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Team: Slytherin
Challenge: Fantasy/Mystery - Jäger und Gejagte
Fandom: Dragon Age
Charaktere: Hawke, Fenris

Teil 1, Teil 2


Im ersten Moment war Hawke sicher, dass jetzt nicht nur seine Magie anfing, rumzuspinnen, sondern auch noch seine Augen. Fing der Elf da gerade an zu glühen? Aber er spürte es auch. Ein Kribbeln auf seiner Haut, das tiefer dringen wollte. Jeder Magier hätte dieses Gefühl sofort erkannt. Lyrium. “Super… das habe ich gebraucht…”, murrte er und schob vorsichtig den Kopf aus seiner Deckung. Er musste ihn sofort wieder zurückziehen, aber er hatte auch genug gesehen. Mindestens sechs. Selbst in guter Form wären das für Hawke zu viele gewesen. Jetzt war er sich fast sicher, dass er erledigt war.
Wenn der Elf seine Meinung teilte, hatte er eine merkwürdige Art, es zu zeigen, denn mit einem Schwert in den Händen, das fast so groß war wie er selbst (musste da jemand etwas kompensieren?) stürmte er auf die Angreifer zu. Und mit einem ziemlich beeindruckendem Kriegsschrei.
Es wäre die Gelegenheit, sich davonzumachen. Aber… in dem Bewusstsein, dass er das noch bitte bereuen würde, umfasste er seinen Stab fester und wappnete sich gegen die widerspenstige Magie, als er eine Barriere erschuf, die hoffentlich länger als ein paar Sekunden hielt. Erschossen zu werden gehörte nicht zu seinen bevorzugten Arten zu sterben. Ausnahmsweise gelang es aber recht gut, die Energie zu formen und Hawke beschleunigte seine Schritte, bis er rannte. Wahnsinn. Totaler Wahnsinn war es, was er hier gerade machte.
Ein paar Kugeln waren an der Barriere schon abgeprallt, sie konnte nicht mehr lange halten. Nur ein Grund mehr, das hier schnell zu beenden. Er hielt sich nicht damit auf, sich zu fragen, warum es plötzlich so gut gelang, einige Feuerbälle heraufzubeschwören und den nächstbesten Angreifern ins Gesicht zu schleudern. Die hatten eindeutig nicht damit gerechnet, es plötzlich mit einem Magier zu tun zu haben, jedenfalls begann es schnell, etwas unangenehm nach verbranntem Fleisch zu riechen.
Die Barriere zerbrach und Hawke ließ sich hinter einem schon ziemlich zerrupften Busch fallen. Eine beschissene Deckung, aber er wollte nicht wählerisch werden. Diese Deckung hielt auch nicht lange, sondern ging plötzlich einfach in Flammen auf. Sofort sprang er zurück und sah sich nach dem Übeltäter um. Hatte jemand etwa einen Flammenwerfer oder sowas? Das wäre ziemlich unfair. Aber er sah nur eine Gestalt in einem langen Kapuzenmantel. Mit einem Stab in den Händen, der drohend erhoben war.
“Nicht dein Ernst, oder?” Ein Magier? Hier? Und dann noch einer, der seine Kraft so zur Schau stellte? Hawke wusste, dass er sich besser an die eigene Nase fasste, aber er fackelte wenigstens keine Büsche und Bäume ab! Meistens jedenfalls.
Der Magier hatte ihn bemerkt, was aber nahe lag, wenn der Typ nicht einfach nur sehr schlecht zielte. Der Elf jedenfalls war gerade dabei, ein paar andere Typen niederzumähen, gut zehn Meter entfernt. Es war pures Glück, das Hawke rechtzeitig bemerkte, dass der andere Magier seinen Stab auf ihn richtete und er zurückspringen konnte, bevor der Blitz die Reste des Gestrüpps pulverisierte. Wieso hatte der Kerl seine Magie so gut unter Kontrolle? Oder war er der einzige Magier, der damit gerade solche Probleme hatte? Das jedenfalls würde Hawkes Ego gar nicht gefallen. Und er hatte nicht vor, sich jetzt hier umbringen lassen ohne nicht wenigstens zu versuchen den anderen mitzunehmen.
Der Eiskegel umschloss Hawkes Gegner und ließ ihn für wertvolle Sekunden erstarren. Hawke selbst hielt sich gar nicht damit auf, sich zu fragen, was hier los war. Er konnte wieder zaubern ohne sich selbst dabei umzubringen und das nutzte er, um dem Elfen vorübergehend zwei Gegner vom Hals zu schaffen. Zwar hielt er sich erstaunlich gut gegen eine Übermacht schlug. Aber Hawke war sich ziemlich sicher, dass seine Bewegungen am Anfang noch… sicherer gewesen waren. Jetzt nutzte er die kurze Atempause, indem er einem der betäubten Gegner einfach den Kopf abschlug. So gings natürlich auch.
