Team: Slytherin
Challenge: h/c - “Bist du nicht müde?”
Fandom: Dragon Age
Charaktere: Hawke, Solas, Aveline
Anmerkung: Ich habe ewig hierfür gebraucht und bin weit davon entfernt, zufrieden zu sein. Aber was tut man nicht alles für die Punkte.
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5
Der Wolf war wieder da. Für einen Moment jedenfalls, dann war er so schnell im Gestrüpp des Waldes verschwunden, in dem Hawke sich nun wiederfand, dass er keine Chance hatte, auch nur daran zu denken, ihm zu folgen. “Was willst du von mir?”, fragte er ins Nichts.
“Die Welt gerät mehr und mehr aus den Fugen.”
Hawke zuckte zusammen, als er die leise Stimme hörte und wirbelte herum, den Stab kampfbereit erhoben. Er ließ ihn wieder sinken, als er erkannte, dass er einem Elf gegenüberstand. Schlichte Kleidung, etwas abgetragen aber in gutem Zustand. Ein Stab hing über seinen Rücken und verriet den Magier. Mit der gelassenen Miene und der Glatze wirkte er fast eher wie ein Mönch.
“Ja, das ist mir nicht entgangen. Lasst mich raten”, Hawke deutete auf die Stelle, wo der Wolf verschwunden war, “Euer Freund?”
“So etwas ähnliches.”
Sehr hilfreich. “Und was wollt Ihr von mir?”
“Es gibt nicht viele Magier, die ihre Macht noch derart unter Kontrolle haben wie Ihr.”
“Das kann daran liegen, dass es überhaupt nicht viele Magier gibt”, wandte Hawke ein und der Elf lächelte. Ehrlich, warum lief er in der letzten Zeit lauter merkwürdigen Spitzohren über den Weg?
“Damit habt Ihr nicht ganz Unrecht. Wenigstens hier in Ferelden. Ihr spürt es, nicht wahr? Was die Risse dem Nichts antun. Jeder Magier spürt es, aber Ihr…”
“Ich bin nicht besonders mächtig. Meine Schwester war das Genie. Was soll das alles?”
“Ihr habt gegen den Magier aus Tevinter gekämpft.”
Skeptisch runzelte Hawke die Stirn. “Ihr seid gut informiert.”
“Ich weiß, dass ich Euch kaum Grund gebe, mir zu vertrauen. Aber diese Welt ist in großer Gefahr. Wir müssen das stoppen.”
“Wir? Wer ist ‘wir’?”
“Das erkläre ich Euch, wenn wir uns in der richtigen Welt begegnen. Das Nichts ist kein Ort mehr für solche Gespräche. Früher war das anders…” Der Elf schaffte es, so zu klingen als wüsste er genau wovon er redete. Dabei war das vollkommener Unsinn. Das Nichts war schon immer ein feindseliger Ort gewesen. Er musste ihm seine Skepsis ansehen, denn da war ein nachsichtiges Lächeln. Als würde er mit einem Kind sprechen. Hawke war sich nicht sicher, ob ihm das gefiel.
“Ich erforsche das Nichts schon lange. Und auch wenn weite Teile verdorben wurden, es gibt noch Orte, die von der Welt unberührt geblieben sind. Aber sie sind selten geworden.” Eine unbestimmte Trauer hing in der Luft.
“Unsere Welt ist nicht so schlecht…” Hawke wusste nicht einmal warum er das sagte. Er hatte mehr als genug Mist erlebt, um endgültig die Nase voll zu haben. Aber er konnte und wollte die Welt nicht aufgeben. Die Leute. Seine Freunde. Und seine überlebenden Geschwister, egal wo sie sein mochten.
“Das wollte ich damit auch nicht ausdrücken. Aber das Nichts braucht viel länger, um sich von negativen Einflüssen zu erholen.”
Aha. Daraus wurde Hawke nicht schlau, aber er fragte nicht weiter nach. Stattdessen schüttelte er den Kopf. “Und warum dann dieses nette kleine Date hier?”
