Präorgasmische Sinneskrise
Oct. 1st, 2019 09:02 pmFandom: Deutsche Youtuber (Berliner Cluster)
Challenge: „Du und ich? So viel Amnesie kann ich gar nicht haben!“
Personen/Pairing: Frodo/Flo (ihr kennt das ja inzwischen)
Anmerkung: Das hatte ich gestern schon geschrieben, allerdings wollte ich nicht den Endspurt und Nyx beim Punktezählen stören. Es ist auch viel weniger Smut geworden als ich wollte. Jetzt ist es zärtlicher Halbsmut.
„Warte! Hör auf!“
Frodo fühlte sich erstarren. Die Worte waren warm und heiser gegen seine Wange geschlagen und nun hingen sie da und fühlten sich an, als hätte Flo ihm eine Pistole gegen die Schläfe gedrückt.
Sein Freund atmete so schwer, dass man es sehen konnte, wenn man den Blick nur genug hob.
Frodo sah auf von dem, was er da gerade mit der Hand tat, auch wenn er Angst hatte. Der Schwanz, den er hielt, reagierte ziemlich ehrlich auf ihn. Geradezu aufrichtig (Hier: Pause für Lacher). Flos Gesicht allerdings – und das wusste er, bevor er es anschaute – bot mindestens fünfzig verschiedene Gefühle und Aussagen.
Es wirkte wie ein Puzzle, was man jetzt innerhalb von Sekundenbruchteilen würde zusammensetzen müssen.
„Ah-ah-ah“, brachte Flo hastig heraus, als Frodo ihn loslassen wollte.
„Nich' bewegen!“
Frodo runzelte die Stirn;
„Soll ich jetz' die Hände heben und mich ergeben oder was?“
„Nee, du tust nix! Gar nix!“
„Warum denn? Gefällt's dir nich'?“
Es half nicht, dass sie alleine in seinem Zimmer waren, dass die faule Nachmittagssonne so weit herumgewandert war, dass das Licht durch das Fenster in der Dachschräge nun an ihnen vorbeifiel.
Es half nicht, dass er seine Nine Inch Nails-Playlist angemacht hatte und nun nebenbei leise Closer lief. Ein Song, zu dem man einfach gottverdammt nochmal Sex haben musste.
Sein Gehirn ließ träge und mit stotternder Enttäuschung wieder alle Funktionen hochfahren, von denen es bis eben gemeint hatte, dass es sie gerade nicht benötigte und nun spürte er, wie der Moment sich plötzlich zog, ausdehnte und das gesamte Zimmer auszufüllen begann.
Er spürte seinen eigenen stockenden Atem. Er bemerkte, dass Flo nach Zigarette roch.
Er sah plötzlich aus dem Augenwinkel – und das war das Schlimmste – wie Dood, seine Bartagame, direkt aus seinem Terrarium zu ihnen herüberstarrte.
„Das is' nich das Problem“, atmete Flo gegen ihn. Er wagte es kaum, sich zu bewegen. Seine Hand lag auch noch immer auf Frodos Schulter, wo sie sich bis eben festgehalten hatte.
„Aber was machen wir danach?“
„Wonach?“
„Naja...hiernach.“
Frodo blinzelte. Es dauerte einen kurzen Augenblick, bis er begriff, was gemeint war;
„Warte mal – willst du mir erzählen, dass du deine postorgasmische Sinneskrise jetzt schon planst?“
„Ich plane sie nicht. Ich habe sie jetzt – ah-ah, behalt deine Hand gefälligst da, wo sie ist! Hab ich nich' gesagt, du sollst dich nich' bewegen?“
„Du kannst mich nich' einfach auf Pause drücken wie 'nen scheiß Videorekorder, Flo!“
Das Dumme war nur, dass Frodo seinem Freund dennoch gehorchte. Die Angst, die in Flo hing, waberte nun auch zu ihm herüber. Je länger er darüber nachdenken konnte, desto größer wurde sie.
Sie hatten sich in eine Art Pattsituation befördert.
„Ich weiß“, schlugen ihm erneut warme Worte entgegen.
„Aber was soll ich denn sonst machen?“
„Wie wär's mit Weitermachen?“, schlug Frodo vor.
„Oder Aufhören. Es gibt nur diese zwei Optionen. Wir können von mir aus auch vorher 'nen Deal ausmachen, wo wir es hinterher ignorieren und so tun, als hätten wir 'nen Filmriss. Was beste Freunde, deren Beziehung total gesund is', halt so machen.“
Er zuckte mit den Schultern und spürte, wie er Flos Hand mitzucken ließ.
