungsstile kritisieren sollten, findest du nicht auch?“

„Und warum sind da zwei bullige Kerle in meinem Wohnzimmer, die aussehen wie Holzfäller und sich offenbar darüber streiten, wie man die Couch am besten zerhacken kann?“, fuhr Scott in einem düsteren Tonfall fort. „Und nicht zu vergessen die ganzen Kinder, die den Gewürzschrank umorganisieren?“

Stiles holte einmal tief Luft. „Okay, fein, ich hab vielleicht ein paar kleine Geister gerufen. Kann ja jedem mal passieren.“

Scott knirschte mit den Zähnen. „Stiles!“

„Es echt keine Absicht“, verteidigte sich Stiles sofort. „Ich hab mir bloß dieses Buch von Deaton ausgeliehen und dachte, ich probier mal was aus. Aber offenbar bin ich in der Zeile verrutscht.“

Scott verdrehte seine Augen. Traurigerweise war das nicht mal das seltsamste, das diese Woche geschehen war. Nichtsdestotrotz kam es sehr ungelegen.

„Warum bist du überhaupt hier, Stiles?“, wollte Scott wissen. „Niemand hat dich reingelassen.“

„Ich habe einen Schlüssel nachmachen lassen“, erklärte Stiles mit einem Gesichtsausdruck, als wäre dies das Normalste der Welt und absolut unverständlich, warum Scott diese Frage überhaupt stellte.

„Ich weiß“, antwortete Scott. „Trotzdem hättest du zu Hause bleiben können.“

Stiles lachte spöttisch auf. „Du denkst wirklich, ich würde bei mir herumexperimentieren? Mein Dad würde mich umbringen.“

Scott warf seine Jacke über eine Stuhllehne und ignorierte die Geisterkatze, die es sich auf seinem Schreibtisch gemütlich gemacht hatte und ihn nun böse anfunkelte.

„Oh, und du denkst, meine Mum wird das toll finden?“, zischte Scott ungehalten.

„Sie hat doch heute Spätschicht“, meinte Stiles abwinkend. „Bis sie wieder zu Hause ist, habe ich das hier in den Griff bekommen. Versprochen!“

„Ihr Dienstplan ist umgestellt worden“, erklärte Scott, die Hände in die Hüften gestemmt. „Und ihr Auto hat gerade vor zehn Sekunden unten in die Einfahrt geparkt.“

Nun wurde Stiles doch ein wenig blass um die Nase. „Ups.“

Und wie nicht anders zu erwarten war nur einen Augenblick später eine laute Stimme zu hören, die rief: „Scott? Warum zur Hölle hat mir gerade ein Butler die Tür geöffnet?“

Scott ergriff daraufhin Stiles am Kragen und zerrte ihn von seinem Bett. „Du wirst ihr das erklären!“, meinte er bestimmend und stieß Stiles in Richtung des Flures, den flehenden Blick seines Freundes mit einer harten und unerbittlichen Miene erwidernd.

„Und bekämpfen sich da gerade zwei Ritter in unserem Garten?“, hörte er seine Mutter verwirrt fragen.

Scott kam nicht umhin, sich ein kleines, selbstgefälliges Grinsen zu genehmigen, als Stiles sich zögerlich in Bewegung setzte, sich wahrscheinlich bereits ausmalend, wie wenig begeistert Melissa reagieren würde, und sich schließlich auf sein Bett warf.

Direkt neben die zwei struppigen Geisterhunde, die sofort winselnd nach Streicheleinheiten verlangten, und dem englisch anmutenden Gentleman in der Ecke, welcher offenbar Shakespeare zitierte und sich nicht an dem Vogelschwarm störte, der um seinen Kopf herumschwirrte.

Ja, das war definitiv nicht der seltsamste Tag in Beacon Hills bisher.

Aber vielleicht würde er es in die Top Fifty schaffen.

Date: 2016-07-11 08:22 pm (UTC)
From: [identity profile] peterhforalpha.livejournal.com
<„Scott? Warum zur Hölle hat mir gerade ein Butler die Tür geöffnet?“>

Perfekte Melissa!!!
Aber ist doch mal was Schönes, von einem Butler begrüßt zu werden, ich weiß gar nicht, was sie hat^^

Und Scott und Stiles sind toll. Ich liebe die Beiden einfach <3
Toll, dass Stiles sogar Melissas Arbeitsplan kennt, zumindest den regulären, das zeigt so schön, wie sehr Stiles sich ganz von sich aus, einfach da in die Familie drängt (Schlüssel nachmachen und so)

Aber irgendwie stelle ich es mir auch toll vor, so viele interessante Geister im Haus zu haben *haha*

Date: 2016-07-12 08:41 pm (UTC)
der_jemand: (kira)
From: [personal profile] der_jemand
„Wir sind wirklich die letzten, die irgendwelche Kleidungsstile kritisieren sollten, findest du nicht auch?“
X'D
Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich ne gute Sache... Aber es ist auch sehr Stiles, sowas festzustellen um (möglicherweise gerechtfertigter) Kritik zu entgehen... Aww.
Und Melissa! <3
Und überhaupt, hach, das macht mich alles sehr glücklich und die Geistersammlung ist ziemlich cool und wunderbar abstrus. Herrlich! =D

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