Bloody Mary
Jul. 20th, 2013 08:39 pmTeam: Sirius
Challenge: Bloody Mary (fürs Team)
Fandom: Original: Our Own World
Charaktere: Liang, Nathalie
Wörter: 701
Teil 1, Teil 1,5, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9
„Weißt du, was ich richtig widerlich finde? Bloody Mary. Das fängt schon beim Namen an.“
Das war die merkwürdigste Gesprächseinleitung, die Liang von Nathalie erlebt hatte. Und er war ja nun wirklich schon einiges von ihr gewöhnt. Sie dagegen rührte in ihrem Latte als wäre er das spannenste überhaupt.
Da er keinen blassen Schimmer hatte, was sie überhaupt von ihm wollte, schwieg er einfach. Sie hatte darauf bestanden, noch zum Starbucks zu fahren um sich dort hinzusetzen und er hatte keinen Grund gesehen, warum er hätte ablehnen sollen.
Als aber von Nathalie nichts mehr kam, meinte er: „Sabine mags.“
„Ich weiß. Mirijam hat angerufen... gestern vormittag. Sie wollte wissen, wann ich wieder in der Gegend bin.“ Noch immer fixierte sie ihren Latte als wäre er ihr Fixpunkt.
„Was hast du ihr gesagt?“
„Die Wahrheit? Sie will morgen nen Kaffee mit mir trinken gehen. Und ich weiß nicht, was ich sagen soll.“
Dabei war sie sonst nie um Worte verlegen... „Die Wahrheit wäre ratsam. Dass du in Sabine verliebt bist.“
„Das weiß sie doch schon... jeder weiß es. Nur sie nicht. Das ist so...“ Nathalie sprach nicht weiter, Liang konnte sich aber vorstellen, was in ihr vorging. „Du solltest es ihr sagen. Das wäre auch fairer ihr gegenüber.“
„Findest du? Sie würde doch nur ein schlechtes Gewissen haben, weil sie nunmal nicht auf Frauen steht.“
Das war leider auch wahr. Sabine war verplant und ehrgeizig und neigte dazu, ihre Freunde manchmal einfach zu vergessen, weil ihr Kopf so voll mit anderen Dingen war. Was aber nicht bedeutete, dass andere ihr deswegen weniger wichtig waren. Und zu erfahren, dass ihre beste Freundin wegen ihr unglücklich war, würde sie in ein echtes Dilemma stürzen.
Zum Glück hatte er mit Oliver nicht solche Probleme gehabt. „Du kannst es nicht ewig vor ihr verheimlichen. Wenn sie von jemand anderem erfährt, wird ihr das genauso wenig passen.“
„Das ist mir klar. Ein gut gemeinter Rat: Verlieb dich nie in deinen besten Freund.“
„Das wäre allein deswegen ganz schlau, weil ich in einer Beziehung bin, meinst du nicht auch?“, antwortete er trocken und Nathalie warf ihre Serviette nach ihm.
„Geh doch morgen mit Mirijam auf einen Kaffee. Es wird nicht schaden und wenn sie weiß, woran sie bei dir ist...“
„Macht sie sich dann nicht nur Hoffnungen?“
Das konnte Liang nun wieder nicht beantworten. „Du denkst zu viel nach.“ Wieso hatte sie eigentlich beschlossen, ausgerechnet ihn als Kummerkasten zu missbrauchen? Verena wäre sicher besser geeignet.
Nein. Wohl eher doch nicht.
„Es ist vielleicht ganz gut, dass du erstmal auf Abstand bist“, sagte er schließlich, als von Nathalie wieder nichts kam. Die nickte. „Darum hab ichs ja gemacht. Aber bisher hilfts nicht wirklich.“
„Kein Wunder, du kreuzt alle naselang wieder hier auf.“
„Ich vermisse euch eben! Und ich will wieder ne richtige Rollenspielgruppe haben! Die in Essen taugt mal so gar nichts!“
„Dann mach heute mit.“ Er würde sie wohl irgendwie reinbringen können. „Du kannst unsere Volldeppen aus dem Kerker holen.“
„Wie habt ihr das denn geschafft?“
„Veve hat nicht aufgepasst, als Jonas eine Probe voll verpatzt hat. Also wurden wir festgenommen.“
„Was habt ihr angestellt?“
„Wir? Gar nichts! Veves Faren ist in eine Villa eingebrochen und ausgerechnet Taras sollte Schmiere stehen. Terina und Saryeon wurden einfach nur in ihrer Herberge von der Stadtwache aus dem Schlaf gerissen.“
„Und wo treibt Ijana sich rum?“
„Besucht ihre Familie. Aber das ist das geringste Problem. Ich hatte eigentlich einen NSC erstellt, der uns hilft, abzuhauen aber mit Ijana wird’s einfacher.“
„Du weißt, dass ich schlecht im Schlösserknacken bin, oder?“
„Ja. Das krieg ich wohl hin.“ Irgendwie. Und wenn er Veve ein paar Proben erleichtern musste. „Du kannst dir schon mal eine Rede überlegen, wie aufgeschmissen wir ohne dich wären.“
„Nichts leichter als das.“ Nathalie grinste zuversichtlich und nahm endlich einen Schluch von ihrem Latte. „Scheiße... nur noch lauwarm.“
„Trink das nächste Mal einfach schneller.“
„Wer ich tun.“ Einen großen Schluck später murmelte sie: „Weißt du, was besonders sympathisch an Mirijam ist? Sie hasst Bloody Mary auch.“
Challenge: Bloody Mary (fürs Team)
Fandom: Original: Our Own World
Charaktere: Liang, Nathalie
Wörter: 701
Teil 1, Teil 1,5, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9
„Weißt du, was ich richtig widerlich finde? Bloody Mary. Das fängt schon beim Namen an.“
Das war die merkwürdigste Gesprächseinleitung, die Liang von Nathalie erlebt hatte. Und er war ja nun wirklich schon einiges von ihr gewöhnt. Sie dagegen rührte in ihrem Latte als wäre er das spannenste überhaupt.