„Und hinterher kann ich so Kram sagen wie: Ehw, geh weg!, wann immer du mir zu nah kommst und du kannst so Zeug sagen wie Du und ich? So viel Amnesie kann ich gar nich' haben!“
Flo hob eine Augenbraue. Es wirkte wie eine geradezu verbotene Bewegung.
„Das ergibt überhaupt keenen Sinn, Frodo!“
„Du ergibst keenen Sinn!“
„Deine Mudda ergibt keenen Sinn!“
Sie hielten kurz inne, doch es war schon zu spät. Das Lachen entwich Frodo wie Luft aus einem Hochdruckkessel. Es klang auch gar nicht so anders, um ehrlich zu sein.
Es machte Platz für ein Bewusstsein davon, wie nahe sie sich waren. Er hielt Flo buchstäblich in der Hand und er konnte mit nur einem falschen Wort, einer falschen Bewegung vielleicht alles kaputtmachen.
„Ich versteh das überhaupt nich'“, murmelte er schließlich.
„Dit is' doch nich das erste Mal, dass wir das machen. Was zur Hölle is' jetz' gerade anders?“
Zwischen ihnen krachte das Crescendo des Songs Luft und Licht auseinander und hinterließ gespenstische Stille. Sekundenlang sah Flo an ihm vorbei und herüber zu Dood.
„Rate mal“, entgegnete er schließlich, ehe er es wieder wagte, seinen Freund anzusehen.
Die Stille ging über in Reptile und woah, anscheinend war jeder Song dieser Band für ungelöste Spannungen jeglicher Art geschrieben worden.
Frodo schluckte und blinzelte regungslos. Zwischen seinen Zähnen steckten Worte und drückten ihm gegen den Gaumen. Mit einem Mal fühlte sich sein Herzschlag so an, als würde er irgendetwas kaputtkloppen.
„Das is' doch nich' schlimm“, sagte er endlich und als er das aussprach, war seine Stimme kurz heiser.
„Ich meine...das is' doch sogar ziemlich gut.“
„Isses das?“
„Hm-hm. Das heißt nämlich, dass wir so richtig rumschwulen können.“
„Boah, Frodo!“
Flo kniff die Augen zusammen.
„Dann können wir Liebe machen“, fuhr Frodo fort, während er todesmutig den Vorstoß wagte und sich – man glaubte es kaum – bewegte. Er drückte Flo von den Knien rückwärts auf die Matratze des Bettes, nicht ohne die Hand von ihm zu nehmen.
„Vögeln, nageln, Rohre verlegen“, flüsterte er und Flo küsste ihn sehr heftig und sehr tief und das war sicher nur, um ihn zum Schweigen zu bringen.
Frodo grinste in den Kuss hinein.
„Ich schwöre dir“, hauchte sein Freund anschließend gegen ihn; dezent angespannt von der Tatsache, dass Frodo seine Hand nun nicht mehr stillhielt.
„Wenn du nich' die Klappe hältst...“
„Willst du sie mir stopfen?“
„Alter....“
Während Frodo sich zwischen Gefühlen und Fummelei und heißer Haut verlor, ahnte er schon, dass sie hinterher nicht darüber reden würden. Hinterher, wenn alle Schotten wieder dicht sein würden, alle Mauern hochgezogen, alle Herzen wieder verschlossen, würden sie sich awkward anschweigen. Er kannte das Spiel, das gehörte doch dazu.
Aber die Sache mit der Pause eben, die war neu.
Vielleicht änderte die Dinge.
„Deine doofe Eidechse guckt die ganze Zeit zu“, brummte Flo mit gepresstem Atem.
Frodo sorgte dafür, dass er kurz darauf die Augen schloss, sich in hektischem Keuchen verlor und nicht mehr daran dachte.
Er stopfte sich selbst den Mund und fühlte die Hitze darin nach, er schmeckte mit der Zunge die weiche Haut nach.
Auch das war neu.
Er spürte nach, wie Flo sich unter ihm wand, wie er sich bemühte, ihm die Hüften nicht entgegenzustoßen.
Bis zu dem Augenblick, in dem er Flos Hand mit einem Mal an seiner Wange, seiner Schläfe, seinen Haaren spürte und auf irgendetwas Grobes wartete.
Es kam nie.
Nein, sein bester Freund hatte den Nerv, ihn federzart zu streicheln.
Typisch, dachte Frodo, als er innehielt, die Augen schloss und sich gegen diese Hand schmiegte.
Erst bitchst du rum, du willst nicht und dann plötzlich sowas.