Hawke wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Magier zu, der langsam begann, sich zu erholen. Das hatte man davon, wenn man anderen half. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf seine Magie. Sie war genau da, wo sie hingehörte. Kein Herumwabern, kein plötzlicher Abfall. Was auch immer für die Stabilisierung gesorgt hatte, es kam ihm jetzt entgegen. Die Elektrizität begann zu knistern, wollte hinaus, aber er ließ sie noch nicht frei. Er musste die Augen nicht öffnen um zu sehen, wie kleine Blitze um seine Hände zuckten und der Kristall an der Spitze seines Stabes noch mehr Energie sammelte, bis er hell strahlte. Leider war sein Gegner jetzt wieder ganz bei sich und auch wenn Hawke gerne noch etwas länger gewartet hätte, es würde wohl ausreichen, um ihn erstmal außer Gefecht zu setzen. Außer, seine Kleidung wies die Elektrizität ab. Wenn das hier nicht klappte, war er erstmal hilflos, aber das war ein Risiko, dass er eingehen musste. In einer geübten Bewegung wirbelte er den Stab einmal herum und ließ den Blitz frei. Es war fast zu hell, um irgendetwas zu sehen, wenn man so nah dran war, aber er war sich fast sicher, dass der andere Magier zu Boden ging. Dann konnte er wieder sehen und fand es bestätigt. Besser so. Erschöpft stützte Hawke sich auf seinen Stab. Das hatte ihn mehr Kraft gekostet, als er erwartet hatte, aber im Moment war sowieso nichts normal.
Als er sich nach nach dem Elfen umsah, stellte er fest, dass der mit seinen Gegnern auch fertig war und jetzt auf den Magier zuging. Seine ganze Haltung strahlte eine Bedrohung aus, die Hawke kurz schaudern ließ. Aber er folgte seinem Beispiel, blieb aber zwei Schritte von dem noch bewusstlosen Mann entfernt stehen. Der Ausdruck auf dem Gesicht des Elfen, zusammen mit dem Blut, das seine dunkle Haut und die weißen Haare bespritzt hatte, war wenig vertrauenserweckend. Schon gar nicht, wenn Hawke sich nicht vollkommen verschätzt hatte in der Einschätzung, dass sein neuer “Freund” nicht viel für Magier übrig hatte.
Geduldig wartete er, bis der Magier sich wieder regte, was nicht besonders lange dauerte. Ein wenig war Hawke enttäuscht. Der Typ war zäher als erwartet. Oder er selbst bildete sich zu viel auf seine Macht ein. Lange konnte er sich darüber keine Gedanken machen, wenn der Elf packte den Mann am Kragen und zog ihn scheinbar mit Leichtigkeit auf die Beine. “Ist er auch hier?” Die Stimme des Elfen war dunkel und drohend und Hawke verschränkte interessiert die Arme. Anscheinend waren die Angreifer seiner merkwürdigen Bekanntschaft nicht unbekannt.
Der Magier war jedenfalls nicht besonders eingeschüchtert. Oder wenn er es war, verbarg er es ziemlich gut, denn er lachte leise. Es klang ziemlich gequält, aber alles andere hätte Hawke auch wirklich beleidigt. “Nimm dich nicht so wichtig, Sklave.”
Hawke sah den Elfen erstaunt an. Sklave? Er hatte nicht viel Zeit, sich zu wundern, denn plötzlich flammten merkwürdigen Linien wieder auf und Hawke spürte, wie sein ganzer Körper wieder mit einem Kribbeln darauf reagierte, als wollten tausende Ameisen unter seine Haut kriechen. Das war Lyrium. Er hatte sich nicht geirrt. Dann stieß der Elf seine Hand in die Brust des bedauernswerten Magiers und was auch immer dafür gesorgt hatte, dass Hawke seine Magie wieder kontrollieren konnte, fiel in sich zusammen. Zwar war nicht mehr viel übrig, was verrückt spielen konnte, aber ein Nachhall des Blitzes zuckte über seine Hände. Und wieder. Es war, als ob alle Energie einfach aus ihm herausfließen wollte.
Nicht gut. Sogar ziemlich beschissen… Hawke merkte kaum mehr, wie er zusammenbrach.

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