Da er keinen blassen Schimmer hatte, was sie überhaupt von ihm wollte, schwieg er einfach. Sie hatte darauf bestanden, noch zum Starbucks zu fahren um sich dort hinzusetzen und er hatte keinen Grund gesehen, warum er hätte ablehnen sollen.
Als aber von Nathalie nichts mehr kam, meinte er: „Sabine mags.“
„Ich weiß. Mirijam hat angerufen... gestern vormittag. Sie wollte wissen, wann ich wieder in der Gegend bin.“ Noch immer fixierte sie ihren Latte als wäre er ihr Fixpunkt.
„Was hast du ihr gesagt?“
„Die Wahrheit? Sie will morgen nen Kaffee mit mir trinken gehen. Und ich weiß nicht, was ich sagen soll.“
Dabei war sie sonst nie um Worte verlegen... „Die Wahrheit wäre ratsam. Dass du in Sabine verliebt bist.“
„Das weiß sie doch schon... jeder weiß es. Nur sie nicht. Das ist so...“ Nathalie sprach nicht weiter, Liang konnte sich aber vorstellen, was in ihr vorging. „Du solltest es ihr sagen. Das wäre auch fairer ihr gegenüber.“
„Findest du? Sie würde doch nur ein schlechtes Gewissen haben, weil sie nunmal nicht auf Frauen steht.“
Das war leider auch wahr. Sabine war verplant und ehrgeizig und neigte dazu, ihre Freunde manchmal einfach zu vergessen, weil ihr Kopf so voll mit anderen Dingen war. Was aber nicht bedeutete, dass andere ihr deswegen weniger wichtig waren. Und zu erfahren, dass ihre beste Freundin wegen ihr unglücklich war, würde sie in ein echtes Dilemma stürzen.
Zum Glück hatte er mit Oliver nicht solche Probleme gehabt. „Du kannst es nicht ewig vor ihr verheimlichen. Wenn sie von jemand anderem erfährt, wird ihr das genauso wenig passen.“
„Das ist mir klar. Ein gut gemeinter Rat: Verlieb dich nie in deinen besten Freund.“
„Das wäre allein deswegen ganz schlau, weil ich in einer Beziehung bin, meinst du nicht auch?“, antwortete er trocken und Nathalie warf ihre Serviette nach ihm.
„Geh doch morgen mit Mirijam auf einen Kaffee. Es wird nicht schaden und wenn sie weiß, woran sie bei dir ist...“
„Macht sie sich dann nicht nur Hoffnungen?“
Das konnte Liang nun wieder nicht beantworten. „Du denkst zu viel nach.“ Wieso hatte sie eigentlich beschlossen, ausgerechnet ihn als Kummerkasten zu missbrauchen? Verena wäre sicher besser geeignet.
Nein. Wohl eher doch nicht.
„Es ist vielleicht ganz gut, dass du erstmal auf Abstand bist“, sagte er schließlich, als von Nathalie wieder nichts kam. Die nickte. „Darum hab ichs ja gemacht. Aber bisher hilfts nicht wirklich.“
„Kein Wunder, du kreuzt alle naselang wieder hier auf.“
„Ich vermisse euch eben! Und ich will wieder ne richtige Rollenspielgruppe haben! Die in Essen taugt mal so gar nichts!“
„Dann mach heute mit.“ Er würde sie wohl irgendwie reinbringen können. „Du kannst unsere Volldeppen aus dem Kerker holen.“
„Wie habt ihr das denn geschafft?“
„Veve hat nicht aufgepasst, als Jonas eine Probe voll verpatzt hat. Also wurden wir festgenommen.“
„Was habt ihr angestellt?“
„Wir? Gar nichts! Veves Faren ist in eine Villa eingebrochen und ausgerechnet Taras sollte Schmiere stehen. Terina und Saryeon wurden einfach nur in ihrer Herberge von der Stadtwache aus dem Schlaf gerissen.“
„Und wo treibt Ijana sich rum?“
„Besucht ihre Familie. Aber das ist das geringste Problem. Ich hatte eigentlich einen NSC erstellt, der uns hilft, abzuhauen aber mit Ijana wird’s einfacher.“
„Du weißt, dass ich schlecht im Schlösserknacken bin, oder?“
„Ja. Das krieg ich wohl hin.“ Irgendwie. Und wenn er Veve ein paar Proben erleichtern musste. „Du kannst dir schon mal eine Rede überlegen, wie aufgeschmissen wir ohne dich wären.“
„Nichts leichter als das.“ Nathalie grinste zuversichtlich und nahm endlich einen Schluch von ihrem Latte. „Scheiße... nur noch lauwarm.“
„Trink das nächste Mal einfach schneller.“
„Wer ich tun.“ Einen großen Schluck später murmelte sie: „Weißt du, was besonders sympathisch an Mirijam ist? Sie hasst Bloody Mary auch.“