“Ich musste sicher gehen.”
“Geht das auch genauer?”
“Dass man Euch trauen kann. Es gibt jemanden in meiner Gruppe, die sich da nicht sicher ist.”
“So? Was habe ich denn ihrer Meinung nach angestellt?” Die Liste war ziemlich lang. Wenn man es aus Sicht der Armee und vor allem der Templer betrachtete, hatte Hawke mehr als genug Dreck am Stecken.
“Ihr habt Kommandantin Meredith getötet.”
Oh. Die Sache. “Hat man Eure Freundin auch darüber informiert, dass Meredith eine Wahnsinnige war, die sich am Ende in eine Statue aus Lyrium verwandelt hat?”
Irgendetwas schien den Elfen zu amüsieren, denn er lachte leise. Nur kurz, aber es reichte, um Hawke etwas versöhnlicher zu stimmen. Jedenfalls fürs erste.
“Ja, das haben wir gehört. Und ich bin mir sicher, dass sie es sich auch selbst angesehen hat.”
Das waren immer noch praktisch nicht vorhandene Informationen, aber Hawke beharrte nicht weiter auf Antworten. Er wusste, sie hatten hier nur begrenzt Zeit. “Und wer sagt mir, dass ich Euch vertrauen kann?”
“Niemand. Das müsst Ihr selbst entscheiden. Nachdem Ihr aufgewacht seid.”
Hawke spürte es schon. Wie hier alles verblasste. “Moment! Wie ist Euer Name?” Wenigstens das wollte er noch wissen, wenn das hier schon sonst nicht weitergeholfen hatte.
“Solas.”
Er hatte Kopfschmerzen aus der Hölle, als er die Augen öffnete. “Verdammte Scheiße…” Und er konnte nicht einmal Magie anwenden, um sie loszuwerden. Wenn er diesem Solas jemals in der echten Welt begegnete, konnte der sich auf etwas gefasst machen. Bestimmt war der mit seinem kleinen Stunt schuld daran.
“Hawke?” Im ersten Moment war Hawke sicher, sich verhört zu haben. Das war Avelines Stimme. War sie immer noch da? Oder wieder?
Nur ungerne erinnerte er sich an seine Schwäche von… gestern? Vom Nachmittag? Wie spät war es? Er konnte es sich nicht erlauben, schwach zu erscheinen. Niemals. Aber jetzt kam es schon wieder. Dabei war er vorher erschöpft gewesen. So unglaublich müde. Aber dafür hatte er jetzt die Kopfschmerzen aus der Hölle.
“Ich lebe… auch wenn ich gerade lieber tot wäre.” Er würde nicht nach einem Schmerzmittel fragen. Nicht wegen so etwas banalem wie Kopfschmerzen. Andraste, er wollte seine Magie wieder im Griff haben. Dann hatte er solche Probleme nicht mehr. Vielleicht hätte er Solas nach einer Lösung dafür fragen sollen, anstatt nach seinem Namen. Der schien ja einiges über die Risse und das Nichts gewusst zu haben. Wenn er wirklich ein Magier gewesen war und nicht ein Dämon, der versucht hatte, ihn auszutricksen.
“Ich habe Schmerztabletten…”
“Geht schon. Lass mich noch ein paar Stunden schlafen, dann bin ich wieder auf den Beinen.” Und dann würden sie sich überlegen müssen wie es weiterging. “Wir können nicht ewig hierbleiben.”
“Das weiß ich. Aber noch können wir es uns erlauben, uns zu erholen.”
“Aber…”
“Bist du nicht müde?” Die Frage sprach wieder einmal für Avelines Auffassungsgabe. Sie sah viel zu viel. Als er nicht antwortete, fuhr sie leiser fort: “Ich werde es auch niemandem verraten.” Neckte sie ihn? Er war sich nicht ganz sicher. Trotzdem, oder gerade deswegen antwortete er ehrlich: “Doch… doch, das bin ich.”