Und dann gab er sich Mühe, zu Ende zu bringen, was er da angefangen hatte.
Challenge: „Du und ich? So viel Amnesie kann ich gar nicht haben!“
Personen/Pairing: Frodo/Flo (ihr kennt das ja inzwischen)
Anmerkung: Das hatte ich gestern schon geschrieben, allerdings wollte ich nicht den Endspurt und Nyx beim Punktezählen stören. Es ist auch viel weniger Smut geworden als ich wollte. Jetzt ist es zärtlicher Halbsmut.
„Warte! Hör auf!“
Frodo fühlte sich erstarren. Die Worte waren warm und heiser gegen seine Wange geschlagen und nun hingen sie da und fühlten sich an, als hätte Flo ihm eine Pistole gegen die Schläfe gedrückt.
Sein Freund atmete so schwer, dass man es sehen konnte, wenn man den Blick nur genug hob.
Frodo sah auf von dem, was er da gerade mit der Hand tat, auch wenn er Angst hatte. Der Schwanz, den er hielt, reagierte ziemlich ehrlich auf ihn. Geradezu aufrichtig (Hier: Pause für Lacher). Flos Gesicht allerdings – und das wusste er, bevor er es anschaute – bot mindestens fünfzig verschiedene Gefühle und Aussagen.
Es wirkte wie ein Puzzle, was man jetzt innerhalb von Sekundenbruchteilen würde zusammensetzen müssen.
„Ah-ah-ah“, brachte Flo hastig heraus, als Frodo ihn loslassen wollte.
„Nich' bewegen!“
Frodo runzelte die Stirn;
„Soll ich jetz' die Hände heben und mich ergeben oder was?“
„Nee, du tust nix! Gar nix!“
„Warum denn? Gefällt's dir nich'?“
Es half nicht, dass sie alleine in seinem Zimmer waren, dass die faule Nachmittagssonne so weit herumgewandert war, dass das Licht durch das Fenster in der Dachschräge nun an ihnen vorbeifiel.
Es half nicht, dass er seine Nine Inch Nails-Playlist angemacht hatte und nun nebenbei leise Closer lief. Ein Song, zu dem man einfach gottverdammt nochmal Sex haben musste.
Sein Gehirn ließ träge und mit stotternder Enttäuschung wieder alle Funktionen hochfahren, von denen es bis eben gemeint hatte, dass es sie gerade nicht benötigte und nun spürte er, wie der Moment sich plötzlich zog, ausdehnte und das gesamte Zimmer auszufüllen begann.
Er spürte seinen eigenen stockenden Atem. Er bemerkte, dass Flo nach Zigarette roch.
Er sah plötzlich aus dem Augenwinkel – und das war das Schlimmste – wie Dood, seine Bartagame, direkt aus seinem Terrarium zu ihnen herüberstarrte.
„Das is' nich das Problem“, atmete Flo gegen ihn. Er wagte es kaum, sich zu bewegen. Seine Hand lag auch noch immer auf Frodos Schulter, wo sie sich bis eben festgehalten hatte.
„Aber was machen wir danach?“
„Wonach?“
„Naja...hiernach.“
Frodo blinzelte. Es dauerte einen kurzen Augenblick, bis er begriff, was gemeint war;
„Warte mal – willst du mir erzählen, dass du deine postorgasmische Sinneskrise jetzt schon planst?“
„Ich plane sie nicht. Ich habe sie jetzt – ah-ah, behalt deine Hand gefälligst da, wo sie ist! Hab ich nich' gesagt, du sollst dich nich' bewegen?“
„Du kannst mich nich' einfach auf Pause drücken wie 'nen scheiß Videorekorder, Flo!“
Das Dumme war nur, dass Frodo seinem Freund dennoch gehorchte. Die Angst, die in Flo hing, waberte nun auch zu ihm herüber. Je länger er darüber nachdenken konnte, desto größer wurde sie.
Sie hatten sich in eine Art Pattsituation befördert.
„Ich weiß“, schlugen ihm erneut warme Worte entgegen.
„Aber was soll ich denn sonst machen?“
„Wie wär's mit Weitermachen?“, schlug Frodo vor.
„Oder Aufhören. Es gibt nur diese zwei Optionen. Wir können von mir aus auch vorher 'nen Deal ausmachen, wo wir es hinterher ignorieren und so tun, als hätten wir 'nen Filmriss. Was beste Freunde, deren Beziehung total gesund is', halt so machen.“
Er zuckte mit den Schultern und spürte, wie er Flos Hand mitzucken ließ.
„Und hinterher kann ich so Kram sagen wie: Ehw, geh weg!, wann immer du mir zu nah kommst und du kannst so Zeug sagen wie Du und ich? So viel Amnesie kann ich gar nich' haben!“
Flo hob eine Augenbraue. Es wirkte wie eine geradezu verbotene Bewegung.
„Das ergibt überhaupt keenen Sinn, Frodo!“
„Du ergibst keenen Sinn!“
„Deine Mudda ergibt keenen Sinn!“
Sie hielten kurz inne, doch es war schon zu spät. Das Lachen entwich Frodo wie Luft aus einem Hochdruckkessel. Es klang auch gar nicht so anders, um ehrlich zu sein.
Es machte Platz für ein Bewusstsein davon, wie nahe sie sich waren. Er hielt Flo buchstäblich in der Hand und er konnte mit nur einem falschen Wort, einer falschen Bewegung vielleicht alles kaputtmachen.
„Ich versteh das überhaupt nich'“, murmelte er schließlich.
„Dit is' doch nich das erste Mal, dass wir das machen. Was zur Hölle is' jetz' gerade anders?“
Zwischen ihnen krachte das Crescendo des Songs Luft und Licht auseinander und hinterließ gespenstische Stille. Sekundenlang sah Flo an ihm vorbei und herüber zu Dood.
„Rate mal“, entgegnete er schließlich, ehe er es wieder wagte, seinen Freund anzusehen.
Die Stille ging über in Reptile und woah, anscheinend war jeder Song dieser Band für ungelöste Spannungen jeglicher Art geschrieben worden.
Frodo schluckte und blinzelte regungslos. Zwischen seinen Zähnen steckten Worte und drückten ihm gegen den Gaumen. Mit einem Mal fühlte sich sein Herzschlag so an, als würde er irgendetwas kaputtkloppen.
„Das is' doch nich' schlimm“, sagte er endlich und als er das aussprach, war seine Stimme kurz heiser.
„Ich meine...das is' doch sogar ziemlich gut.“
„Isses das?“
„Hm-hm. Das heißt nämlich, dass wir so richtig rumschwulen können.“
„Boah, Frodo!“
Flo kniff die Augen zusammen.
„Dann können wir Liebe machen“, fuhr Frodo fort, während er todesmutig den Vorstoß wagte und sich – man glaubte es kaum – bewegte. Er drückte Flo von den Knien rückwärts auf die Matratze des Bettes, nicht ohne die Hand von ihm zu nehmen.
„Vögeln, nageln, Rohre verlegen“, flüsterte er und Flo küsste ihn sehr heftig und sehr tief und das war sicher nur, um ihn zum Schweigen zu bringen.
Frodo grinste in den Kuss hinein.
„Ich schwöre dir“, hauchte sein Freund anschließend gegen ihn; dezent angespannt von der Tatsache, dass Frodo seine Hand nun nicht mehr stillhielt.
„Wenn du nich' die Klappe hältst...“
„Willst du sie mir stopfen?“
„Alter....“
Während Frodo sich zwischen Gefühlen und Fummelei und heißer Haut verlor, ahnte er schon, dass sie hinterher nicht darüber reden würden. Hinterher, wenn alle Schotten wieder dicht sein würden, alle Mauern hochgezogen, alle Herzen wieder verschlossen, würden sie sich awkward anschweigen. Er kannte das Spiel, das gehörte doch dazu.
Aber die Sache mit der Pause eben, die war neu.
Vielleicht änderte die Dinge.
„Deine doofe Eidechse guckt die ganze Zeit zu“, brummte Flo mit gepresstem Atem.
Frodo sorgte dafür, dass er kurz darauf die Augen schloss, sich in hektischem Keuchen verlor und nicht mehr daran dachte.
Er stopfte sich selbst den Mund und fühlte die Hitze darin nach, er schmeckte mit der Zunge die weiche Haut nach.
Auch das war neu.
Er spürte nach, wie Flo sich unter ihm wand, wie er sich bemühte, ihm die Hüften nicht entgegenzustoßen.
Bis zu dem Augenblick, in dem er Flos Hand mit einem Mal an seiner Wange, seiner Schläfe, seinen Haaren spürte und auf irgendetwas Grobes wartete.
Es kam nie.
Nein, sein bester Freund hatte den Nerv, ihn federzart zu streicheln.
Typisch, dachte Frodo, als er innehielt, die Augen schloss und sich gegen diese Hand schmiegte.
Erst bitchst du rum, du willst nicht und dann plötzlich sowas.
Und dann gab er sich Mühe, zu Ende zu bringen, was er da angefangen hatte.