Challenge: h/c - “Bist du nicht müde?”
Fandom: Dragon Age
Charaktere: Hawke, Solas, Aveline
Anmerkung: Ich habe ewig hierfür gebraucht und bin weit davon entfernt, zufrieden zu sein. Aber was tut man nicht alles für die Punkte.
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5
Der Wolf war wieder da. Für einen Moment jedenfalls, dann war er so schnell im Gestrüpp des Waldes verschwunden, in dem Hawke sich nun wiederfand, dass er keine Chance hatte, auch nur daran zu denken, ihm zu folgen. “Was willst du von mir?”, fragte er ins Nichts.
“Die Welt gerät mehr und mehr aus den Fugen.”
Hawke zuckte zusammen, als er die leise Stimme hörte und wirbelte herum, den Stab kampfbereit erhoben. Er ließ ihn wieder sinken, als er erkannte, dass er einem Elf gegenüberstand. Schlichte Kleidung, etwas abgetragen aber in gutem Zustand. Ein Stab hing über seinen Rücken und verriet den Magier. Mit der gelassenen Miene und der Glatze wirkte er fast eher wie ein Mönch.
“Ja, das ist mir nicht entgangen. Lasst mich raten”, Hawke deutete auf die Stelle, wo der Wolf verschwunden war, “Euer Freund?”
“So etwas ähnliches.”
Sehr hilfreich. “Und was wollt Ihr von mir?”
“Es gibt nicht viele Magier, die ihre Macht noch derart unter Kontrolle haben wie Ihr.”
“Das kann daran liegen, dass es überhaupt nicht viele Magier gibt”, wandte Hawke ein und der Elf lächelte. Ehrlich, warum lief er in der letzten Zeit lauter merkwürdigen Spitzohren über den Weg?
“Damit habt Ihr nicht ganz Unrecht. Wenigstens hier in Ferelden. Ihr spürt es, nicht wahr? Was die Risse dem Nichts antun. Jeder Magier spürt es, aber Ihr…”
“Ich bin nicht besonders mächtig. Meine Schwester war das Genie. Was soll das alles?”
“Ihr habt gegen den Magier aus Tevinter gekämpft.”
Skeptisch runzelte Hawke die Stirn. “Ihr seid gut informiert.”
“Ich weiß, dass ich Euch kaum Grund gebe, mir zu vertrauen. Aber diese Welt ist in großer Gefahr. Wir müssen das stoppen.”
“Wir? Wer ist ‘wir’?”
“Das erkläre ich Euch, wenn wir uns in der richtigen Welt begegnen. Das Nichts ist kein Ort mehr für solche Gespräche. Früher war das anders…” Der Elf schaffte es, so zu klingen als wüsste er genau wovon er redete. Dabei war das vollkommener Unsinn. Das Nichts war schon immer ein feindseliger Ort gewesen. Er musste ihm seine Skepsis ansehen, denn da war ein nachsichtiges Lächeln. Als würde er mit einem Kind sprechen. Hawke war sich nicht sicher, ob ihm das gefiel.
“Ich erforsche das Nichts schon lange. Und auch wenn weite Teile verdorben wurden, es gibt noch Orte, die von der Welt unberührt geblieben sind. Aber sie sind selten geworden.” Eine unbestimmte Trauer hing in der Luft.
“Unsere Welt ist nicht so schlecht…” Hawke wusste nicht einmal warum er das sagte. Er hatte mehr als genug Mist erlebt, um endgültig die Nase voll zu haben. Aber er konnte und wollte die Welt nicht aufgeben. Die Leute. Seine Freunde. Und seine überlebenden Geschwister, egal wo sie sein mochten.
“Das wollte ich damit auch nicht ausdrücken. Aber das Nichts braucht viel länger, um sich von negativen Einflüssen zu erholen.”
Aha. Daraus wurde Hawke nicht schlau, aber er fragte nicht weiter nach. Stattdessen schüttelte er den Kopf. “Und warum dann dieses nette kleine Date hier?”
“Ich musste sicher gehen.”
“Geht das auch genauer?”
“Dass man Euch trauen kann. Es gibt jemanden in meiner Gruppe, die sich da nicht sicher ist.”
“So? Was habe ich denn ihrer Meinung nach angestellt?” Die Liste war ziemlich lang. Wenn man es aus Sicht der Armee und vor allem der Templer betrachtete, hatte Hawke mehr als genug Dreck am Stecken.
“Ihr habt Kommandantin Meredith getötet.”
Oh. Die Sache. “Hat man Eure Freundin auch darüber informiert, dass Meredith eine Wahnsinnige war, die sich am Ende in eine Statue aus Lyrium verwandelt hat?”
Irgendetwas schien den Elfen zu amüsieren, denn er lachte leise. Nur kurz, aber es reichte, um Hawke etwas versöhnlicher zu stimmen. Jedenfalls fürs erste.
“Ja, das haben wir gehört. Und ich bin mir sicher, dass sie es sich auch selbst angesehen hat.”
Das waren immer noch praktisch nicht vorhandene Informationen, aber Hawke beharrte nicht weiter auf Antworten. Er wusste, sie hatten hier nur begrenzt Zeit. “Und wer sagt mir, dass ich Euch vertrauen kann?”
“Niemand. Das müsst Ihr selbst entscheiden. Nachdem Ihr aufgewacht seid.”
Hawke spürte es schon. Wie hier alles verblasste. “Moment! Wie ist Euer Name?” Wenigstens das wollte er noch wissen, wenn das hier schon sonst nicht weitergeholfen hatte.
“Solas.”
Er hatte Kopfschmerzen aus der Hölle, als er die Augen öffnete. “Verdammte Scheiße…” Und er konnte nicht einmal Magie anwenden, um sie loszuwerden. Wenn er diesem Solas jemals in der echten Welt begegnete, konnte der sich auf etwas gefasst machen. Bestimmt war der mit seinem kleinen Stunt schuld daran.
“Hawke?” Im ersten Moment war Hawke sicher, sich verhört zu haben. Das war Avelines Stimme. War sie immer noch da? Oder wieder?
Nur ungerne erinnerte er sich an seine Schwäche von… gestern? Vom Nachmittag? Wie spät war es? Er konnte es sich nicht erlauben, schwach zu erscheinen. Niemals. Aber jetzt kam es schon wieder. Dabei war er vorher erschöpft gewesen. So unglaublich müde. Aber dafür hatte er jetzt die Kopfschmerzen aus der Hölle.
“Ich lebe… auch wenn ich gerade lieber tot wäre.” Er würde nicht nach einem Schmerzmittel fragen. Nicht wegen so etwas banalem wie Kopfschmerzen. Andraste, er wollte seine Magie wieder im Griff haben. Dann hatte er solche Probleme nicht mehr. Vielleicht hätte er Solas nach einer Lösung dafür fragen sollen, anstatt nach seinem Namen. Der schien ja einiges über die Risse und das Nichts gewusst zu haben. Wenn er wirklich ein Magier gewesen war und nicht ein Dämon, der versucht hatte, ihn auszutricksen.
“Ich habe Schmerztabletten…”
“Geht schon. Lass mich noch ein paar Stunden schlafen, dann bin ich wieder auf den Beinen.” Und dann würden sie sich überlegen müssen wie es weiterging. “Wir können nicht ewig hierbleiben.”
“Das weiß ich. Aber noch können wir es uns erlauben, uns zu erholen.”
“Aber…”
“Bist du nicht müde?” Die Frage sprach wieder einmal für Avelines Auffassungsgabe. Sie sah viel zu viel. Als er nicht antwortete, fuhr sie leiser fort: “Ich werde es auch niemandem verraten.” Neckte sie ihn? Er war sich nicht ganz sicher. Trotzdem, oder gerade deswegen antwortete er ehrlich: “Doch… doch, das bin ich.”